Die Entfremdung des Subjekts

Zur kritischen Theorie des Subjekts nach Pierre Bourdieu und Alfred Lorenzer

Entfremdung als Topos durchwandert die gesamte Geschichte der Philosophie. In den späten sechziger Jahren rückte besonders die Entfremdungstheorie von Karl Marx in den Fokus, bevor sie ab den achtziger Jahren vorübergehend verschwand. Doch Anfang der 2000er-Jahre kehrte der Begriff wieder zurück.

Jonas Wollenhaupt macht mit einer theoretischen Verbindung von Alfred Lorenzer und Pierre Bourdieu Entfremdung nun in der Tiefe des Subjekts greifbar und ermöglicht zugleich seine soziologische Rekonstruktion. Mit diesem kreativen Ansatz wird auch ein neuer sozialpsychologischer Zugang zu Begriffen wie Aneignung und Identität möglich.

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2018-10-28, 346 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4552-1

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Jonas Wollenhaupt

Jonas Wollenhaupt, Frankfurt a.M., Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Entfremdung war in der Forschungslandschaft lange Zeit kein Thema mehr – das wollte ich ändern. Es gab zwar schon einige neuere Publikationen, aber keine die der Entfremdung bis in die Tiefe der Subjekte nachspürt. Ich sehe mich selber in der Tradition der Kritischen Theorie, vor allem auch der Kritischen Theorie des Subjekts, welche die psychoanalytisch-sozialpsychologische Seite betrachtet. Dort gab es bisher bei dem Thema Entfremdung noch eine Leerstelle.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum ersten Mal verknüpfe ich die beiden Theorie-Schwergewichte Pierre Bourdieu und Alfred Lorenzer, um eine materialistische Theorie der Entfremdung zu entwerfen. Gerade diese Verbindung ermöglicht eine Perspektive auf soziale Felder und ihrer Wirkung auf die Psyche der Subjekte. Dadurch wird nicht nur eine neue Perspektive auf Entfremdung möglich, sondern auch auf Identität, Aneignung, soziales Kapital, Bildung, Subjektivität uvm.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Entfremdung war lange mit essentialistischen Theorien verbunden, hier habe ich den Bruch versucht, ohne gänzlich strukturalistisch zu werden. Die Feld-Habitus-Theorie von Bourdieu wird daher genauso erweitert, wie die Theorie der Interaktionsformen von Alfred Lorenzer. Darüber hinaus wird am Ende der Arbeit an konkrete Forschungsdiskussionen angeschlossen wie Heimat, Architektur, Schule, Bildung u.a.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Neben den Wissenschaftler_innen, die zu dem Thema arbeiten, gerne auch mit Vertreter_innen aus Politik und Wirtschaft, da Entfremdung bzw. als Kontrastfolie das gute Leben, viel zu wenig in politische Debatten miteinfließt. Wohlstand wird immer noch vor allem als äußerer Wohlstand gemessen (als BIP z.B.), aber es kommt auch auf den inneren Wohlstand an, den wir gesellschaftlich in den Blick nehmen müssen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ermöglicht einen neuen Zugang zum alten Thema der Entfremdung, aus soziologischer und sozialpsychologischer Perspektive.

Autor_in(nen)
Jonas Wollenhaupt
Buchtitel
Die Entfremdung des Subjekts Zur kritischen Theorie des Subjekts nach Pierre Bourdieu und Alfred Lorenzer
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
346
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4552-1
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA HPCF JMAF
BISAC-Code
SOC026000 PHI040000 PSY026000
THEMA-Code
JHBA QDHR JMAF
Erscheinungsdatum
2018-10-28
Auflage
1
Themen
Psychoanalyse, Sozialität
Adressaten
Soziologie, Sozialpsychologie, Sozialphilosophie, Philosophie
Schlagworte
Entfremdung, Kritische Theorie, Subjekt, Aneignung, Identität, Pierre Bourdieu, Alfred Lorenzer, Karl Marx, Philosophiegeschichte, 2000er-Jahre, Sozialität, Psychoanalyse, Soziologische Theorie, Soziologie

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