Familienleben transnational

Eine biographieanalytische Untersuchung einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien

Wie organisieren transnationale Familien ihre multi-lokalen Lebenswelten? Welche Bedeutung kommt innerfamiliären Hierarchien zu? Welche sozialwissenschaftlichen Methodologien sind geeignet, um das transnationale Familienleben im gesellschaftlichen Kontext zu erforschen?

Anhand der biographieanalytischen Untersuchung einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien zeigt Eveline Ammann Dula die Verknüpfung der Mikro-, Meso- und Makro-Ebenen von Migrationsprozessen auf und betrachtet biographische Narrationen als Artikulation transnationaler sozialer Räume. Sie zeigt dabei die wechselseitige Beeinflussung und intergenerationale Übertragung von Migrationserfahrungen auf.

Die empirische Studie schließt an die Transnationale Migrationsforschung, die Biographieforschung und die Intersektionalitätsforschung an.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 10
  4. 1 Einleitung

    Seiten 11 - 18
  5. 2 Annäherungen und Forschungsstand: Intergenerationale Transmission im transnationalen Migrationskontext

    2.1 Blick auf die Konzeption von Familien im Migrationskontext

    Seiten 19 - 30
  6. 2.2 Blick auf die Konzeption von Generationen

    Seiten 30 - 44
  7. 3 Theoretische Zugänge: Biographieforschung und soziale Ungleichheiten im transnationalen Migrationskontext

    3.1 Biographieforschung im transnationalen Migrationskontext

    Seiten 45 - 51
  8. 3.2 Multiple soziale Ungleichheiten im transnationalen Migrationskontext

    Seiten 51 - 64
  9. 4 Transnationale Perspektive als methodischer und methodologischer Zugang

    4.1 Rekonstruktive Biographieforschung als methodologisches Rahmenkonzept

    Seiten 65 - 69
  10. 4.2 Prinzip der Offenheit bei der Datenerhebung

    Seiten 69 - 72
  11. 4.3 Biographische Reflexivität: Hinweise auf soziokulturelle Grenzziehungsprozesse in der Schweiz

    Seiten 72 - 75
  12. 4.4 Prinzip der Kommunikation bei der Datenerhebung: Biographisch-narrative Interviews

    Seiten 75 - 78
  13. 4.5 Analysemethode: Biographische Fallrekonstruktionen

    Seiten 78 - 88
  14. 5 Verflechtungsgeschichte: Der gesellschaftliche Kontext

    5.1 Migrationsgeschichte im gesellschaftlichen Kontext von Jugoslawien

    Seiten 89 - 119
  15. 5.2 Migrationsprozesse zwischen der Schweiz und Jugoslawien aus der Perspektive der schweizerischen Migrationspolitik

    Seiten 119 - 130
  16. 6 Familiale Aushandlungsprozesse: Die Fallrekonstruktionen der Mitglieder einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien

    6.1 Bedeutung von familialen und geschlechtsspezifischen Erwartungen: Die Fallrekonstruktionen der Eltern

    Seiten 132 - 188
  17. 6.2 Die Nachkommen: Fünf Geschwister zwischen Südserbien, der Schweiz und dem Kosovo

    Seiten 189 - 330
  18. 7 Komparative Analyse: Erzählungen über Zugehörigkeit

    7.1 Transmission familialer Geschlechternormen: Dialektik der Familienorientierung

    Seiten 332 - 346
  19. 7.2 Ethnizität in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Hierarchisierungen

    Seiten 346 - 356
  20. 7.3 Soziale Mobilität als transnationale Positionierungen

    Seiten 356 - 368
  21. 8 Fazit: Bedeutung soziokultureller Grenzziehungsprozesse für die intergenerationale Transmission von Migrationserfahrungen

    8.1 Intergenerationale Transmission der Strategie, durch Migration soziokulturelle Grenzziehungen zu überwinden

    Seiten 369 - 372
  22. 8.2 Einschränkung von familialen Aushandlungsprozessen durch soziokulturelle Grenzziehungen

