Risikogesellschaften

Literatur- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven

In Risikodebatten manifestiert sich die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Neuen, dem Unbekannten, der Zukunft. Welche Praktiken, Artefakte oder auch natürlichen Prozesse eine Gesellschaft als riskant ansieht, erlaubt Rückschlüsse auf grundlegende Transformationsprozesse: Risikodiskurse wirken bei der Ausbildung staatlicher Institutionen, rechtlicher Verfahren und wissenschaftlicher Techniken mit und sind Gegenstand kultureller Selbstvergewisserung.

In den Beiträgen dieses Bandes wird gezeigt: Die Analyse solcher Risikodiskurse mit literatur- und geschichtswissenschaftlichen Methoden verhilft dazu, jene Regeln aufzudecken, denen die Sichtbarmachung von Gefahren gehorcht, und sie legt offen, wer wann zu welchem Zweck Risikodebatten führt.

29,99 € *

2018-08-27, ca. 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4323-7

Dieser Artikel erscheint am 27. August 2018

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Eva von Contzen

Eva von Contzen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg, Deutschland

Tobias Huff

Tobias Huff, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland

Peter Itzen

Peter Itzen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Literatur- und Geschichtswissenschaft treten viel zu selten in den Dialog, und gerade zum Thema Risiko lohnt sich der fachübergreifende Austausch, um Themen und Debatten aus verschiedenen Diskursen zusammenzubringen. Auch der Vergleich über Epochengrenzen hinweg ist sehr ergiebig – wie wurde Risiko im Mittelalter, in der Frühen Neuzeit, in den 1970er Jahren konzeptualisiert? Risiken werden nicht selten erst durch die Geschichten, die über sie und um sie herum erzählt werden, kreiert; umso wichtiger ist es, diese Strategien aufzuzeigen und zu analysieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Risiken als ein Erzählen von und über Risiko-Szenarien zu verstehen, öffnet den Blick für die oftmals versteckten Interessen und Prämissen, die unser Verständnis von Risiken und unseren Umgang mit riskanten Situationen auszeichnen.

3. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Würde Ulrich Beck noch leben, wäre er der ideale Diskutant!

5. Ihr Buch in einem Satz:

No risk, no literature; no risk, no history.

Autor_in(nen)
Eva von Contzen / Tobias Huff / Peter Itzen (Hg.)
Buchtitel
Risikogesellschaften Literatur- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 272
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4323-7
DOI
10.14361/9783839443231
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB DSB HBLH
BISAC-Code
HIS054000 LIT000000 HIS037040
THEMA-Code
NHTB DSB NHDL
Erscheinungsdatum
2018-08-27
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Geschichte, Literaturwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften
Schlagworte
Risiko, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Moderne, Literaturgeschichte, Diskursgeschichte, Kulturgeschichte, Literatur, Allgemeine Literaturwissenschaft, Geschichte der Frühen Neuzeit, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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