Heavy Metal in der DDR

Szene, Akteure, Praktiken

DDR und Heavy Metal? Wolf-Georg Zaddach rückt eine in der Forschung lange Zeit vernachlässigte Jugendkultur in den Fokus und erläutert – erstmalig in diesem Umfang – die alltäglichen Praktiken und Entwicklungen der Heavy Metal-Szene im DDR-Sozialismus der 1980er-Jahre. Die empirische Grundlage hierfür bieten bisher unveröffentlichte Quellen wie Songtexte auf Karteikarten, Fan-Briefe und Akten der »Stasi« (Ministerium für Staatssicherheit). Es kommen aber auch zahlreiche Zeitzeugen wie die Macher der Kultradiosendung »Tendenz Hard bis Heavy« sowie diverse Fans und Musiker zu Wort.

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2018-09-12, 372 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4430-2

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Wolf-Georg Zaddach

Wolf-Georg Zaddach, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Heavy Metal, ursprünglich in West- und Nordeuropa sowie den USA entstanden, war auch in der DDR der 1980er Jahre sehr beliebt, was bisher nur wenig beachtet wurde. Nicht nur die Partei und das Ministerium für Staatssicherheit, auch staatliche Institutionen wie der Jugendradiosender DT 64, Journalisten wie Wissenschaftler setzten sich mit der Musik und der Szene mit ihrer eigenen Infrastruktur, Bands etc. intensiv auseinander.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Rahmen des Buches werden verschiedene Perspektiven gebündelt: Den Sichtweisen der SED und insbesondere des Ministeriums für Staatssicherheit werden Erinnerungen von Zeitzeugen sowie Zeitdokumente von Fans gegenübergestellt. Deutlich wird dabei, dass die Fans der Musik eine heterogene Gruppe darstellten, deren gemeinsamer Nenner die Musik war. Überraschend ist, dass sich ein teilweise unvoreingenommener Diskurs unabhängig von der Szene und dem Staat mit der feindlich-doktrinären Weltsicht nachzeichnen lässt, aber auch der Versuch einer ideologischen Vereinnahmung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Neben aktuellen Forschungsdebatten der Popmusikforschung und zur deutsch-deutschen Popkulturgeschichte kann das Buch insbesondere einen Beitrag zum Verständnis des Zerfalls der DDR in den 1980er Jahren bieten. Gerade eine sich so völlig neu herausbildende und am Politischen tendenziell wenig interessierte, davon eher distanzierende Lebenswelt wie die des Heavy Metal offenbart den Umgang der SED-Diktatur und ihrer Weltsicht mit Andersdenkenden sehr deutlich.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jeder und jedem, die/der Interesse an dem Buch hat!

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Heavy Metal in der DDR« beleuchtet eine bisher wenig beachtete Jugendkultur und ihre Praktiken in der DDR 1980er Jahre.

»Dies ist die erste wissenschaftliche Arbeit über das Thema der Jugendkultur Heavy Metal in der DDR. Mit
vielen Bildern aus der Zeit von Lifeauftritten, Bands oder Plattencover versehen. Die Arbeit gibt dabei einen ersten Einblick in ein unbekanntes Kapitel im jugendlichen Leben im letzten Jahrzehnt der DDR.«
Michael Lausberg, www.amazon.de, 29.10.2018
Besprochen in:
ekz, 45 (2018), Martin Eichhorn
Autor_in(nen)
Wolf-Georg Zaddach
Buchtitel
Heavy Metal in der DDR Szene, Akteure, Praktiken
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
372
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4430-2
DOI
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP HBTB
BISAC-Code
MUS020000 HIS054000
THEMA-Code
AVA AVLP NHTB
Erscheinungsdatum
2018-09-12
Auflage
1
Themen
Popkultur, Musik, Kulturgeschichte
Adressaten
Musikwissenschaft, Geschichte, Soziologie, Kulturwissenschaft, Ethnologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Heavy Metal, DDR, Praktiken, Szene, Jugendkultur, Subkultur, Musik, 1980er-Jahre, Popkultur, Kulturgeschichte, Popmusik, Musikwissenschaft

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