Kritische Kreativität

Perspektiven auf Arbeit, Bildung, Lifestyle und Kunst

Kreativität – einst Kernforderung der (künstlerischen) Gesellschaftskritik – scheint heute nicht mehr als ein omnipräsenter gesellschaftlicher Imperativ zu sein. Ihr emanzipatorisches Potenzial wurde verspielt zugunsten einer strategischen Verwertung durch Politik und Wirtschaft, so der allgemeine Vorwurf. Vor diesem Hintergrund thematisiert der Band das facettenreiche Verhältnis von Kreativität und Kritik. Dazu versammelt er Beiträge aus unterschiedlichen Forschungsdisziplinen, künstlerischer sowie aktivistischer Praxis entlang der zentralen Fragen: Wie lässt sich das Konzept der Kreativität kritisieren und (wie) kann sein ursprünglich kritisches Potenzial reaktualisiert werden?

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2019-10-07, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4619-1

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Kim Kannler

Kim Kannler, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

Valeska Klug

Valeska Klug, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

Kristina Petzold

Kristina Petzold, Universität Hildesheim, Deutschland

Franziska Schaaf

Franziska Schaaf, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Alltagssprachlich gilt Kreativität meistens als etwas Positives: Niemand hat etwas gegen kreative Berufe, kreative Lösungen oder kreative Kinder. In der Forschung wird seit gut 20 Jahren herbe Kritik am Kreativitätsimperativ geübt, mit dem Argument, dass die freie Entfaltung zum neoliberalen Zwang geworden sei. Und natürlich wird auch diese Argumentation hinterfragt. Wie gelingt es also, kreativ zu sein und gleichzeitig kritisch zu bleiben?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band bringt nicht nur Stimmen aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen, sondern auch aus der künstlerisch-aktivistischen Praxis. Die Beiträge richten den Blick auf Wege, Kritik und Kreativität neu und anders zu denken. Es werden verdeckte Stellen in der Begriffsgeschichte offengelegt, neue Erkenntnisse aus der Feldforschung präsentiert und alternative Kreativitätskonzepte diskutiert. Es geht auch darum, zu welchen (Arbeits-)bedingungen eine ›kritische Kreativität‹ betrieben werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Einige empirisch verfahrende Studien haben unlängst gezeigt, dass die Ambivalenzen des Kreativitätskonzepts konkrete Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und vor allem die Entlohnung von ›Kreativarbeiter*innen‹ haben. Die Rückbindung dieser Erkenntnisse an die Theorie und Begriffsgeschichte ist erst vereinzelt erfolgt – die Autor*innen dieses Bandes leisten wichtige Beiträge dazu.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Angela McRobbie und Andreas Reckwitz, die beide unabhängig voneinander das Kreativitätsdispositiv theoretisiert und erforscht haben. Uns würde vor allem interessieren, wie sie die alternativen Kreativitätskonzepte sehen, die im Band diskutiert werden und wie sie selbst als Wissensarbeiter*innen ihre eigenen Möglichkeiten einschätzen, Kritik zu üben und kritisch zu bleiben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Neue Erkenntnisse zur Kreativitätskritik von Forscher*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen aus verschiedenen Feldern.

Buchtitel
Kritische Kreativität Perspektiven auf Arbeit, Bildung, Lifestyle und Kunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
272
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 6 SW-Abbildungen, 9 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-4619-1
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB ABA JHBL JFC
BISAC-Code
SOC026000 ART009000 SOC022000
THEMA-Code
JHB ABA JHBL JBCC
Erscheinungsdatum
2019-10-07
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Kunst, Arbeit
Adressaten
Kulturwissenschaften, Soziologie, Erziehungswissenschaften, Philosophie, Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstwissenschaften, Medienwissenschaften
Schlagworte
Kreativität, Gesellschaftskritik, Subjektivierung, Arbeit, Prekarisierung, Kunst, Gesellschaft, Kunstsoziologie, Arbeits- und Industriesoziologie, Kultursoziologie, Politische Kunst, Soziologie

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