Resilienz im Katastrophenfall

Konzepte zur Stärkung von Pflege- und Hilfsbedürftigen im Bevölkerungsschutz

In gesellschaftlichen Krisensituationen – wie etwa einem länger andauernden Stromausfall – wird selten an Menschen gedacht, die besondere Formen der Hilfe benötigen. Dies trifft zum Beispiel auf jene zu, die zu Hause von ihren Familien oder von Pflegediensten versorgt werden. Am Beispiel dieser Problemstellung erläutern die Beiträge des Bandes exemplarisch, welche Hilfeleistungen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen benötigen und wie dies durch den Katastrophenschutz berücksichtigt werden kann. Eine theoretische Diskussion des Resilienzkonzepts sowie die Auseinandersetzung mit der kontextuellen Wissensgenerierung im Rahmen einer Modellregion bilden die Grundlage für die transdisziplinär angelegte Forschung.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Danksagung und Förderung

    Seiten 5 - 6
  3. Inhalt

    Seiten 7 - 10
  4. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 11 - 12
  5. I. Grussworte

    Zur Bedeutung von KOPHIS für das Deutsche Rote Kreuz e.V.

    Seiten 15 - 18
  6. Ein Laboratorium für die Zukunft

    Seiten 19 - 22
  7. II. Einleitung

    1. Über Bedarfe, Sichtbarkeit und die Voraussetzungen einer resilienten Bevölkerung

    Seiten 25 - 40
  8. 2. Zur Notwendigkeit der Forschung aus Sicht des Deutschen Roten Kreuzes e.V.

    Seiten 41 - 54
  9. III. Theoretischer und Methodischer Rahmen

    3. Resilienz

    Seiten 57 - 76
  10. 4. Chancen dynamischer Konzeptionen von Vulnerabilität für den Katastrophenschutz

    Seiten 77 - 96
  11. 5. Anerkennung als ethische Dimension im Spannungsfeld von Katastrophenschutz und Pflege

    Seiten 97 - 114
  12. 6. Die Modellregion als Methode

    Seiten 115 - 132
  13. 7. KOPHIS in der Modellregion Willich

    Seiten 133 - 154
  14. IV. Transdisziplinäre empirische Forschungsergebnisse

    8. Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf in Krisen, Großschadenslagen und Katastrophen

    Seiten 157 - 180
  15. 9. Unterstützungsnetzwerke Pflege- und Hilfsbedürftiger im Alltag und im Krisenfall

    Seiten 181 - 202
  16. 10. Bedarfe der Bevölkerung und Pflege- und Hilfsbedürftiger in Extremsituationen

    Seiten 203 - 226
  17. 11. Pflege- und Hilfsbedürftige in Schadenslagen

    Seiten 227 - 246
  18. 12. Technische Ansätze zur Unterstützung von pflege-und hilfsbedürftigen Menschen im Katastrophenfall

    Seiten 247 - 270
  19. V. Wege der Umsetzung

    13. Wie aus Forschung Praxis wird

    Seiten 273 - 284
  20. VI. Nachwort

    Zur Bedeutung des Projektes KOPHIS für die praktische bereichsübergreifende Arbeit im Deutschen Roten Kreuz e.V.

    Seiten 287 - 288
  21. Autorenbiographien

    Seiten 289 - 294
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34,99 € *

2019-03-19, 294 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4488-3

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Marco Krüger

Marco Krüger, Universität Tübingen, Deutschland

Matthias Max

Matthias Max, Deutsches Rotes Kreuz Generalsekretariat (Berlin), Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Katastrophen sollten alle Menschen bestmöglich geschützt sein. Dennoch haben vergangene Einsätze gezeigt, dass zuhause lebende gepflegte bzw. hilfsbedürftige Menschen für Rettungskräfte nur schwer zu lokalisieren sind. Auch die Strukturen des Katastrophenschutzes sind auf spezielle und abweichende Bedarfe nicht hinreichend eingestellt. Das Buch versteht sich als einen Schritt hin zu einer verbesserten Berücksichtigung von Pflege- und Hilfsbedürftigen im Katastrophenschutz.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch ist von einem Forschungsansatz geprägt, der von einem praktischen Problem ausgeht, dieses trans- sowie interdisziplinär bearbeitet und wieder in praktische Lösungsmöglichkeiten überführt. Es zeigt dabei nicht nur, wie Praxis und Forschung zusammenarbeiten können, sondern ebenso, dass jenseits der klassischen Themen des Katastrophenschutzes eine engere Verzahnung mit dem Wohlfahrtsbereich nötig ist. Darüber hinaus stellt es Fragen zu den Voraussetzungen einer resilienten Gesellschaft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Schlagwort Resilienz hat in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen aber auch in allerlei politischen Strategiepapieren zweifelsohne Konjunktur. Allerdings scheint die Bedeutung von Resilienz gerade im Sicherheitsbereich alles andere als klar zu sein. Gleichzeitig stellen sich sicherheitsethische Fragen nach Vulnerabilität, Marginalisierung und Schutz. Das Buch verbindet diese Debatten und macht einen Vorschlag, wie Resilienz zu einem inklusiveren Katastrophenschutz beitragen kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch ist das Resultat eines partizipativen Forschungsprozesses. Wir haben in über drei Jahren mit einer Vielzahl an Menschen gesprochen. Einerseits natürlich mit Aktiven aus dem Katastrophenschutz. Andererseits aber mit Pflege- und Hilfsbedürftigen sowie mit deren Angehörigen. Unser Ziel war es mit und nicht lediglich über sie zu forschen. Daher würden wir unser Buch am liebsten direkt mit pflege- und hilfsbedürftigen Menschen diskutieren, um den Dialog fortzusetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Katastrophenschutz muss sich stärker an existierenden Bedarfen und Ressourcen orientieren, die genau so vielfältig sind, wie die Gesellschaft an sich.

Autor_in(nen)
Marco Krüger / Matthias Max (Hg.)
Buchtitel
Resilienz im Katastrophenfall Konzepte zur Stärkung von Pflege- und Hilfsbedürftigen im Bevölkerungsschutz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
294
Ausstattung
kart., Klebebindung, 47 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8376-4488-3
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFH MBS MBDC MQC
BISAC-Code
SOC057000 MED050000 MED058200
THEMA-Code
JBFN MBS MBDC MQC
Erscheinungsdatum
2019-03-19
Auflage
1
Themen
Medizin
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Katastrophenforschung, Pflegewissenschaft, Sozialwissenschaft
Schlagworte
Resilienz, Ethik, Katastrophenschutz, Pflege, Hilfe, Krise, Bevölkerungsschutz, Transdisziplinarität, Diversität, Medizin, Medizinsoziologie, Medizinethik, Soziale Ungleichheit, Soziologie

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