Sprache der Transzendenzerfahrungen

Die Briefsammlung der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg i.B.

Der Begriff der »Transzendenzerfahrung« ist in der Religionsforschung stark umkämpft und bedarf einer Deutung ohne religiöse Wertung. Die sprachphilosophische Position der Psychoanalyse ermöglicht einen neuen interdisziplinären Zugang: Janina M. Hofer zieht eine auf die Psychoanalyse Lacans adaptierte Version der Grounded Theory nach Kelle und Kluge heran, um Schilderungen außergewöhnlicher Erfahrungen zu untersuchen.

Indem sie den späten Lacan auf die Briefe der Parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg i.B. heuristisch anwendet, legt sie ein Raster der Sprache des Mangels offen, welche Transzendenzerfahrungen umfasst, die sich über die bewusste sowie unbewusste Sprache definieren und fern religiöser Wertung liegen.

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2018-07-13, 294 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4226-1

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Janina Maris Hofer

Janina Maris Hofer, Universität Bern, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Sowohl der Begriff der Transzendenz wie der Gegenstand der außergewöhnlichen Erfahrungen sind kontrovers diskutierte Bereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Transzendenzerfahrung, als sprachlich nicht decodierbare Erfahrung, ist empirisch erforschbar, wenn der Widerspruch zwischen Sprache und Erfahrung nicht phänomenologisch oder strukturalistisch aufgehoben werden muss. Die schriftlichen Berichte außergewöhnlicher Erfahrungen liegen genau in diesem Spannungsfeld zwischen Sprache und Erfahrung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch das gewählte empirische Feld, der Briefsammlung von Berichten außergewöhnlicher Erfahrungen, werden die Transzendenzerfahrungen in einem Kontext erforscht, der sich nicht an religionsspezifische Sprachkonventionen hält. Dank dem empirischen Zugang aus der Perspektive des späten Lacans kann der Begriff der Transzendenzerfahrung fernab eines phänomenologischen Verständnisses anhand der verwendeten Sprache neu definiert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Als hermeneutischer Ausgangspunkt wird der späte Lacan, der dem Sinthom eine wichtige Bedeutung zumisst, erstmals empirisch verwendet. Dies ermöglicht eine konstruktive Herangehensweise an außergewöhnliche Erfahrungen aus psychoanalytischer Perspektive. Außerdem wird Luckmanns Verständnis der Transzendenzerfahrung durch den späten Lacan interpretiert, was dem Ausdruck von Transzendenzerfahrung ein neues Sprachkleid verleiht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit Hubert Knoblauch, der sich in weiten Teilen mit Luckmanns Definition der Transzendenzerfahrung einig ist, um zu sehen, ob oder inwiefern er sich auf eine Synthese mit dem psychoanalytischen Standpunkt einlässt. Gerne würde ich Schülerinnen von Lacan meinen empirischen Datensatz (Briefe der parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg i.B.) vorlegen, um mit ihnen die empirische Herangehensweise zu diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Transzendenzerfahrungen werden auf der Grundlage des psychoanalytischen Sprachverständnisses mittels einer qualitativen Untersuchung außergewöhnlicher Erfahrungen neu definiert.

Autor_in(nen)
Janina Maris Hofer
Buchtitel
Sprache der Transzendenzerfahrungen Die Briefsammlung der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg i.B.
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
294
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4226-1
DOI
Warengruppe
1541
BIC-Code
HRA CF JMAF
BISAC-Code
REL000000 LAN009000 PSY026000
THEMA-Code
QRA CF JMAF
Erscheinungsdatum
2018-07-13
Auflage
1
Themen
Religion, Sprache
Adressaten
Religionswissenschaft, Theologie, Psychoanalyse, Philosophie, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Transzendenzerfahrung, Sprache, Lacan, Grounded Theory, Außergewöhnliche Erfahrungen, Sprachphilosophie, Psychoanalyse, Parapsychologie, Religion, Religionswissenschaft, Sprachwissenschaft

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