»Wie ein Begehren«

Sprache und Musik in der Interpretation von Vokalmusik (nicht nur) des Fin de Siècle

Sprache und Musik begegnen einander im singenden Körper. Besonders eng verwoben sind sie in Kunstlied und mélodie um 1900: Dies bildet den Ausgangspunkt für eine Systematik von beispielhaften Stimmgebungen zwischen Sprechen und Singen, die einen Bogen von der Theaterdeklamation bis hin zur Vokalise spannen. Bartolo Musil zeigt, wie Komposition und Interpretation, Gesangstechnik und Hermeneutik, Sprachgestaltung und musikalische Phrasierung dabei in einen Dialog eintreten, und erzählt das schillernde und prekäre Miteinander von Wort und Ton in gesungener Kunstmusik neu – als Liebesgeschichte zwischen Hingabe, Verschmelzung, lustvoller Differenz, Abstoßung und Selbstbehauptung.

39,99 € *

2018-11-27, ca. 266 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4309-1

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. November 2018

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Bartolo Musil

Bartolo Musil, Universität Mozarteum Salzburg, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Beziehung zwischen Sprache und Musik, insbesondere im Kunstlied, ist ein beliebtes Thema in der Forschung. Obwohl es für die künstlerische Praxis ebenfalls hoch relevant ist, gibt es aus ihrer Sicht – abgesehen von pragmatischen Ratschlägen in Manualen – wenig Substanzielles. Dieses Buch ist das Ergebnis eines mehrjährigen künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekts; es will eine Lücke schließen und Diskurse anregen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Verständigung zwischen künstlerischer Praxis und Theorie ist kompliziert und anfällig für Missverständnisse. Theoretisches Wissen kann selten direkt angewandt werden, sondern wird durch einen komplexen Prozess des Aneignens, Übersetzens und ›Verdauens‹ für die Praxis fruchtbar. Die im Buch dargestellten Verknüpfungen können für Wissenschaftler_innen, Komponist_innen und ausübende Musiker_innen eine Diskussionsgrundlagen bieten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die künstlerisch-wissenschaftliche Forschung, in der bildenden Kunst bereits etabliert, ist in der Musik eine vergleichsweise junge Disziplin. Mit meinem Buch habe ich versucht, eine Brücke zwischen isoliert geführten Diskursen zu schlagen. Ich hoffe daher, dass es sowohl für die Diskurse in der geisteswissenschaftlichen Forschung als auch für jene des artistic research und insbesondere für die musikalische (interpretatorische und schöpferische) Praxis eine relevante Perspektive beisteuern wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mein Buch versteht sich als Diskussionsgrundlage. Ich hoffe darauf, dass die darin dargestellten Gedanken ergänzt, kontextualisiert und weiterentwickelt werden, aber auch auf Widerspruch stoßen und zurechtgerückt werden. Insbesondere möchte ich mich mit Menschen aus den Bereichen der Musik-, Sprach- und Literaturwissenschaft, der Philosophie, mit Kolleg_innen aus der künstlerischen Praxis – namentlich Sänger_innen –, aber auch mit allen anderen Interessierten austauschen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In meinem Buch geht es darum, in welchem Ausmaß und in welcher Art Sprache und Musik einander in gesungener Musik begegnen und einander wechselseitig durchdringen oder verwandeln – und welche Auswirkungen dies

Autor_in(nen)
Bartolo Musil
Buchtitel
»Wie ein Begehren« Sprache und Musik in der Interpretation von Vokalmusik (nicht nur) des Fin de Siècle
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 266
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4309-1
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA CF
BISAC-Code
MUS020000 LAN009000
THEMA-Code
AVA CF
Erscheinungsdatum
2018-11-27
Auflage
1
Themen
Klang, Musik, Sprache
Adressaten
Artistic Research, Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Interpretationsforschung, Musikalische Praxis
Schlagworte
Vokalmusik, Sprache, Musik, Lied, Mélodie, Wort, Ton, Kunstlied, Theaterdeklamation, Vokalise, Gesang, Klang, Musikwissenschaft, Sprachwissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft

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