Ökologische Gouvernementalität

Zur Geschichte einer Regierungsform

Der politischen Ökologie ist seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert ein »Regierungswissen« eingeschrieben, das Regieren vor allem als Regulieren konzipiert. Im Anschluss an Michel Foucault lässt sich daher von einer ökologischen Gouvernementalität sprechen – ein Gegenprogramm zur neoliberalen Gouvernementalität und der politischen Ökonomie. Diese Regierungsform macht Probleme wie globale Erwärmung, Ressourcenknappheit oder Umweltverschmutzung zu Regulativen politischen Handelns und organisiert dieses Handeln nach ökologischen Prinzipien.

Aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht Benjamin Bühler diese Prinzipien anhand von Romanen und naturwissenschaftlichen Abhandlungen, Theorien zur Landschaftsarchitektur und zum Design, Zukunftsfiktionen und Demokratietheorien.

32,99 € *

2018-10-04, 224 Seiten
ISBN: 978-3-7328-4470-8
Dateigröße: 1.2 MB

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Benjamin Bühler

Benjamin Bühler, Universität Konstanz, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Ökologische Bedrohungen wie Umweltverschmutzung, Auseinandersetzungen um knappe Ressourcen oder globale Erwärmung betreffen heute die gesamte Menschheit, zugleich stellen sie insbesondere demokratische Gesellschaften vor fundamentale Probleme. Eine kulturwissenschaftliche Analyse des Beziehungsgeflechts zwischen ökologischem Wissen und Politik könnte eine Grundlage bilden für eine Debatte über die Möglichkeiten von Demokratie – und sie damit stärken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch entwickelt mit dem Begriff der ›ökologischen Gouvernementalität‹ eine Kulturgeschichte politischer Ökologie. Damit versucht es erstens, Foucaults Konzept zu erweitern und zu differenzieren, zweitens arbeitet es mit diesem Konzept heraus, dass die Ökologie fundamental auf die Frage der Steuerung bezogen ist, und drittens untersucht es die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Regieren von Individuen, Populationen und Gesellschaften.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die politische Ökologie ist ein von den unterschiedlichsten Disziplinen intensiv bearbeitetes Themenfeld. Mit seiner kultur- und literaturwissenschaftlichen Ausrichtung sowie seiner Orientierung an Foucaults Diskursanalyse will das Buch einen spezifischen Beitrag zu diesen aktuellen Forschungen leisten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit meinen Nachbarn. Und mit meinen Kindern (was auch immer wieder geschieht) – schließlich geht es vor allem um ihre Zukunft.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Ökologische Gouvernementalität« beschreibt und hinterfragt ein Dispositiv, das Regieren als Regulieren konzipiert.

Autor_in(nen)
Benjamin Bühler
Buchtitel
Ökologische Gouvernementalität Zur Geschichte einer Regierungsform
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
224
ISBN
978-3-7328-4470-8
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPA JFC JPQB
BISAC-Code
POL010000 SOC022000 POL044000
THEMA-Code
JPA JBCC RND JPQB
Erscheinungsdatum
2018-10-04
Themen
Kultur, Natur, Politik
Adressaten
Literatur- und Kulturwissenschaft, Soziologie, Philosophie
Schlagworte
Politische Ökologie, Gouvernementalität, Michel Foucault, Macht, Politik, Natur, Kultur, Politische Theorie, Kulturtheorie, Umweltpolitik, Ökologie, Kulturwissenschaft

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