Georgien, neu buchstabiert

Politik und Kultur eines Landes auf dem Weg nach Europa

Georgien – ein Land, das neugierig macht. Christlich geprägt, doch bis zur Unabhängigkeit 1991 Teil der Sowjetunion, liegt es auf der Grenze zwischen Ost und West. Jenseits seiner sowjetischen Vergangenheit sucht es seinen ganz eigenen Weg nach Europa – und schaut nach dem Jubiläumsjahr der Oktoberrevolution auf sein kurzes, aber unvergessenes demokratisches Erbe von 1918.

Dieser Band mit kritischen Beiträgen vor allem junger georgischer Autorinnen und Autoren zeichnet das Porträt eines faszinierenden Landes voller Geschichte, Kultur und Vitalität.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 8
  4. Einleitung

    Seiten 9 - 20
  5. Georgiens langer und schwieriger Weg »nach Europa«

    Seiten 23 - 30
  6. »Die ältesten Europäer« Oder: Auf der Suche nach dem verlorenen Imperium

    Seiten 31 - 50
  7. »Der Westen« und der »georgische Unterschied« Über Geschlecht und Frauenemanzipation in Georgien

    Seiten 51 - 62
  8. Die Demokratische Republik Georgien (1918-1921) - Ein Modell des europäischen Sozialstaates?

    Seiten 63 - 74
  9. Siebzig gestohlene Jahre. Die Par teienlandschaf t in Georgien vor der sowjetischen Okkupation und in der postkommunistischen Periode

    Seiten 75 - 86
  10. Trümmer der Einheit: Die postkosmopolitische Stadt Batumi

    Seiten 87 - 100
  11. Im Fokus der Weltmächte: Das Pankissi-Tal jenseits hegemonischer Perspektiven

    Seiten 101 - 114
  12. Politische Ökonomie der Verfassungsreform: Vier vorläufige Thesen

    Seiten 117 - 126
  13. »Marschrutka« Wandlungen eines öf fentlich-privaten Verkehrsmittels

    Seiten 127 - 140
  14. Mega-Events und urbane Enklaven: Wie die Stadtentwicklung privatisiert wird

    Seiten 141 - 152
  15. Es geht um Arbeit! Georgische Widersprüche bei der Annäherung an die EU

    Seiten 153 - 162
  16. Rosen, Kondome und Schlagstöcke: Von der sonderbaren Ehe zwischen Staatsmacht und sexueller Emanzipation im neuen Georgien

    Seiten 163 - 172
  17. Wie sichtbar ist sichtbar? Betrachtungen einer lesbischen Frau aus Georgien

    Seiten 173 - 182
  18. Die »Fortschrittlichen« und die »Rückständigen« Der Streit um Religion und Säkularität in der georgischen Öffentlichkeit

    Seiten 183 - 196
  19. Zeittafel

    Seiten 197 - 198
  20. Die Autorinnen und Autoren

    Seiten 199 - 204
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23,99 € *

2018-09-21, 204 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4533-0

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Luka Nakhutsrishvili

Luka Nakhutsrishvili, Tbilisi State University, Georgien

Heinrich-Böll-Stiftung

Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Sammelband soll das durch die Einladung als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018 erwachte Interesse an Georgien stärken und analytische Beiträge einer neuen Generation von georgischen Akademiker_innen und gesellschaftspolitisch engagierten Publizist_innen versammeln. Daneben wird auch der kulturelle – u.a. geschlechterpolitische – Wandel Georgiens in den letzten 15 Jahren nach der Rosenrevolution von 2003 dokumentiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet das Buch?

Die Publikation soll in ihrer thematischen und methodischen Vielfalt eine gravierende Lücke füllen, die darin besteht, dass Georgien bei der Frankfurter Buchmesse in überwiegendem Maße durch Übersetzungen zeitgenössischer literarischer Werke georgischer Schriftsteller_innen repräsentiert sein wird, während die wenigen wissenschaftlichen oder essayistischen Publikationen zu Georgien lediglich spezifische Themen oder Epochen behandeln.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Sammelband versteht sich als ein kritischer Überblick über die soziale, politische, ökonomische und kulturelle Landschaft Georgiens in der Gegenwart. Es gilt, sowohl den aktuellen Stand als auch die Zukunftsperspektiven der georgischen Gesellschaft vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Konflikte aufzuzeigen, die selber stets auch Kämpfe um das Gesellschaftsbild sind. Anhand des breiten Spektrums des Sammelbandes wird ein Querschnitt durch repräsentative Schauplätze des konfliktreichen gesellschaftlichen Lebens in Georgien geboten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Zielgruppe des Sammelbandes ist ein breites, politisch und kulturell interessiertes Fachpublikum im deutschsprachigen Raum sowie eine breite Öffentlichkeit im Zusammenhang der Rolle Georgiens als Gastland bei der Frankfurter Buchmesse.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unabhängig, unverklärt, feministisch, frisch und garantiert folklorefrei: aktuelle Essays zu Geschichte, Politik und Zukunft Georgiens.

»Junge Autoren legen die Finger in die Wunde. Ganz knallhart. Das liest man selten.«
Martin Gerner, Deutschlandfunk Kultur – Lesart, 08.10.2018
Buchtitel
Georgien, neu buchstabiert Politik und Kultur eines Landes auf dem Weg nach Europa
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
204
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4533-0
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC RGC JHMC
BISAC-Code
SOC022000 SOC015000 SOC002010
THEMA-Code
JBCC RGC JHMC
Erscheinungsdatum
2018-09-21
Auflage
1
Themen
Kultur, Raum
Adressaten
Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Osteuropastudien, Slawistik, Gender Studies, Philosophie, Stadtforschung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Georgien, Westen, Sowjetunion, Oktoberrevolution, Rosenrevolution, Christentum, Säkularismus, Kultur, Raum, Cultural Studies, Kulturgeographie, Kulturanthropologie, Ethnologie, Kulturwissenschaft

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