Konjunktion

Eine medienphilosophische Untersuchung

Das Reich der Relationen macht an keiner Grenze halt. Auf diese Weise begreift es auch das Denken in sich ein. In Konjunktionen, jenen vielgebrauchten wie unscheinbaren Zwischenworten, kommt diese Relationalität auf besondere Weise zum Ausdruck. Aus ihrer Perspektive untersucht Thomas Schlereth fünf Primärtexte, die allesamt der Konjunktion »und« gewidmet sind. Dabei vertieft sich die Frage nach der philosophischen Relevanz des Mediums Konjunktion. Der Gedanke einer grundlegenden Relationalität findet seine größte Weite und Komplexität schließlich in und mit der Konjunktion »nicht nur, sondern auch«.

ca. 39,99 € *

2018-07-27, ca. 278 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4418-4
Dateigröße: ca. 2.45 MB

Dieser Artikel erscheint am 27. Juli 2018

Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Thomas Schlereth

Thomas Schlereth, Gratianusstiftung Reutlingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Konjunktionen fungieren als Öffnungen. Während Substantive ihr Thema einhegen und Verben ein Geschehen in den Lauf der Zeit betten, führen Konjunktionen nach nebenan, nach draußen, nach jenseits. Sie öffnen den Sinn für etwas Weiteres, Anderes. Dass die kleinen Zwischenworte dabei über vorbestimmte Vermittlungsdienste hinausreichen, ist noch kaum einmal genauer beobachtet und untersucht worden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Untersuchung nähert sich der Konjunktion als Medium. Dadurch landet die Konjunktion nicht sogleich in einem Korpus logischer Gesetze oder grammatischer Regeln, um als bloßes Mittel zum Zweck zu dienen. Stattdessen tritt sie als Voraussetzung auf sowie als öffnende Stelle: Sie stiftet in begrifflichen Gefügen Zusammenhang, Abstand und Ausrichtung, gibt Wechselwirkungen Raum und macht zugleich deutlich, dass es hinter jeder Aussage ein Weiter gibt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

So häufig Konjunktionen zum Einsatz kommen, so selten stehen sie im Fokus der Aufmerksamkeit. Im Kontext einer Medienphilosophie, die unter Medialität weder ein primär technisches Dispositiv noch einen instrumentalisierten Begriff versteht, wird es möglich, daran etwas zu ändern (tertium datur). Die Rolle von Relationen kann auf diesem Weg von Neuem zu einer Frage werden und gebührende Weite zurückgewinnen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Insofern Wünsche an den Grenzen von Raum, Zeit und Mut nicht haltmachen müssen, fiele die Wahl auf Gilles Deleuze und Karen Gloy, Klaus Heinrich und Ulrich Blau.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit dem genaueren Blick auf Konjunktionen zeigt sich, dass der Reichtum und die Wandlungsfreude von Relationen stets weiter reichen als gedacht.

Autor_in(nen)
Thomas Schlereth
Buchtitel
Konjunktion Eine medienphilosophische Untersuchung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 278
ISBN
978-3-8394-4418-4
DOI
10.14361/9783839444184
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFD HP CFA
BISAC-Code
SOC052000 PHI038000
THEMA-Code
JBCT QD CFA
Erscheinungsdatum
2018-07-27
Themen
Medien, Sprache
Adressaten
Medienphilosophie, Medienwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Konjunktion, Relation, Denken, Medienphilosophie, Deleuze, Medien, Sprache, Medientheorie, Sprachphilosophie, Philosophie, Medienwissenschaft

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