Diskursfeld Technik und Geschlecht

Berufliche Identitätsentwürfe junger Frauen im Spannungsfeld von Tradition, Transformation und Subversion

Die beständige Zurückhaltung junger Frauen gegenüber technischen Berufen erscheint zunehmend erklärungsbedürftig. Mit Bezugnahme auf die Arbeiten von Judith Butler und Michel Foucault fragt Marike Schmeck aus einer primär poststrukturalistisch ausgerichteten Perspektive nach der Bedeutung gesellschaftlicher Geschlechternormen im Zusammenspiel mit vorherrschenden Technikbildern, die sich bei der Entscheidung adoleszenter Frauen für oder gegen einen technischen Beruf als relevant erweisen (können). Anhand der Analyse von Gruppendiskussionen zeigt sie, wie junge Frauen widersprüchliche Anforderungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen, bearbeiten, wie sie sich mit ihnen identifizieren, aber auch widerständige Praxen entwickeln.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 5 - 8
  3. Erkenntnisinteresse an der Bedeutung normativer Anforderungen an berufliche Identitätsentwürfe junger Frauen im Diskursfeld Technik und Geschlecht

    Seiten 11 - 14
  4. 1. Ausgangslage und Forschungsinteresse

    Seiten 15 - 26
  5. Geschlecht, Beruf und Technik - forschungsrelevante Einsichten und theoretische Referenzpunkte

    Seiten 29 - 32
  6. 2. Strukturbildende (Geschlechter-) Ungleichheiten durch (Berufs-)Arbeit

    Seiten 33 - 48
  7. 3. Konstruktivistische Perspektiven auf geschlechtliche Identitäten und Berufsarbeit

    Seiten 49 - 80
  8. 4. Beruflich-geschlechtliche Subjektivierungsweisen im Diskursfeld Technik und Geschlecht

    Seiten 81 - 120
  9. 5. Präzisierung der Forschungsfrage

    Seiten 121 - 126
  10. Empirische Untersuchung normativer Vorstellungen von Technik und Geschlecht als handlungsleitender Orientierungsrahmen in Berufsfindungsprozessen

    Seiten 129 - 130
  11. 6. Methodologie und Methode

    Seiten 131 - 162
  12. Dimensionen der (Re-)Konfiguration von Technik und Geschlecht im Kontext beruflicher Orientierungsprozesse

    Seiten 165 - 168
  13. 7. Alltagskonstruktionen technischer Berufsbilder

    Seiten 169 - 220
  14. 8. Dimensionen der Subjektkonstitution im Diskursfeld Technik und Geschlecht

    Seiten 221 - 364
  15. Zur Bedeutung wirkmächtiger Geschlechternormen und hegemonialer Technikbilder in Hinblick auf eine technische Berufswahlorientierung junger Frauen

    Seiten 367 - 368
  16. 9. Zusammenfassung der Ergebnisse

    Seiten 369 - 388
  17. 10. Relevanz der Forschungsergebnisse für pädagogische Perspektiven

    Seiten 389 - 404
  18. 11. Resümee und Ausblick

    Seiten 405 - 408
  19. Literaturverzeichnis

    Seiten 409 - 434
  20. Tabellenverzeichnis

    Seiten 435 - 436
  21. Danksagung

    Seiten 437 - 440
Mehr
44,99 € *

2019-02-12, 440 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4612-2

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Marike Schmeck

Marike Schmeck, Fachhochschule Kiel, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Frage, warum sich junge Frauen nur selten für ein technisches Studienfach entscheiden, erscheint in Anbetracht des Abbaus geschlechtsbezogener Zugangsbarrieren, der hohen Bildungserfolge junger Frauen sowie der Vielfalt an Maßnahmen, die weibliche Nachwuchskräfte für technische Berufe zu gewinnen suchen, nach wie vor aktuell und zunehmend erklärungsbedürftig.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Strukturkritische und handlungstheoretische Ansätze haben bereits wichtige Erkenntnisse über die beständige Unterrepräsentanz von Frauen in Technikberufen geliefert. Daran anschließend leistet die qualitative Studie einen empirisch fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung theoretischer Perspektiven, indem sie das Zusammenspiel subjektkonstituierender Geschlechternormen und hegemonialer Technikbilder als handlungsleitenden Orientierungsrahmen im Berufsfindungsprozess junger Frauen herausstellt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie erweitert bisherige Erkenntnisperspektiven auf die Frage nach der Beständigkeit nicht-technischer Berufswahlorientierungen junger Frauen – bzw. nach den Bedingungen einer solchen. Dies gelingt durch die Verbindung konstruktivistischer Ansätze mit poststrukturalistischen Betrachtungsweisen, mit der geschlechterstereotype Berufswahlen nicht allein als Ausdruck von ›doing gender‹ begreifbar werden, sondern vor allem auch als Effekt gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Die Studie lässt (neben dem Wie auch) das Warum wiederkehrender Handlungsmuster in Berufswahlen verstehbar werden und verweist zugleich auf Chancen der Veränderung.

Autor_in(nen)
Marike Schmeck
Buchtitel
Diskursfeld Technik und Geschlecht Berufliche Identitätsentwürfe junger Frauen im Spannungsfeld von Tradition, Transformation und Subversion
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
440
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-4612-2
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JHBL
BISAC-Code
SOC032000 SOC026000
THEMA-Code
JBSF JHBL
Erscheinungsdatum
2019-02-12
Auflage
1
Themen
Bildung, Arbeit, Geschlecht
Adressaten
Geschlechterforschung, Berufspädagogik, Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik, Soziale Arbeit, Soziologie sowie Praktiker_innen im Bereich der Berufsberatung
Schlagworte
Geschlechterforschung, Gender, Technik, Berufsorientierung, Poststrukturalismus, Sozialwissenschaft, Lebensplanung, Judith Butler, Michel Foucault, Geschlecht, Bildung, Arbeit, Gender Studies, Arbeits- und Industriesoziologie, Bildungssoziologie, Soziologie

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