Wahrnehmung – Ereignis – Materialität

Ein phänomenologischer Zugang für die Theaterdidaktik

In der germanistischen Literaturdidaktik etabliert sich mit der Theaterdidaktik jüngst eine neue Perspektive auf das Theater. In ihrem Mittelpunkt steht das Interesse an der Aufführungsdimension, um einen Umgang mit der Theateraufführung im Deutschunterricht zu ermöglichen.

In diesem Kontext modelliert Philipp Kamps erstmals einen phänomenologischen Zugang zur Theateraufführung auf der Grundlage der drei Säulen: Wahrnehmung, Ereignis und Materialität. Damit wird das Fundament für einen Unterricht gelegt, der die Wahrnehmung als Erkenntnisquelle ernst nimmt und seine Gegenstände von der Wahrnehmung her ergründet.

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2018-07-13, 296 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4507-1

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Philipp Kamps

Philipp Kamps, Westfälische Wilhelms-Universität (Münster), Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Auch wenn die Theaterdidaktik die Bedeutung eines phänomenologischen Zugangs in Ergänzung zu einer semiotischen Perspektive erkannt hat, existiert bislang kein Modell, das die Erkenntnisse der Bezugswissenschaften in den didaktischen Kontext überträgt. Dieses Modell wird in dem Buch didaktisch kontextualisiert, theoretisch fundiert und schließlich konzipiert und methodisch perspektiviert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Da die Theaterdidaktik innerhalb der germanistischen Literatur- und Mediendidaktik eine junge Disziplin ist und ihr Gegenstand, die Theateraufführung, noch als vergleichsweise unterrepräsentiert gelten kann, eröffnet das Buch der Didaktik neue Perspektiven auf diesen Gegenstand und den Umgang mit seiner medienspezifischen Ästhetik. Zugleich ist es ein Plädoyer für die Perspektive, auch sinnliche Wahrnehmung und affektives Spüren im didaktischen Kontext stärker in den Blick zu nehmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den Debatten der Literatur- und Mediendidaktik wird um einen angemessenen Umgang mit Literatur und Medien gerungen, was nicht nur kognitive, sondern auch emotionale und sinnliche Aspekte umfasst. Mit der Phänomenologie wird diesen Debatten eine Position hinzugefügt, die Kognition, Emotion und Sinnlichkeit gleichermaßen aufgreift und fruchtbar zu machen sucht. Damit wird die Theaterdidaktik auch anschlussfähig an die Fragen der Literatur- und Mediendidaktik insgesamt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Edmund Husserl selbst, von dessen Ziel einer Wesensschau viele seiner Nachfolger und Nachfolgerinnen abrückten, auch wenn er selbst dieses Ziel bis in die Methodik hinein der Phänomenologie einschrieb. Insbesondere seine Meinung zur Erweiterung des Intentionalitätskonzeptes durch jenes der Responsivität würde mich interessieren. In diesem Zusammenhang wäre ich ebenfalls daran interessiert, was er über die Übertragung der Phänomenologie in den theaterdidaktischen Kontext denkt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein phänomenologisches Modell für die Theaterdidaktik, das die Auseinandersetzung mit der Theateraufführung in ihrer sinnlichen Wahrnehmung fundiert.

Autor_in(nen)
Philipp Kamps
Buchtitel
Wahrnehmung – Ereignis – Materialität Ein phänomenologischer Zugang für die Theaterdidaktik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
296
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4507-1
DOI
10.14361/9783839445075
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN
BISAC-Code
PER011020
THEMA-Code
ATD
Erscheinungsdatum
2018-07-13
Auflage
1
Themen
Theater, Bildung, Literatur
Adressaten
Theaterdidaktik, Theaterpädagogik, Theaterwissenschaft, Literatur- und Mediendidaktik, Literatur- und Medienwissenschaft
Schlagworte
Theater, Didaktik, Phänomenologie, Aufführung, Unterricht, Literatur, Bildung, Theaterpädagogik, Theaterwissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft

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