Stimme und Sprechen am Theater formen

Diskurse und Praktiken einer Sprechstimmbildung ›für alle‹ vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Dorothea Pachale untersucht erstmals die Beziehung zwischen einer Sprechstimmbildung, die sich an eine breite Zielgruppe richtet, und den Praktiken des Theaters. Mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum analysiert sie die auf die Stimme und das Sprechen ausgerichteten Techniken der Körperformung sowie die ökonomische und normative Ausrichtung einer Sprechstimmbildung ›für alle‹. Die kulturwissenschaftlich orientierte theaterwissenschaftliche Untersuchung, die sich an der Schnittstelle von theater- und sprechwissenschaftlichen sowie pädagogischen Fragestellungen bewegt, legt auch die Rolle der institutionellen Einbindung, die sich in den Verschiebungen und Überlagerungen von Disziplinar- und Performancegesellschaft zeigt, offen.

34,99 € *

2018-07-11, 340 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4484-5

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Dorothea Pachale

Dorothea Pachale, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Beziehung zwischen Sprechstimmbildung am Theater und den Stimmtrainingsangeboten für eine breite Zielgruppe im deutschsprachigen Raum ist bislang noch nicht erforscht worden. Meine Untersuchung schließt damit eine Forschungslücke und zeigt, wie Praktiken aus dem Umfeld des Theaters auch auf andere Lebensbereiche Einfluss nehmen und in welchen institutionellen Kontexten das passiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch den Blick auf zwei unterschiedliche Zeitphasen lässt sich erkennen, welche Kontinuitäten und welche Veränderungen es im Bereich der Praktiken und Diskurse der Sprechstimmbildung gab. Mein Buch bewegt sich zudem an der interdisziplinären Grenze von Theaterwissenschaft, Sprechwissenschaft und Pädagogik und lädt dazu ein, über die gemeinsamen Gegenstände aus der jeweils fachbezogenen Perspektive ins Gespräch zu kommen und den interdisziplinären Austausch zu fördern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Unter dem Begriff der Theatralität hat sich die Theaterwissenschaft in den letzten Jahren den Wechselbeziehungen zwischen Theater und anderen Lebensbereichen zugewandt. In meinem Buch wird gezeigt, welchen Austausch, aber auch welche Abgrenzungsbewegungen es zwischen der Sprechstimmbildung für eine breite Zielgruppe und der Sprechausbildung fürs Theater gab. Dabei wird deutlich, dass neben körperlichen Übungspraktiken auch normative Vorgaben für das Sprechen vom Theater ausgehend ihre Verbreitung fanden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleg*innen aus der Sprechwissenschaft und der Pädagogik. Und gerne auch mit Praktiker*innen sowohl aus dem Bereich Sprecherziehung und Stimmtraining sowie mit Schauspieler*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Am Beispiel der Sprechstimmbildung wird deutlich, in welchen Austausch- und Abgrenzbeziehungen Theater zu anderen Lebensbereichen steht.

Autor_in(nen)
Dorothea Pachale
Buchtitel
Stimme und Sprechen am Theater formen Diskurse und Praktiken einer Sprechstimmbildung ›für alle‹ vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
340
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4484-5
DOI
10.14361/9783839444849
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JNA
BISAC-Code
PER011020 EDU016000
THEMA-Code
ATD JNB
Erscheinungsdatum
2018-07-11
Auflage
1
Themen
Körper, Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Sprechwissenschaft, Pädagogik, Soziologie, Rhetorik sowie an Fachgeschichte interessierte Praktiker_innen
Schlagworte
Theater, Stimmbildung, Sprecherziehung, Körperformung, Sprechstimmbildung, Theaterwissenschaft, Theatergeschichte, Bildungsgeschichte, Theaterpädagogik

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