Diversität historisch

Repräsentationen und Praktiken gesellschaftlicher Differenzierung im Wandel

In dem Begriff »Diversität« spiegeln sich einige der zentralen gesellschaftspolitischen Konflikte unserer Zeit wider. Verhandelt werden in diesem Kontext etwa Fragen von Integration, Chancengleichheit und Multikulturalismus. Historische Perspektiven spielen in solchen Debatten bislang jedoch kaum eine Rolle. Es entsteht so der Eindruck, Konflikte um Diversität seien ein exklusives Merkmal einer zunehmend vielfältigen Moderne.

Die Beiträge dieses interdisziplinären Bandes widmen sich daher dezidiert den historischen Repräsentationen und Praktiken sozialer Differenzierung und bieten vielfältige Anregungen, die Debatten über Konzepte wie Intersektionalität, Differenz und Diversität um historische Herangehensweisen zu ergänzen.

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2018-10-22, 236 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4401-2

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Moritz Florin

Moritz Florin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

Victoria Gutsche

Victoria Gutsche, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

Natalie Krentz

Natalie Krentz, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In gegenwärtigen Debatten über die Vielfalt der Religionen, Ethnien oder Geschlechter wird nicht selten ein Ausnahmezustand heraufbeschworen. Weitgehende Einigkeit besteht dabei in der Diagnose: Aufgrund von Migrationen, der Vervielfältigung von Lebensentwürfen und Identitäten nimmt gesellschaftliche Vielfalt immer weiter zu. Während die einen Vielfalt als Chance begreifen, sehen die anderen darin eine Bedrohung. Eine historische Betrachtung kann dabei helfen, die teils sehr aufgeregt geführten Debatten einzuordnen. Vielfältige Lebensentwürfe, Migrationen, Flucht und Vertreibung gehören ebenso zur Vergangenheit wie zur Gegenwart. Der Ausnahmezustand erweist sich dabei als Normalfall, der Wandel als die eigentliche historische Konstante.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band zeigt auf, dass ein hohes Maß an menschlicher Diversität für sich genommen keineswegs neu ist. Dem historischen Wandel unterliegen jedoch die Kategorien, nach denen Menschen eingeteilt werden. Kategorien der Differenzierung wurden in allen historischen Situationen gebildet, ihre soziale Relevanz jedoch ständig neu ausgehandelt und bewertet. Damit liefert der Band einerseits neue Perspektiven auf die in den einzelnen Beiträgen verhandelten historischen Gegenstände und leistet andererseits einen Beitrag zur Erprobung aktueller methodischer und theoretischer Ansätze in den Geschichts- und Literaturwissenschaften.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Band bietet eine historische Perspektive auf ein Thema, das bislang hauptsächlich gegenwartsbezogen in soziologischen und erziehungswissenschaftlichen Konzepten diskutiert wurde. Die Beiträgerinnen und Beiträger diskutieren und erproben anhand von Fallstudien aus der Sicht verschiedener Disziplinen, inwiefern aktuelle Konzepte von Diversität, Gender und Intersektionalität in historischen Studien anwendbar sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden, Lehrenden, Forschenden der Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaften, der Soziologie und der Gender-Forschung sowie auch mit gesellschaftlichen Akteuren, die mit Diversitätskonzepten arbeiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Weder Diversität als solche noch die Debatten darüber sind neu: Was sich ändert sind lediglich die Kategorien, in die wir Menschen einteilen.

Buchtitel
Diversität historisch Repräsentationen und Praktiken gesellschaftlicher Differenzierung im Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
236
Ausstattung
kart., farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4401-2
DOI
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB HBLH
BISAC-Code
HIS054000 HIS037040
THEMA-Code
NHTB NHDL
Erscheinungsdatum
2018-10-22
Auflage
1
Themen
Islam, Europa, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Gender und Diversity Studies, Cultural Studies
Schlagworte
Diversität, Differenz, Intersektionalität, Literatur, Geschichte, Soziale Differenzierung, Kulturgeschichte, Europa, Islam, Geschichte der Frühen Neuzeit, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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