Der Kreativitätskomplex

Ein Vademecum der Gegenwartsgesellschaft

Wohin man auch blickt, finden sich kreative Praktiken, Räume, Organisationen und Subjekte: der Kreativitätskomplex. Im Arbeitsalltag, im Stadtraum, in Medien und Werbung, auf den sozialen Plattformen, in Schulen und Universitäten – der Imperativ für alle lautet, neu und besonders, auffallend und einzigartig zu sein.

Doch wie ist es dazu gekommen? Mit welchen Begriffen lässt sich der vielgestaltige und in sich widersprüchliche Komplex fassen? Und wo sind seine Grenzen? In 40 kurzen Texten erschließt, untersucht und erklärt dieses Vademecum den Kreativitätskomplex.

Mit einem Nachwort von Andreas Reckwitz.

24,99 € *

2018-10-09, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4510-1

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Timon Beyes

Timon Beyes, Leuphana Universität Lüneburg/Copenhagen Business School, Deutschland/Dänemark

Jörg Metelmann

Jörg Metelmann, Universität St. Gallen, St. Gallen, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Kaum ein Begriff hat eine solche appellative Kraft wie ›Kreativität‹. Das Interessante für Kultur- und Sozialwissenschaftler/innen ist dabei, dass er sehr viele soziale Bereiche durchdringt: Stadtentwicklung, Ökonomie, Kunstbetrieb, Medien, sogar Universität und selbst die Grundschulen. Bei den Begrüßungsworten einer Einschulung, die einer von uns beiden gerade erlebt hat, ging es im zweiten Satz darum, dass die Kinder ›kreativ‹ sein müssen. Aus einer spielerischen Grundeigenschaft des Kindes wird ein sozialer Imperativ.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch leistet dreierlei. Es soll einen der wichtigsten Theorieentwürfe der letzten Jahre kritisch fortschreiben, Andreas Reckwitz' ›Kreativitätsdispositiv‹. Das heißt zum zweiten, den Rahmen dieser Debatte zu erweitern und schärfer auf die Gegenwart zu beziehen. Mit dem ›Kreativitätskomplex‹ und seinen Lemmata wie Coaching, Farbe und Improvisation möchten wir den Diskurs über Kreativität also nochmals beleben sowie gegenwartsnäher in seinen Facetten und Bezügen auffächern. Zum dritten soll damit ein interdisziplinärer angelegter Austausch über die Begriffe des Kreativitätskomplexes ermöglicht werden – daher die Form des Vademecums.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Über Reckwitz' »Die Erfindung der Kreativität« hinaus ist die Frage des Aufstiegs der Kreativität zur gesellschaftlichen Norm von hoher Relevanz in aktuellen sozial- und kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Insofern vollzieht der »Kreativitätskomplex« auch ein mapping bzw. eine Zusammenführung dieser Diskussionen, um genau damit neue Impulse für diese Debatten zu setzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Lehrerinnen und Lehrern (lachen).

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Der Kreativitätskomplex« untersucht und erschließt in 40 Einträgen den gesellschaftlichen Wandel, den der Wunsch nach Besonderheit und der Imperativ des Neuen mit sich bringen.

Autor_in(nen)
Timon Beyes / Jörg Metelmann (Hg.)
Buchtitel
Der Kreativitätskomplex Ein Vademecum der Gegenwartsgesellschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4510-1
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2018-10-09
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Kultur, Zeitdiagnose, Sozialität
Adressaten
Soziologie, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaft, Organisationstheorie, Betriebswirtschaftslehre sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Kreativität, Medien, Kultur, Kapitalismus, Handbuch, Gesellschaft, Sozialität, Kultursoziologie, Kulturtheorie, Cultural Studies, Kulturwissenschaft, Soziologie

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