Ulrike Kuch (Hg.)

Das Diaphane

Architektur und ihre Bildlichkeit

Das Medium, das sichtbar macht – so bezeichnete Aristoteles einst das Diaphane (to diaphanês, das Durchscheinende). 1927 verwendet Hans Jantzen den Begriff für die gotische Kathedrale und seitdem flottiert er durch die Philosophie, die Medienwissenschaft, die Architekturtheorie, die Kunstgeschichte und die Filmwissenschaft. Die Beiträger*innen dieses Bandes bringen die Disziplinen zusammen und zeigen das Diaphane als Begriff, der die Bildlichkeit der Architektur in den Fokus rückt.

Die Bilder der Fotografin Luisa Lambri veranschaulichen diesen sensitiven Zugang zur Architektur. Sie treten in einen Dialog mit den Texten dieses Bandes, in denen Pavillon-Architekturen der Weltausstellungen ebenso eine Rolle spielen wie Ludwig Mies van der Rohes Entwürfe, die Architektur in Fotografie und Film oder die Entwicklung einer digital vermittelten diaphanen Körperlichkeit. Dabei diskutieren die Autor*innen auch die Frage, wie Architektur und Bild sich grundsätzlich zueinander verhalten und liefern kontroverse Antworten.

Mit Beiträgen von Emmanuel Alloa, Evelyn Echle, Kurt W. Forster, Jörg H. Gleiter, Carolin Höfler, Christina Jauernik, Ulrike Kuch, Angela Lammert, Renate Maas, Lutz Robbers und Stepan Vaneyan.

24,99 € *

2020-01-08, 228 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4282-7

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Ulrike Kuch

Ulrike Kuch, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil »Das Diaphane« multidisziplinäre Blicke auf die immateriellen, schwer zu fassenden Qualitäten der Architektur ermöglicht und so einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Bildlichkeit der Architektur leistet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt Zusammenhänge auf zwischen Architektur und anderen Künsten wie Fotografie, Musik, Film, Tanz, aber auch zu geisteswissenschaftlichen Bereichen wie der Bildwissenschaft, der Kunstgeschichte, der Philosophie und der Medienwissenschaft. So wird mit dem Diaphanen deutlich, wie intensiv die Architektur in diese Diskurse eingewoben ist und welche Potentiale, insbesondere für die Frage der Bildlichkeit, sich daraus ergeben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Paradigma der Transparenz bestimmt insbesondere die Rezeption der Architekturmoderne. Mit dem Diaphanen wird nicht nur dieser Diskurs aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, sondern es werden auch aktuelle Tendenzen der Produktion von Architektur-Bildern reflektiert. Das Buch zeigt Ansätze auf, verschiedene Verfahren der architektonischen ›Sichtbarmachung‹ zu erkennen und zu hinterfragen. Es schließt damit an Diskurse um die Medialität und Digitalität von Architektur an.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Künstler*innen, Architekt*innen und Wissenschaftler*innen, die die Frage nach dem Wesen der Architektur ebenso beschäftigt wie die Beiträger*innen dieses Bandes.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch diskutiert vielstimmig das Diaphane als Zugang zur Bildlichkeit von Architektur und konturiert dabei einen aus der Architektur heraus entwickelten Bildbegriff.

Autor_in(nen)
Ulrike Kuch (Hg.)
Buchtitel
Das Diaphane Architektur und ihre Bildlichkeit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
228
Ausstattung
französische Broschur, Dispersionsbindung, 43 SW-Abbildungen, 15 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-4282-7
DOI
10.14361/9783839442821
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM ABA JFD
BISAC-Code
ARC010000 ART009000 SOC052000
THEMA-Code
AM ABA JBCT
Erscheinungsdatum
2020-01-08
Auflage
1
Themen
Bild, Ästhetik, Architektur
Adressaten
Architektur, Architekturtheorie, Filmwissenschaft, Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Diaphan, Architektur, Bild, Architekturtheorie, Ästhetik, Bildwissenschaft

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