Verkörperungen des Kollektiven

Wechselwirkungen von Literatur und Bildungsdiskursen seit dem 18. Jahrhundert

Seit dem 18. Jahrhundert reflektiert die Literatur individuelle und kollektive Bildungs- und Erziehungsmodelle über Diskurse des Körpers. Mit der Umstellung von Providenz auf Kontingenz rückte die Frage der Bildung angesichts der Gestaltungsmöglichkeiten einer offenen Zukunft ins Zentrum ästhetischer Überlegungen.

Ausgehend von dieser Beobachtung untersucht der Band die Wechselwirkungen von Bildungs- und Körperdiskursen sowie der Literatur bis in die Gegenwart. Die Beiträger_innen beleuchten unter verschiedenen Blickwinkeln das Verhältnis von Bildung und Körper, wobei vor allem der Frage nach Individualität und Kollektivität in den jeweiligen Verkörperungsmodellen nachgegangen wird.

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2019-01-21, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4399-2

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Anna Dabrowska

Anna Dabrowska, Uniwersytet Jagiellonski (Krakau), Polen

Daniela Doutch

Daniela Doutch, Universität zu Köln, Deutschland

Julia Martel

Julia Martel, Universität zu Köln, Deutschland

Alexander Weinstock

Alexander Weinstock, Universität zu Köln, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nehmen die Literatur und die sich zunehmend ausdifferenzierenden Erziehungs- und Bildungsdiskurse aufeinander Bezug, und das von Anfang an im Sinne einer wechselseitigen Formierung. Diesen spezifischen Zusammenhang gilt es in seiner Entstehung und seinen historischen Modifikationen zu untersuchen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass er in den zeitgenössisch virulenten Bildungsdebatten oft nicht hinreichend mitreflektiert wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band untersucht nicht nur, wie sich die Verhältnisse von Literatur, Erziehung, Menschen- und Nationenbildung im 18. Jahrhundert verdichten und sich bis hin zu den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts historisch wandeln, sondern zeigt dabei zugleich auch auf, wie diese Beziehungen gerade in Diskursen des Körpers zusammenlaufen. Adressiert werden also Themenkomplexe, in denen sich literatur-, bildungs- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen treffen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zusammenhänge von Literatur, Erziehungs- und Bildungsmodellen sind seit einigen Jahren verstärkt in der Forschung diskutiert worden und haben sich als überaus bedeutsam in aktuellen, oft und besonders fruchtbar interdisziplinär geführten Debatten erwiesen, die nach wie vor anhalten. Zu nennen sind hier unter anderem die einschlägigen Bände von Geulen/Pethes (2007), Menke/Glaser (2014), Genç/Hamann (2016) oder die Arbeiten von Nicolas Pethes (2007) und Martin Jörg Schäfer (2016).

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als besonders anregend und produktiv wären angesichts des thematischen Zuschnitts des Bandes zweifellos ausführlichere Diskussionen gemeinsam mit Kollegen aus anderen Disziplinen, seien es andere Nationalphilologien, die Geschichts-, Bildungs-, aber auch die Sportwissenschaft. In einem solchen Austausch, der unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenbringen würde, ließen sich die dem Band zugrundeliegende These und die darin angestellten Befunde überaus gewinnbringend weiter vertiefen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Sammelband untersucht einen spezifischen, einander wechselseitig konturierenden Bezug von Literatur und Bildungsdiskursen.

Buchtitel
Verkörperungen des Kollektiven Wechselwirkungen von Literatur und Bildungsdiskursen seit dem 18. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4399-2
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB JNA
BISAC-Code
LIT004170 LIT004110 EDU036000
THEMA-Code
DSB JNA
Erscheinungsdatum
2019-01-21
Auflage
1
Themen
Bildung, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Pädagogik, Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft, Geschichte, Anthropologie, Philosophie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Literatur, Bildungsdiskurse, Körperdiskurse, Erziehungsmodell, Authentizität, Künstlichkeit, 18. Jahrhundert, Bildung, Kulturgeschichte, Germanistik, Slavistik, Bildungsforschung, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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