Einfluss, Strömung, Quelle

Aquatische Metaphern der Kunstgeschichte

Kunstgeschichte ist schon immer »im Fluss«. Zentrale Fragen und Vorstellungen zu Künstler_innen, Werk oder Stil werden mit dem Hinweis auf »Quellen«, »Strömungen«, »Einflüsse« und andere Fluida zu beantworten versucht.

Doch die Kunstgeschichte scheint mit der Zeit immer noch fluider zu werden. Die methodenkritische Auseinandersetzung hat diesem Phänomen bislang wenig Bedeutung zugemessen und kaum etwas für eine reflektiertere Verwendung dieser Begriffe, Sprachbilder und Denkmodelle getan. Dagegen reagieren aber vor allem moderne und zeitgenössische Künstler_innen mit ihren Werken auf diesen »aquatic turn«. Der Band untersucht nun erstmals aquatische Metaphern und die dahinter stehenden Denkmodelle der Kunstgeschichtsschreibung im Zusammenhang.

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2019-01-21, 390 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4388-6

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Ulrich Pfisterer

Ulrich Pfisterer, Ludwig-Maximilians-Universität und Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, München, Deutschland

Christine Tauber

Christine Tauber, Zentralinstitut für Kunstgeschichte (München)/Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Kunstgeschichte ist von Anfang an ›im Fluss‹. Mit Metaphern und Denkmodellen, die sich auf das Flüssige, Aquatische beziehen, wurden und werden zentrale Aspekte künstlerischer Entwicklungen beschrieben. Auch die Künstler thematisieren diese fluiden Aspekte ihres Tuns und ihrer Werke in vielfältiger Weise. Das Buch untersucht erstmals in historisch und systematisch übergreifender Perspektive den Stellenwert dieser aquatischen Denkweisen für den Kunst-Diskurs.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Kritik aquatischer Metaphern hinterfragt entscheidend kunsthistorische Denk- und Argumentationsmodelle. Anstelle von ›Einflüssen‹, ›Strömungen‹, stilistischen ›Quellen‹ gilt es historisch präzise Zusammenhänge und Begründungen aufzuzeigen. Andererseits stellt sich das Problem, ob gerade im Bereich des Visuellen auf die Leistung solcher Metaphern und Komplexitäten reduzierenden Denkmodelle überhaupt verzichtet werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Kunstgeschichte muss gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen ihre ältesten Grundannahmen analysieren. Für das Aquatische kommt hinzu, dass alle Aspekte des Wassers und des Fluiden derzeit in vielen Disziplinen und Kontexten im Zentrum des Interesses stehen. Als weiteren Beitrag thematisiert das Buch, wie sich die künstlerische (Selbst-)Reflektion aquatischer Metaphern zu kunsthistorischen (und lebensweltlichen) Denkmodellen und Terminologien verhält.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Nachdem Hans Blumenberg, Hans Robert Jauss oder Michael Baxandall nicht mehr zur Verfügung stehen, wären George P. Lakoff und Mark Johnson, die Autoren von »Metaphors We Live By«, oder auch die Kurator*innen der 14th Istanbul Biennial SALTWATER interessant. Insgesamt erhoffen wir uns eine intensive Diskussion mit anderen Disziplinen über deren historischen und systematischen Einsatz von Metaphern und über die Funktionen von Metaphern im wissenschaftlichen und alltäglichen Denken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die erste umfassende Untersuchung zur Bedeutung aquatischer Metaphern für den Kunst-Diskurs.

Autor_in(nen)
Ulrich Pfisterer / Christine Tauber (Hg.)
Buchtitel
Einfluss, Strömung, Quelle Aquatische Metaphern der Kunstgeschichte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
390
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4388-6
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC ACV ACX
BISAC-Code
ART015000 ART015100 ART015110
THEMA-Code
AGA
Erscheinungsdatum
2019-01-21
Auflage
1
Themen
Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Bildwissenschaft, Medienwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Metapher, Sprachbild, Denkmodell, Medien, Fluxus, Kunst, Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstwissenschaft

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