Popmusik in Zeiten der Digitalisierung

Veränderte Aneignung – veränderte Wertigkeit

Popmusik ist im Zuge der Digitalisierung massiven Veränderungen unterworfen: Nicht nur Genres und Geschäftsmodelle wandelten sich durch die ubiquitäre Verfügbarkeit – insbesondere Rezeptionsweisen sowie Prozesse der Aneignung und Bewertung haben sich nachhaltig geändert. Anhand verschiedener Theoriestränge – von der Musik- über die Kommunikationswissenschaft bis hin zur Soziologie – zeichnet Robert Seifert die Folgen des digitalen Wandels für die Popmusik nach. Dabei verdeutlicht er am Dreiklang ökonomischer, technologischer und sozialer Verfasstheit die Dynamik des Feldes. Fünf Fallstudien exemplifizieren zudem besonders prägnante Entwicklungslinien der Popmusik-Aneignung und -Bewertung, die im Zuge der Digitalisierung virulent wurden.

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2018-07-13, 368 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4482-1

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Robert Seifert

Robert Seifert, Mediensoziologe, Berlin, Deutschland

... mit Robert Seifert

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil ich den Begriff Popmusik öffnen wollte. Nicht nur für die Wissenschaft, da wird er bereits relativ offen gehandhabt, sondern für Popmusikinteressierte, die sich – so meine Erfahrung – immer schwerer tun, ›ihre‹ Musik zu bezeichnen und ihren Umgang damit einzuordnen. Da gibt es im Netz auf vielen Plattformen große Diskussionen, was denn nun wie heißt und wo einsortiert werden muss und warum sich alles verändert. Diesen Veränderungen und den Gründen dafür wollte ich nachgehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ein wichtiger Punkt, der in der Digitalisierungsdebatte immer gern vergessen wird, ist die Verknüpfung des Digitalen mit dem Dinglichen. Aktuelle Diskussionen um Heimat und die Folgen wachsender Mobilität zeigen aber, dass es entscheidend ist, neben der Effizienzsteigerung, die die digitale Transformation mit sich bringt, auch die Ästhetik und die Affekte, die körperlich/dinglich sind, im Blick zu behalten. Das ist es, was Menschen ausmacht und das wird beim Umgang mit Musik sehr deutlich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema Popmusik ist aus meiner Sicht in der Mediensoziologie und der Kommunikationswissenschaft unterrepräsentiert. Hier wurde bei meinen Recherchen eine große Lücke deutlich, die verschiedene, vor allem historisch gewachsene Gründe hat. Beide Bereiche sollten dieses Thema besser und stärker in ihre Debatten integrieren, insbesondere, wenn es um Medienaneignung geht. Zudem muss weiter dafür gestritten werden, Popmusik in der Musikwissenschaft als gleichwertig zu etablieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Einerseits sicherlich mit den großen Soziologen, die sich dem Thema angenommen haben, als die Digitalisierung noch nicht denkbar war: Benjamin, Adorno, Simmel, auch Kurt Blaukopf, der die ersten Ansätze ja noch miterlebte. Aber natürlich auch mit denjenigen, die mich auf dem Weg wissenschaftlich begleitet und inspiriert haben: meine Professoren Sven Jöckel und Sandra Fleischer in Erfurt, aber auch der Mediensoziologe Claus Tully in München – da blieb oft zu wenig Zeit, mal Details durchzugehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Popmusik ist vielgestaltig: Sie existiert als Signal- und Zeichenkette, funktioniert aber nie ohne Kontext, denn erst Aneignung macht sie lebendig.

Autor_in(nen)
Robert Seifert
Buchtitel
Popmusik in Zeiten der Digitalisierung Veränderte Aneignung – veränderte Wertigkeit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
368
Ausstattung
kart., z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4482-1
DOI
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFD JFC
BISAC-Code
MUS020000 SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
AVA AVLP JBCT JBCC
Erscheinungsdatum
2018-07-13
Auflage
1
Themen
Popkultur, Musik, Medien
Adressaten
Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Mediensoziologie, Kulturwissenschaft, Cultural Studies sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Medien, Musik, Digitalisierung, Kultur, Medienaneignung, Popmusik, Rezeption, Popkultur, Mediensoziologie, Cultural Studies, Musikwissenschaft

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