Freiheit als Kritik

Sozialphilosophie nach Foucault

Wie können Freiheit und Widerstand innerhalb von Foucaults Theorie der Macht und Subjektivierung konzipiert werden? Karsten Schubert liefert die erste systematische Rekonstruktion der sozialphilosophischen Debatte um Freiheit bei Foucault und eine neue Lösung für das Freiheitsproblem: Freiheit als die Fähigkeit zur reflexiven Kritik der eigenen Subjektivierung – kurz: Freiheit als Kritik – ist das Resultat von freiheitlicher Subjektivierung in politischen Institutionen. Der Band zeigt so die Konsequenzen von Foucaults Freiheitsdenken für die Demokratietheorie und die allgemeine sozialphilosophische Freiheitsdiskussion auf.

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2018-05-18, 360 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4317-6

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Karsten Schubert

Karsten Schubert, Universität Bremen, Bremen, Deutschland

... mit Karsten Schubert

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Freiheit ist ein zentrales Konzept für unser Selbstverständnis und in unseren politischen Debatten. Die Sozialphilosophie leistet Aufklärung darüber, was Freiheit bedeuten kann und soll, und hilft damit, uns selbst besser zu verstehen und klare politische Positionen zu beziehen. Allerdings fehlt bis jetzt eine systematische Untersuchung von Foucaults Freiheitsdenken, das einen ganz neuen Aspekt von Freiheit ausleuchtet: Freiheit beruht ganz wesentlich auf der Kritik daran, wie unser Denken und Handeln durch gesellschaftliche Normen bestimmt ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch schildert zum ersten Mal die Debatte um Freiheit bei Foucault, und geht dabei auch ganz entscheidend über diese Debatte hinaus. Das zentrale Argument dabei ist, dass man Freiheit als Fähigkeit zur Kritik der eigenen Subjektivierung nur über politische Institutionen verstehen kann, die diese Art von Freiheit in Subjekten hervorbringen. Im Gegensatz zu vielen politischen Theoretikern, die Foucault als Anarchist verstehen, entwickelt das Buch die Grundlage für eine Foucault`sche Institutionen- und Demokratietheorie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ist natürlich relevant für die Debatte um politische Theorie und Freiheit bei Foucault, weil es einige Unterscheidungen vorschlägt, mit denen man zentrale Probleme viel klarer denken und verstehen kann, wie das Verhältnis von Freiheit und Macht. Es ist auch relevant für zwei andere Debatten: erstens für die allgemeine sozialphilosophische Debatte um Freiheit, weil ›Freiheit als Kritik‹ die üblichen Konzepte der negativen und positiven Freiheit kritisiert und ergänzt; zweitens für die Debatte um postfundamentalistische politische Philosophie und insbesondere Demokratietheorie, für die der Foucault'sche Freiheitsbegriff eine neue normative Basis ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich glaube, es sind weniger Einzelpersonen, als Diskussionskontexte, die wichtig sind für die Entwicklung von Gedanken und Argumenten. In den Kontexten, in denen ich in der Vergangenheit viel lernen konnte, diskutiere ich auch heute noch gerne, denn das Denken geht ja nie zu Ende. Das sind in erster Linie poststrukturalistisch inspirierte Gesellschaftskritiker_innen und auch der ganze Kontext der Frankfurter (und Berliner) kritischen Sozialphilosophie, sowie die kritische Kontinentalphilosophie in den USA.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Freiheit ist die Fähigkeit zur kritischen Reflexion der eigenen Subjektivierung.

Autor_in(nen)
Karsten Schubert
Buchtitel
Freiheit als Kritik Sozialphilosophie nach Foucault
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
360
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4317-6
DOI
10.14361/9783839443170
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPS HPC HBCF7
BISAC-Code
PHI034000 PHI016000 PHI043000
THEMA-Code
QDTS QDH QDHR7
Erscheinungsdatum
2018-05-18
Auflage
1
Themen
Sozialität
Adressaten
Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Jura, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Michel Foucault, Freiheit, Sozialphilosophie, Subjektivierung, Macht, Sozialität, Französische Philosophiegeschichte, Poststrukturalismus, Ethik, Philosophie

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