Augenzeugenschaft als Konzept

Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800

Welche Rolle spielt Augenzeugenschaft in Kunst und visueller Kultur von ca. 1800 bis heute?

Die Beiträge des Bandes untersuchen diese Frage an einem breiten Spektrum von Gegenständen: künstlerischen und nicht-künstlerischen Bildern, Aktionen und Installationen sowie Kunstinstitutionen und -literatur. Im Zentrum des Interesses steht, wie Effekte von Augenzeugenschaft hervorgerufen und Konstruktionen von Augenzeugenschaft bei der Produktion und Rezeption von Artefakten wirksam werden.

Die Reihe der Beispiele ermöglicht erstmals einen vergleichenden und interdisziplinär anschlussfähigen Blick auf einen Diskurs und eine Praxis der Authentifizierung, die im 18. bis 21. Jahrhundert immer wieder von Belang gewesen sind.

39,99 € *

2019-04-10, 270 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4608-5

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Claudia Hattendorff

Claudia Hattendorff, Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland

Lisa Beißwanger

Lisa Beißwanger, Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Augenzeugenschaft ist heute ein ebenso allgegenwärtiges wie heikles Konzept: Die Mobilität von Personen, Dingen und Informationen bringt viele echte oder gefühlte Augenzeugen hervor; die Manipulierbarkeit digitaler Bilder rückt Augenzeugenschaft gleichzeitig in die Nähe des Zweifelhaften und Zweideutigen. Das Buch adressiert die Schnittstelle zwischen Bild und Augenzeugenschaft und analysiert Positionen, die Kunst und visuelle Kultur der Moderne zum genannten, hoch aktuellen Problem einnehmen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch versteht Augenzeugenschaft nicht als absolute Größe, sondern als historisch relatives Konzept. Dieses Konzept bringt im Kunstsystem Konstruktionen unterschiedlicher Art hervor, die Augenzeugenschaft aufseiten der Künstler_innen, des Werks und/oder der Betrachter_innen verorten. Ein solch erweitertes Verständnis löst das untersuchte Phänomen aus einer alleinigen Anbindung an konkrete Werkeigenschaften und eröffnet neue Perspektiven auf performative Vorgänge der Beglaubigung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Konstruktionen von Augenzeugenschaft in Kunst und visueller Kultur sind Versuche einer Authentifizierung im Spannungsfeld von Autor_in, Werk und Wirklichkeit. Unser Buch ist damit ein Beitrag zu einer aktuellen Debatte: der Debatte um das Thema Authentizität, die angesichts einer tatsächlichen oder angeblichen Abwesenheit des ›Wahren‹ und ›Echten‹ in gegenwärtiger Politik, Gesellschaft und Kultur auf diversen Feldern der Forschung wie auch in der breiteren Öffentlichkeit geführt wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Augenzeugenschaft wird von vielen Disziplinen reflektiert: etwa den Geschichts- und Rechtswissenschaften, der Philosophie, der Psychologie oder der Medizintheorie - eine Diskussion mit Vertreter/-innen dieser Fächer würde das interdisziplinäre Gespräch vertiefen, das die Beiträge des Buches anstoßen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kunst und visuelle Kultur der Moderne fragen stets nach dem Verhältnis von Bild und Realität-Konstruktionen von Augenzeugenschaft liefern Antworten.

Autor_in(nen)
Claudia Hattendorff / Lisa Beißwanger (Hg.)
Buchtitel
Augenzeugenschaft als Konzept Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
270
Ausstattung
kart., Klebebindung, 50 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4608-5
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC HBTB
BISAC-Code
ART015000 HIS054000
THEMA-Code
AGA NHTB
Erscheinungsdatum
2019-04-10
Auflage
1
Themen
Bild, Kulturgeschichte, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Bildwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Moderne, Authentizität, Kunstgeschichte, Otto Dix, Tino Sehgal, Kunst, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft

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