Architektur als Akteur?

Zur Soziologie der Architekturerfahrung

Erfahren Nutzer_innen Gebäude so, wie es sich die Architekt_innen vorgestellt haben? Fühlen sie sich »eingeladen« oder eher »ausgeschlossen«?

Mit theoretischen Grundlagen aus Raumsoziologie, Praxistheorie und Akteur-Netzwerk-Theorie definiert und untersucht Theresia Leuenberger Architekturerfahrungen anhand des Kunsthaus Bregenz und der Kunsthal Rotterdam. Mit der Methode der Rekonstruktiven Sozialforschung zeigt sie, wie emotionale und rationale Gehalte von Erfahrungen aufeinander einwirkend Praktiken der Architekturerfahrung konstituieren. Dabei stellt sich heraus, dass diese nur bei übereinstimmenden Subjektpositionen oder im Falle einer Vorzeichnung durch das Gebäude den Vorstellungen der Architekten Peter Zumthor und Rem Koolhaas gleichen.

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2018-11-07, 390 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4264-3

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Theresia Leuenberger

Theresia Leuenberger, Hochschule der Künste Bern/Technische Universität Berlin, Schweiz/Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In der Architekturdisziplin wird die Erfahrung von Architektur im Hinblick auf ihre Allgemeingültigkeit thematisiert. Eine systematische Behandlung der Frage nach einer sozial differenzierten Wirksamkeit von Architektur im Erfahrungsprozess fehlt. In diesem Buch wird vorgeschlagen, einzelne Architekturerfahrungen danach zu bestimmen, wie und zu welchen Teilen sich darin die Perspektive der Wahrnehmenden (Disposition, Wissen) und die Architektur (materielle Struktur) aktualisieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch legt die Vielfalt an Architekturerfahrungen offen und zeigt, wie diese im Erfahrungsprozess zu neuen Erkenntnissen, aber auch zu Befremden oder Ausschluss führen können. Planenden ermöglicht es, in der Entwurfsphase die Erfahrungen zukünftiger Nutzer_innen treffender einzuschätzen. Soziolog_innen finden in der vorgestellten Theorie und Empirie zu Architekturerfahrungen weitere Grundlagen, um die räumliche, praxeologische und materielle Dimension von Architekturerfahrungen zu erforschen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Architektur in ihrer gesellschaftlichen Wirkmächtigkeit zu verstehen, hat sich im architektursoziologischen Diskurs weitgehend etabliert, der Fokus auf die Architekturerfahrung ermöglicht im Sinne einer doppelten Sozialität eine weitere Ausdifferenzierung nach Gruppen und Kollektiven. Damit kann das Buch auch an Themen wie der Architekturvermittlung und der partizipativen Planung in der Architekturdisziplin einen Anschluss finden, um die Menschen in ihrer Verschiedenheit zu berücksichtigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Chantal Mouffe, Rem Koolhaas, Peter Zumthor.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Theorie und Methode dienen zusammen mit den Beispielen dem Verständnis und der weiteren Erforschung sozial differenzierter Architekturerfahrungen.

Autor_in(nen)
Theresia Leuenberger
Buchtitel
Architektur als Akteur? Zur Soziologie der Architekturerfahrung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
390
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4264-3
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC AM JFSG
BISAC-Code
SOC022000 ARC010000 SOC026030
THEMA-Code
JBCC AM JBSD
Erscheinungsdatum
2018-11-07
Auflage
1
Themen
Sozialität, Raum, Architektur
Adressaten
Soziologie, Architektur, Design sowie Praktiker_innen in den Bereichen Architekturplanung und -vermittlung
Schlagworte
Architektursoziologie, Raumsoziologie, Praxistheorie, Akteur-Netzwerk-Theorie, Rekonstruktive Sozialforschung, Architekturerfahrung, Kunsthaus Bregenz, Kunsthal Rotterdam, Peter Zumthor, Rem Koolhaas, Sozialität, Architektur, Raum, Kultursoziologie, Urban Studies, Soziologie

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