Das Experiment in der zeitgenössischen Kunst

Initiierte Ereignisse als Form der künstlerischen Forschung

Das künstlerische Experiment ist – anders als das ergebnisorientierte wissenschaftliche Pendant – eine vom Künstler offen gestaltete Forschungshandlung, innerhalb derer Partizipation möglich ist. Nicole Vennemann zeigt anhand exemplarischer Fallbeispiele von Roman Signer, Carsten Höller und Ursula Damm, dass dieser ereignisinitiierende Mechanismus des Experiments die Rezipienten zu einer Erkundungsforschung in einen Ereignis- oder Laborraum einlädt. Sie geht der Frage nach, in welcher Form die künstlerische Forschung als eine ästhetische Praxis existiert und ob Verbindungen zu einer wissenschaftlichen Forschungspraxis evident sind.

34,99 € *

2018-11-14, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4624-5

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Nicole Vennemann

Nicole Vennemann, Köln, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Labore, Experimente und Versuche sind lediglich Schlagworte, die in der Diskussion um Artistic Research und künstlerische Forschung aufgegriffen, aber bislang nicht differenziert untersucht worden sind. Die Forschung in der Kunst wird hier als ein experimenteller Prozess begriffen, der bestimmt wird von menschlichen und nichtmenschlichen Anteilen im, aber auch außerhalb des Raumes der Kunst. Diese Untersuchung unternimmt deshalb einen Versuch der Konkretisierung von dem, was Forschung in der Kunst ist und wie sie sich gegenüber beziehungsweise mit der wissenschaftlichen Forschung verhält.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Hier erfolgt eine differenzierte Betrachtung des Verhältnisses aller am Forschungsprozess beteiligten Personen in der Kunst inklusive des Umraums in dem die experimentelle Konstellation stattfindet. Darüber hinaus wird die Initiierung eines Ereignisses als Resultat dieser Konstellation analysiert und der Frage nachgegangen, was die Kunst im Rahmen ihrer Forschung als Ergebnis produzieren kann und was dies für die Entdeckung des Neuen zur Erweiterung eines Verständnisses von der Welt bewirkt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch verfestigt die These, dass die Kunst schon immer forschend gewesen ist. Gleichzeitig wird die Perspektive eröffnet, dass ein gemeinsamer forschender Mechanismus, nämlich der des Experiments als Erkenntniswerkzeug zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung, erkennbar ist. Das von der Literatur geforderte Gegen-Narrativ als Alternative zur dichotomischen Betrachtung des Verhältnisses zwischen Kunst und Wissenschaft wird in dieser Arbeit auf der Basis der Akteur-Netzwerk-Theorie und anhand von drei künstlerischen Fallbeispielen aufgezeigt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sehr gerne natürlich mit Kunstwissenschaftlern, aber auch mit Vertretern aus der Naturwissenschaft, der Soziologie, der Philosophie, der Kulturwissenschaft und interdisziplinären Projekten, die sich mit Wissenschaft und Technik forschend auseinandersetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Prozess der Ereignis-Initiierung als Forschungsgegenstand im Netzwerk des künstlerischen Experiments, dessen Beteiligte neben dem Künstler auch der Partizipient sowie der Rezipient sind.

Autor_in(nen)
Nicole Vennemann
Buchtitel
Das Experiment in der zeitgenössischen Kunst Initiierte Ereignisse als Form der künstlerischen Forschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4624-5
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA PDR ACX
BISAC-Code
ART009000 SCI075000 ART015110
THEMA-Code
ABA PDR AGA
Erscheinungsdatum
2018-11-14
Auflage
1
Themen
Kunst, Wissenschaft
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Soziologie, Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie, Philosophie, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Experiment, Forschung, Perfomancekunst, Ereignis, Wissen, Partizipation, Aktionskunst, Performative Installation, Digitale Kunst, Akteur-Netzwerk-Theorie, Roman Signer, Carsten Höller, Ursula Damm, Kunst, Wissenschaft, Kunsttheorie, Wissenschaftssoziologie, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstwissenschaft

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