Migration, Religion, Gender und Bildung

Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität

Im Zentrum dieses Bandes stehen nationale und internationale Querschnittsperspektiven von Gender, Flucht und Migration im Zusammenhang mit Bildung und staatlichen Regulierungsmaßnahmen. Da die Diskurse rund um Fluchtmigration zunehmend religionsbezogen geführt werden, wird die Forschungsperspektive auch für Fragen der Religion geöffnet.

Die Beiträge des Bandes gehen den migrationsbezogenen Veränderungen in Deutschland und Europa nach und widmen sich u.a. den damit verbundenen Ängsten sowie innen- und außenpolitischen Perspektiven im Kontext von Gender und der Vergeschlechtlichung von Flucht und Migration.

35,00 € *

2020-05-06, 328 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4451-7

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Meltem Kulaçatan

Meltem Kulaçatan, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

Harry Harun Behr

Harry Harun Behr, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wir sind über Forschungsfragen zu Jugendlichkeit, Islam und Radikalisierung auf weitere Fragen gestoßen. Wie nehmen die Betroffenen Diskurse wahr, in denen über sie, aber nicht mit ihnen gesprochen wird? Wie geht die politische Exekutive mit Menschen um, die hinsichtlich Kultur, Religion, Herkunft oder Lebensstil als ›andersartig‹ markiert werden? Was bedeutet es für die öffentliche Schule, wenn sie als derjenige Ort identifiziert wird, der systematisch diskriminiert – und sie gleichzeitig der Ort sein will, an dem sich junge Menschen gesehen, anerkannt und gebraucht fühlen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Neu ist, dass wir konkrete politische Handlungsempfehlungen formulieren. Das Buch versteht sich als Debattenbeitrag mit durchaus provozierenden Ideen. Dem liegt unsere Auffassung zugrunde, dass die grundgesetzlich garantierte Wissenschaftsfreiheit in besonderem Maße gegenüber der Gesellschaft verpflichtet – dies vor allem mit Blick auf jene, die keine Stimme besitzen und denen droht, in die gesellschaftliche Randständigkeit verwiesen zu werden. Wir verstehen Intersektionalität als wissenschaftliches Analysekriterium und demokratisches Anliegen gleichermaßen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die von uns untersuchten Zielgruppen monieren, dass sich die Wissenschaft fast ausschließlich mit dem Anliegen an sie wendet, ihre vorgefassten Meinungen zu Alter, Geschlecht, Religion, Migration, Bildung und Status durch empirische Daten zu unterfüttern. Die Kritik insbesondere von als kulturell andersartig markierten Jugendlichen an Wissenschaft, Politik und Schule im Kontext von Machtausübung kursiert um den vermuteten Hochverrat am eigentlichen Ethos. Das Buch bietet die Gelegenheit, hier vor allem als Wissenschaft, deutlicher in die konstruktive Selbstkritik zu gehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Entscheidungsverantwortlichen in Politik, Medien, Kunst und Theater sowie mit Religionsvertreter*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch beschreibt Herausforderungen und Lösungsansätze für die Gesellschaft in der Migrationssituation.

Autor_in(nen)
Meltem Kulaçatan / Harry Harun Behr (Hg.)
Buchtitel
Migration, Religion, Gender und Bildung Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
328
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 4 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4451-7
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JFSJ JFSR
BISAC-Code
SOC007000 SOC032000 SOC039000
THEMA-Code
JBFH JBSF JBSR
Erscheinungsdatum
2020-05-06
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Soziale Ungleichheit, Migration, Religion
Adressaten
Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Migrationsforschung, Soziologie, Gender Studies, Bildungswissenschaft
Schlagworte
Migration, Gender, Bildung, Intersektionalität, Geschlecht, Soziale Ungleichheit, Gender Studies, Religionssoziologie, Soziologie

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