Erloschene Liebe? Das Auto in der Verkehrswende

Soziologische Deutungen

Das private Auto war für lange Zeit das Sehnsuchtsobjekt und Symbol eines glücklichen Lebens. Es war eine kollektive Liebe der Mittelschicht und derjenigen, die dort hinstrebten. Doch diese affektive Bindung verliert vor allem in der Stadt zunehmend an Kraft. Wenigstens dort ist bereits klar geworden: Die Grenzen des fossilen Automobilismus sind erreicht. Es gibt einfach zu viele Autos.

Die Verkehrswende ist nun auf der Agenda. Zukunftsfähig sind nur solche Verkehrsangebote, die auch unter Ressourcenknappheit individualisierbar bleiben. Autos nutzen statt besitzen wird – in Verbindung mit digitalen Plattformen – attraktiv, das Radfahren gewinnt gerade in den Städten an Popularität. Mobilitätsdienstleistungen kommen aus der Nische und können dank Echtzeitinformationen flexibel und zugleich routinemäßig genutzt werden. Der herrschende Rechtsrahmen jedoch privilegiert nach wie vor private Autos. Dagegen deuten die Präferenzen der vorwiegend städtischen Bevölkerung und auch die digitalen Optionen in eine andere Richtung: Die fortschreitende Individualisierung findet andere Wege als den privaten Besitz von Autos.

17,99 € *

2018-09-13, 174 Seiten
ISBN: 978-3-7328-4568-2
Dateigröße: 1.93 MB

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Weert Canzler

Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Deutschland

Andreas Knie

Andreas Knie, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung/Technische Universität Berlin, Deutschland

Lisa Ruhrort

Lisa Ruhrort, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Deutschland

Christian Scherf

Christian Scherf, M-Five GmbH Mobility - Futures - Innovation - Economics GmbH (Karlsruhe), Deutschland

»Aufschlussreich beschreiben die Autoren, wie die autozentrierte Gesellschaft entstanden und gewachsen ist, welche Rahmenbedingungen dafür bis heute wirken und daher geändert werden müssten. Ihre Vision vom multimodalen Verkehr wirkt kühn doch realistisch.«
Nikolai Luber, Milieu, 15.06.2019
»Ein spannender Entwurf, der zeigt, dass die Sozialwissenschaft Konzepte des Wandels vorlegen kann, die gesellschaftliche Veränderungen ermöglichen können.«
Herbert Klemisch, Contraste, 414/3 (2019)
»Der Band [...] Anstöße, um die eigene Denkblockade rund um eine Verkehrswende zu lockern.
Angesichts der Sackgasse, in die uns die politische Fixierung auf den motorisierten Individualverkehr gelenkt hat, sollte jede Vision, die einen möglichen Weg heraus weist, als Diskussionsgrundlage willkommen sein.«
Cornelia Grobner, umstandslos.com, 15.02.2019
Besprochen in:
UmweltBriefe, 11 (2018)
www.lehrerbibliothek.de, 25.11.2018, Dieter Bach
Verkehrsblatt, 24 (2018)
Buchtitel
Erloschene Liebe? Das Auto in der Verkehrswende Soziologische Deutungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
174
ISBN
978-3-7328-4568-2
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR JPQB
BISAC-Code
TEC052000 POL028000 SOC041000
THEMA-Code
PDR JPQB
Erscheinungsdatum
2018-09-13
Themen
Gesellschaft, Zeitdiagnose, Politik, Technik
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaften, Kulturwissenschaft, Verkehrswesen, aber auch innovative Unternehmen, Praktiker_innen in der Verkehrspolitik sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Automobil, Verkehrswende, Neue Mobilität, Moderne Gesellschaft, Stadt, Klimaschutz, Technik, Gesellschaft, Politik, Techniksoziologie, Policy, Politikwissenschaft, Soziologie

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