Rhythmik – Musik und Bewegung

Transdisziplinäre Perspektiven

Lange vor dem ›body turn‹ eröffnete Émile Jaques-Dalcroze (1865-1950) mit seiner musikpädagogischen Konzeption neue Perspektiven auf die Verkörperung von Musik. Die moderne Rhythmik befragt und erweitert die Vernetzung von Musik und Bewegung – auch in Verbindung mit transdisziplinären Themen wie Wahrnehmung, Entrainment, Medientransfer, kinästhetischem Hören und Aspekten künstlerischer Gestaltung.

Der Band eröffnet einen facettenreichen Einblick in historische Bezüge sowie theoretische Grundlagen der Rhythmik als disziplinübergreifende Praxisforschung. Markante Spots beleuchten die Vielfalt der künstlerischen und pädagogischen Praxis der Rhythmik – flankiert durch zahlreiche Hinweise auf multimediale Datenquellen.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Einleitung

    Seiten 11 - 24
  4. Zwischen Musikunterricht, Tanzreform und Weltenformel

    Seiten 27 - 44
  5. Rethinking Jaques-Dalcroze

    Seiten 45 - 62
  6. Genese der Rhythmik als Hochschulfach

    Seiten 63 - 72
  7. Rhythmik in Bewegung

    Seiten 73 - 82
  8. Spot 1: Monte Verità - Raumdeutungen

    Seite 83
  9. Spot 2: »encore, encore, encore, encore, encore…!«

    Seite 84
  10. Spot 3: Unter-Weg X.

    Seiten 85 - 86
  11. Vom Wert der Bewegung in der Musik

    Seiten 89 - 112
  12. Rhythmus und Gestaltung

    Seiten 113 - 124
  13. Das Individuelle

    Seiten 125 - 136
  14. Real Time Subtleties

    Seiten 137 - 160
  15. Rhythmik goes China

    Seiten 161 - 174
  16. Spot 4: Networking

    Seite 175
  17. Spot 5: Anamnesis

    Seite 176
  18. Spot 6: Qualitative Forschung im Feld: Rhythmik inklusiv

    Seite 177
  19. Spot 7: Junge Männer unterschiedlicher Herkunft I

    Seite 178
  20. Bewegung ist gestaltete Wahrnehmung

    Seiten 181 - 194
  21. Rhythmisch-musikalisches Lernen im Lichte des Konzepts der Koordination

    Seiten 195 - 216
  22. Körper - Bewegung - Musik

    Seiten 217 - 230
  23. Bewegung als bildende Erfahrung

    Seiten 231 - 240
  24. Körper und Bewegung als Konstituenten musiktheoretischen Denkens

    Seiten 241 - 254
  25. Ravel: Pavane pour une infante défunte

    Seiten 255 - 280
  26. Phrasierung

    Seiten 281 - 298
  27. Tanz der inneren Ströme

    Seiten 299 - 310
  28. Spot 8: Die Stadt als Partitur der Be_weg_ung

    Seite 311
  29. Spot 9: Klang - Körper - Farbe

    Seite 312
  30. Spot 10: Insinn 7

    Seiten 313 - 314
  31. Percussion-Instrumente im Rhythmikunterricht mit Kindern

    Seiten 317 - 330
  32. Und du glaubst nicht an Wunder

    Seiten 331 - 346
  33. ›Erstbegehung‹ mit Jugendlichen

    Seiten 347 - 374
  34. Transfer. Perform. Transform

    Seiten 375 - 384
  35. Gestalt geben

    Seiten 385 - 408
  36. Improvisation: (k)ein Kinderspiel

    Seiten 409 - 418
  37. Warum machen die das?