    Seiten 372 - 375
  23. 8.3 Lokale Positionierung als biographische Ressource für familiale Aushandlungsprozesse

    Seiten 375 - 376
  24. 8.4 Ausblick: Relevanz von soziokulturellen Grenzziehungsprozessen für familiale Aushandlungsprozesse im transnationalen Migrationskontext

    Seiten 376 - 382
  25. Literaturverzeichnis

    Seiten 383 - 400
  26. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 401 - 402
  27. Transkriptionszeichen

    Seiten 403 - 404
  28. Zeichenerläuterung Genogramme

    Seiten 405 - 408
Mehr
39,99 € *

2019-06-24, 408 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4607-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Eveline Ammann Dula

Eveline Ammann Dula, Berner Fachhochschule, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Diese Monografie zeigt auf, wie durch eine transnationale Methodologie die Komplexität von intergenerationalen Transmissionsprozessen untersucht werden kann. Dies ermöglicht eine Distanzierung von einer defizitorientierten Analyse der ›zweiten Generation‹ und sowie eines essentialistischen Verständnisses von Kategorien wie bspw. Ethnizität. Damit wird eine Alternative zu Assimilationsmodellen entwickelt und die Relevanz von intersektionalen Ungleichheiten für familiale Aushandlungen aufgezeigt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Monografie führt die transnational orientierte Migrationsforschung innovativ mit der soziologischen Biographieforschung zusammen. Die differenzierte Darstellung der biografischen Verarbeitung multipler Ungleichheiten, mit denen sich die Mitglieder einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien konfrontiert sehen, zeigt auf, wie Familienmitglieder ihre Positionierung grenzüberschreitend vergleichen und ihr migrationsspezifisches Wissen intergenerational weitergeben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Desiderate der kritischen Migrationsforschung bilden den Ausgangspunkt dieser Publikation. Die Transnationalisierungsforschung wird verknüpft mit dem analytischen Konzept der Intersektionalität für die Analyse von multipler Ungleichheiten im transnationalen Kontext. Dies ermöglicht, die bisherigen Ergebnisse zu biographischen vergeschlechtlichten Prozessen im transnationalen Migrationskontext weiter zu differenzieren und die verwobene Bedeutung von Klasse, Ethnizität und Geschlecht aufzuzeigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden der Sozialwissenschaften, um anhand der intersektionalen Analyse einer Familie aufzuzeigen, wie durch einen transnationalen Forschungszugang ein methodologischer Nationalismus überwunden und die Komplexität und die Dynamik von Familien im transnationalen Migrationskontext analysiert werden kann.

Mit Vertreterinnen der Familiensoziologie, der Biographieforschung sowie der Migrationssoziologie, um die Relevanz von multiplen Ungleichheiten für Familien aufzuzeigen und zu diskutieren, wie durch die verwendete Methodologie die Erforschung von aktuellen Migrationsprozessen weiterentwickelt werden kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Migrationsspezifisches Wissen wird intergenerational weitergegeben und durch kontextspezifische multiple soziale Ungleichheiten beeinflusst.

»Für die Forschung zu Familien im transnationalen Migrationskontext hat Eveline Ammann Dula [...] mit ihrer Forschungsstudie einen bedeutenden Baustein geliefert, der in den entsprechenden wissenschaftlichen Diskursen Resonanz finden sollte.«
Hans Günther Homfeldt, www.socialnet.de, 22.08.2019
Autor_in(nen)
Eveline Ammann Dula
Buchtitel
Familienleben transnational Eine biographieanalytische Untersuchung einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
408
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 10 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4607-8
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHBK JFFN
BISAC-Code
SOC026010 SOC007000
THEMA-Code
JHBK JBFH
Erscheinungsdatum
2019-06-24
Auflage
1
Themen
Familie, Migration
Adressaten
Migrationssoziologie, Biographieforschung, Gender Studies
Schlagworte
Migration, Transnationalität, Familie, Biographie, Intersektionalität, Kosovo, Familiensoziologie, Intergenerationale Transmission, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung