Leistungsklassen und Geschlechtertests

Die heteronormative Logik des Sports

Der Sport ist bis heute eine Sphäre männlicher Dominanz und heteronormativer Geschlechtervorstellungen. Das zeigt die anhaltende Debatte über Geschlechtertests im Leistungssport ebenso wie die deutliche Unterrepräsentanz von Sportlerinnen in den Medien.

Aus einer praxistheoretischen Perspektive zeigt Karolin Heckemeyer, wie sich diese heteronormativ-hierarchische Ordnung in Bestimmungen internationaler Sportorganisationen und in Auseinandersetzungen von Athletinnen mit den Regeln des Sports (re-)produziert und legitimiert. Die Leistungsklasse Geschlecht erweist sich dabei als eine Struktur, die es für zukünftige Visionen eines geschlechterinklusiven Sports kritisch zu hinterfragen gilt.

24,99 € *

2018-02-14, 198 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4216-2

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Karolin Heckemeyer

Karolin Heckemeyer, Pädagogische Hochschule FHNW, Schweiz

... mit Karolin Heckemeyer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Trotz jahrzehntelanger Bemühungen um mehr Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechtervielfalt ist der Sport in vielerlei Hinsicht ein Ort heterosexuell-männlicher Dominanz geblieben. Geschlecht ist im Sport nach wie vor eine zentrale, ordnungsstiftende Kategorie, die Menschen ausschließt, marginalisiert und in ein hierarchisches Verhältnis setzt. Wie lässt sich die Persistenz dieser heteronormativ-hierarchischen Ordnung erklären? Welche Reproduktionsmechanismen lassen sich identifizieren?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Aus einer praxistheoretischen Perspektive zeigt das Buch, dass und wie Geschlechterdifferenz und Geschlechterhierarchie im Sport verankert und verwoben sind. Im Zuge der Analysen wird deutlich, dass Debatten über Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Vielfalt im Sport zu kurz greifen, wenn sie die Leistungsklasse Geschlecht und die damit verbundenen Selbstverständlichkeiten nicht in Frage stellen. Das gilt für zukünftige Forschungen ebenso wie für Antidiskriminierungspolitiken im Sport.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch leistet einen Beitrag zu geschlechtertheoretisch-soziologischen Debatten über Geschlechtergerechtigkeit und geschlechtliche Vielfalt im Sport. Es verknüpft internationale Forschungen zu ungleichen Geschlechterverhältnissen, Sexismus und Homophobie mit Arbeiten, die sich kritisch mit der im Sport üblichen Praxis der Geschlechtertests auseinandersetzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Interessante Gesprächspartner_innen wären die US-amerikanische Biologin und Anthropologin Katrina Karkazis und die ehemalige, australische 800 m-Läuferin und Geschlechterforscherin Madeleine Pape sowie aktive Athlet_innen, die mit den heteronormativen Strukturen des Sports hadern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dem Leistungsprinzip des Sports unterliegt eine heteronormative Logik, die soziale Ausschlüsse und ungleiche Geschlechterverhältnisse reproduziert.

Autor_in(nen)
Karolin Heckemeyer
Buchtitel
Leistungsklassen und Geschlechtertests Die heteronormative Logik des Sports
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
198
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4216-2
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JHBS JFSK
BISAC-Code
SOC032000 SPO066000 SOC012000
THEMA-Code
JBSF JHBS JBSJ
Erscheinungsdatum
2018-02-14
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Körper
Adressaten
Gender Studies, Soziologie, Sportwissenschaft, Sportpolitik
Schlagworte
Sport, Leistungssport, Gender, Geschlecht, Diversität, Heteronormativität, Praxistheorie, Körper, Gender Studies, Sportwissenschaft, Queer Theory, Kulturwissenschaft

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