Das subjektive Museum

Partizipative Museumsarbeit zwischen Selbstvergewisserung und gesellschaftspolitischem Engagement

Partizipation gehört zu den langlebigen Trends im Museum. Seitdem in den 1970er Jahren die Forderung nach einer sozial und politisch engagierten Museumspraxis laut wurde, entwickelte sich der Diskurs weltweit. In verschiedenen Sprachregionen entstanden unterschiedliche »Schulen« und Traditionen: die Sociomuseology/Social Museology, New Museology, die Nouvelle muséologie oder Écomuséologie.

Dieser Band versammelt Vertreter*innen dieser Museumstraditionen und zeichnet ihre unterschiedlichen Entwicklungen nach. Sie alle teilen die Vorstellung einer gesellschaftspolitisch engagierten Museumspraxis, für die Partizipation eine grundlegende Bedeutung hat.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Ein Museum – viele Perspektiven

    Seiten 9 - 12
  4. The Sensitive Museum

    Seiten 13 - 16
  5. Das subjektive Museum

    Seiten 17 - 24
  6. 1. Museen und ihre gesellschaftliche Relevanz

    Einführung

    Seite 26
  7. Die Soziomuseologie und ihr theoretischer Bezugsrahmen

    Seiten 27 - 44
  8. Statement: ›Das subjektive Museum

    Seiten 45 - 46
  9. »Frankfurt Jetzt!«

    Seiten 47 - 51
  10. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 52 - 54
  11. Partizipative Museumsarbeit und Gefühle

    Seiten 55 - 59
  12. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 60 - 62
  13. Museen, Erinnerungen und afro-brasilianische Kultur

    Seiten 63 - 70
  14. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 71 - 72
  15. Die Epistemologie des Südens

    Seiten 73 - 79
  16. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 80 - 84
  17. 2. Kulturerbe aushandeln: Bedingungen und Akteur*innen

    Einführung

    Seite 86
  18. Von der Neuen Museologie zur zeitgenössischen Kunst

    Seiten 87 - 94
  19. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 95 - 96
  20. Museumsarchitektur, soziale Nachhaltigkeit und Design für ein kreatives Leben

    Seiten 97 - 109
  21. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 110 - 112
  22. Kulturelle Vielfalt und Kreativwirtschaft

    Seiten 113 - 122
  23. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 123 - 124
  24. »Out of the Bubble«

    Seiten 125 - 129
  25. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 130 - 134
  26. 3. Partizipative Museumsarbeit und lokale Identität

    Einführung

    Seiten 136 - 138
  27. Wie im Historischen Museum die Zukunft begann

    Seiten 139 - 146
  28. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 147 - 148
  29. Ein Sinn für Subjekt und für Subjektivität

    Seiten 149 - 155
  30. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 156 - 158
  31. Das »Muquifu«

    Seiten 159 - 164
  32. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 165 - 166
  33. Rum, Schweiß und Tränen

    Seiten 167 - 175
  34. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 176 - 178
  35. Aktives Sammeln und die Zukunft von Stadtmuseen

    Seiten 179 - 186
  36. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 187 - 188
  37. Partizipation ist eine Haltung

    Seiten 189 - 193
  38. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 194 - 196
  39. Partizipative Ansätze und Subjektivität beim Sammeln der Gegenwart

    Seiten 197 - 205
  40. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 206 - 210
  41. 4. Subjektives Resümee und Ausblick

    Von Gräben, Brücken und Museumsdiplomat*innen

    Seiten 213 - 216
  42. Statement: ›Das subjektive Museum‹

    Seiten 217 - 220
  43. Autor*innenverzeichnis

    Seiten 221 - 226
  44. Bildnachweis

    Seiten 227 - 228
  45. Danksagung

    Seiten 229 - 234
Mehr
28,00 € *

2020-04-16, 234 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4286-5

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer und gebunden in Deutschland. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Susanne Gesser

Susanne Gesser, Historisches Museum Frankfurt a.M., Deutschland

Nina Gorgus

Nina Gorgus, Historisches Museum Frankfurt a.M., Deutschland

Angela Jannelli

Angela Jannelli, Historisches Museum Frankfurt a.M., Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im deutschsprachigen Raum hält sich die Vorstellung vom Museum als neutraler Institution immer noch hartnäckig. Sammeln und Ausstellen waren aber immer von subjektiven Entscheidungsprozessen bestimmt und damit nie unpolitisch. Mit dem Einzug partizipativer Methoden wurden subjektive Positionen aufgewertet, was auch die Institution nicht unberührt lässt. In diesem Buch berichten Vertreter*innen unterschiedlicher Museumstraditionen von ihrem Verständnis einer sozial und politisch engagierten Museumspraxis.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beschäftigung mit anderen Museumstraditionen eröffnet neue Perspektiven darauf, was ein Museum sein kann oder sollte. Gerade die Museolog*innen der portugiesisch-brasilianischen Sociomuseology verstehen das Museum als Werkzeug, das aktiv zur Verbesserung der Lebensverhältnisse eingesetzt werden kann. Die Artikel und Statements im Buch bieten eine Einführung in diese Museumstradition und fordern dazu auf, die ethischen und politischen Grundlagen der eigenen Museumspraxis zu reflektieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz gehört zu den Dauerbrennern im Museumsdiskurs. Gerade in den letzten Monaten wird sie nochmals besonders virulent diskutiert, v.a. vor dem Hintergrund der von ICOM vorgeschlagenen neuen Museumsdefinition. Warum machen wir Museum? Zu welchem Zweck? Und welchen Standpunkt vertreten wir? Diese Fragen sind aktueller denn je, gerade in Zeiten, in denen rechts-konservative Kräfte gegen die plurale Gesellschaft mobil machen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Sharon Heal, die seit 2014 die britische Museum Association leitet, den ältesten Museumsverband der Welt. Heal fordert Museen dazu auf, ihr Potenzial, das Leben von Menschen zu verändern, aktiv im Sinne einer pluralen, gerechten und nachhaltigen Welt zu nutzen, u.a. durch inklusive, partizipative Formate. Wir würden das Buch auch gerne mit allen Museumspraktiker*innen diskutieren, für die ein Museum mehr ist, als nur ein Ausstellungsraum.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Museum regt Museums-Macher*innen an, vor dem Hintergrund anderer Museumstraditionen die eigene Museumspraxis zu reflektieren und sich als aktive Mitgestalter*innen der pluralen Gesellschaft zu positionieren.

»Ein hilfreiches und inspirierendes Werkzeug bei der Genese und Reflexion von partizipativer Museumsarbeit. Erfreulich ist, dass die Autor/innen über den deutschen Kontext hinaus Projekte vorstellen und im Sinne der Sociomuseologie betonen, dass Ausstellen immer politisch ist.«
Patrick Helber, H-Soz-u-Kult, 19.06.2020
Autor_in(nen)
Susanne Gesser / Nina Gorgus / Angela Jannelli (Hg.)
Buchtitel
Das subjektive Museum Partizipative Museumsarbeit zwischen Selbstvergewisserung und gesellschaftspolitischem Engagement
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
234
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 8 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-4286-5
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM JNA
BISAC-Code
ART059000 BUS100000 EDU040000
THEMA-Code
GLZ JNA
Erscheinungsdatum
2020-04-16
Auflage
1
Themen
Museum
Adressaten
Museologie, Soziologie, Kulturwissenschaft sowie Praktiker_innen im Bereich der Kulturvermittlung und des Kulturmanagements
Schlagworte
Museum, Partizipation, Kultur, Gesellschaft, Gegenwart, Museumspädagogik, Museumsmanagement, Kulturelle Bildung

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung