Refugees & Queers

Forschung und Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ, Fluchtmigration und Emanzipationspolitiken

Verfolgung aufgrund marginalisierter sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ist in der BRD ein anerkannter Asylgrund. Mindestens fünf Prozent der derzeit einreisenden Geflüchteten sind lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, intergeschlechtlich oder queer – kurz LSBTTIQ-Geflüchtete. Sie sind in der BRD mit spezifischen Formen von Diskriminierungen konfrontiert, wodurch in der LSBTTIQ-Community einerseits ein zunehmendes Bewusstsein über Flucht und Migration und das Bedürfnis, sich politisch und unterstützend einzubringen, entsteht. Andererseits werden mit aktuell verstärkten Migrationsbewegungen auch Sorgen um emanzipatorische Errungenschaften laut, die zum Teil jedoch in rassistische Zuschreibungen abgleiten.

Die Beiträger_innen des Bandes begegnen der Diskussion in differenzierter Weise und nehmen die Herausforderungen, aber auch Chancen und Möglichkeiten jenseits von Verallgemeinerungen und Paternalismus in den Blick. Sie befassen sich mit Forschungsethik, partizipativen Erhebungsmethoden, medialen Repräsentationen, intersektionalen Erfahrungen sowie den konkreten Bedürfnissen von LSBTTIQ-Geflüchteten in Erstunterbringung und Asylverfahren. Der Band bietet somit einen Einblick in verschiedene Sensibilisierungskonzepte und Bildungsansätze zum Thema LSBTTIQ-Geflüchtete.

24,99 € *

2019-09-12, 178 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4211-7

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Carolin Küppers

Carolin Küppers, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Berlin, Deutschland

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Berlin, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

LSBTTIQ-Geflüchtete kommen in den hegemonialen medialen und politischen Debatten zum Thema Flucht, Migration und Asyl in Deutschland kaum vor. Aus diesem Grund bereiten die Beiträge des Bandes in vielfältiger und differenzierter Weise den Boden für einen emanzipativen Diskurs über LSBTTIQ-Geflüchtete und befassen sich mit Forschungsethik, partizipativen Erhebungsmethoden, medialen Repräsentationen, intersektionalen Erfahrungen sowie konkreten Bedarfen in Erstunterbringung und Asylverfahren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band ist die erste Publikation dieser Art und Umfangs, die sich mit der Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten in der BRD befasst. Zum Thema LSBTTIQ-Geflüchtete ist ein differenzierter und emanzipativer Diskurs notwendig, der jenseits von Verallgemeinerungen und Paternalismus potenzielle Herausforderungen, aber auch Chancen und Möglichkeiten an der Schnittstelle von emanzipatorischen Politiken zu LSBTTIQ und Flucht/Asyl/Migration in den Blick nimmt. Dazu möchte der Band einen Beitrag leisten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zu den konkreten Bedarfen von LSBTTIQ-Geflüchteten in den Bereichen Asylverfahren, Unterbringung und gesellschaftliche Teilhabe gibt es bisher kaum Hintergrundwissen. Zwar beschäftigen sich zahlreiche Initiativen und (Selbst-)Organisationen mit dem Thema, aber umfassendere wissenschaftliche Erhebungen entstehen erst gerade.

Buchtitel
Refugees & Queers Forschung und Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ, Fluchtmigration und Emanzipationspolitiken
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
178
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4211-7
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSK JFFD JFSJ
BISAC-Code
SOC012000 SOC007000 SOC032000
THEMA-Code
JBSJ JBFG JBSF
Erscheinungsdatum
2019-09-12
Auflage
1
Themen
Flucht, Geschlecht
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Medienwissenschaft, Europäische Ethnologie, Gender Studies, Queer Studies
Schlagworte
Homosexualität, Trans*, Queer, LSBTTIQ, Gender, Flucht, Migration, Asyl, Emanzipationspolitiken, Sensibilisierung, Bildung, Forschungsethik, Rassismus, Intersektionalität, Geschlecht, Queer Theory, Flüchtlingsforschung, Gender Studies, Rassimus, Kulturwissenschaft

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