    Seiten 419 - 424
  38. Spot 11: Neue Musik mit Kindern

    Seite 425
  39. Spot 12: Kreidezeichen

    Seite 426
  40. Spot 13: »I Need A Forest Fire«

    Seite 427
  41. Spot 14: »Annäherungen an Gegenwart«

    Seiten 428 - 429
  42. Spot 15: Stimme und Bewegung

    Seite 430
  43. Spot 16: »Alles, was wir erwarten, ist jetzt ein Schuß, ein Stoß oder Sturz.«

    Seiten 431 - 432
  44. Autorinnen und Autoren

    Seiten 433 - 446
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2019-08-05, 446 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4371-8

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Marianne Steffen-Wittek

Marianne Steffen-Wittek, Folkwang Universität der Künste (Essen), Deutschland

Dorothea Weise

Dorothea Weise, Universität der Künste Berlin, Deutschland

Dierk Zaiser

Dierk Zaiser, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die vielfältigen Beziehungen von Musik und Bewegung in der Rhythmik zu betrachten, berührt verschiedene Kunstsparten (Musik, Tanz, Performance-Kunst, Theater, Bildende Kunst, Film).

Transdisziplinäre Schnittfeldbestimmungen sind fachimmanent und als solche für die Rhythmik historisch, gegenwärtig und zukünftig von besonderer Bedeutung. Das Buch liefert eine

Bestandsaufnahme verschiedener Ausprägungen der Rhythmik im künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Autor_innen aus der Rhythmik, aber auch aus der Tanz- und Bewegungswissenschaft, der Musikwissenschaft, Musiktheorie und Musikgeschichte, der Neurobiologie, der Schul- und Musikpädagogik werfen ihre je eigenen Perspektiven auf einen Fachbereich, der mit dieser Publikation belegt, dass er imstande ist, aus seiner künstlerisch-pädagogischen Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte heraus mit einem gewachsenem Selbstverständnis Verbindungen herzustellen und Eigenständigkeit zu demonstrieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die u.a. durch Merleau-Ponty ausgelösten Forschungsdebatten zur Embodied Cognition und Embodied Music Cognition zeugen von einem wissenschaftlichen Desiderat, dem in den letzten Dekaden mit dem so genannten body turn auf geisteswissenschaftlicher Ebene begegnet wurde. Das an Musikhochschulen angesiedelte Fachgebiet der Rhythmik geriet dabei selten ins Blickfeld. In der bildungswissenschaftlichen Forschung wird nach Theorien und empirischen Methoden gesucht, die musikalische, körper- und leibbezogene Lehr-Lern-Prozesse zu erklären versuchen. Der Band möchte dazu beitragen die Grundlagen und Praktiken der Rhythmik als Ressource

für die Erforschung der Zusammenhänge von ›Musik und Bewegung‹ einer Fachöffentlichkeit vorzustellen und weitere transdisziplinäre Forschungen in engem Kontakt zur Rhythmik anzuregen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zu gern würden wir bestimmte Aspekte des Buches mit Katherine Dunham und Charles Mingus diskutieren. Dunham kam bereits früh mit der Dalcroze-Rhythmik in Kontakt. Als Tänzerin, Choreografin und Kulturanthropologin interessierte sie sich für die Zusammenhänge von Musik und Bewegung und kooperierte mit dem Jazzbassisten, Komponisten und Autor Mingus, der mit ihr und Max Roach eine ›School of Arts, Music and Gymnastics‹ für unterprivilegierte Jugendliche plante.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ist eine Einladung Musik und Bewegung als Fundament der Rhythmik zu erkunden und sich von den transdisziplinären Bezügen zu weiterer Forschung anregen zu lassen.

Buchtitel
Rhythmik – Musik und Bewegung Transdisziplinäre Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
446
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 13 Farbabbildungen, 37 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4371-8
DOI
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA HPN
BISAC-Code
MUS020000 PHI001000
THEMA-Code
AVA QDTN
Erscheinungsdatum
2019-08-05
Auflage
1
Themen
Körper, Bildung, Tanz, Musik
Adressaten
Musikpädagogik, Musikwissenschaft, Tanzwissenschaft, Bewegungswissenschaft, Sportwissenschaft, Kulturelle Bildung, Elementare Musikpädagogik, Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Musiktherapie, Inklusion
Schlagworte
Musik und Bewegung, Rhythmik, Improvisation, Embodiment, Wahrnehmung, Kinästhetik, Entrainment, Performance, Musiktheorie, Rhythmus, Perkussion, Jazz, Neue Musik, Tanz, Musik, Körper, Musikwissenschaft, Tanzwissenschaft, Ästhetik

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