Sporthelden

Spitzensport in postheroischen Zeiten

Gegenwartsdiagnosen zufolge sind wir Zeugen des Übergangs zu einer postheroischen Gesellschaft: Hat die Gesellschaft das Interesse an Helden wirklich komplett verloren?

Karl-Heinrich Bette zeigt, dass das zentrale Heldenreservat der Moderne in diesen Beschreibungen vergessen und unterschlagen wird: der Spitzensport mit seiner Dauerproduktion von Siegen und Niederlagen, von spektakulären Rekorden und nervenzehrender Spannung. Wettkämpfe erscheinen in einer alternativen Deutung als künstlich und seriell hergestellte Krisen- und Notsituationen, die Personen und Gruppen in die Lage versetzen, sich in postheroischen Zeiten vor einem Massenpublikum als Helden darzustellen.

26,99 € *

2019-01-07, 212 Seiten
ISBN: 978-3-7328-4633-7
Dateigröße: 0.38 MB

als Sofortdownload verfügbar

Preise inkl. Mehrwertsteuer.

Weiterempfehlen

Karl-Heinrich Bette

Karl-Heinrich Bette, Technische Universität Darmstadt, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es war Zeit, die Lücke zwischen der weltweiten Nachfrage nach Sporthelden und der defizitären wissenschaftlichen Befassung mit diesem Themenbereich durch eine kompakte Analyse zu schließen!

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch stützt die Annahme, dass sich der Spitzensport im letzten Jahrhundert als das Heldenreservat der modernen Weltgesellschaft ausdifferenzieren konnte. Es widerspricht damit der modischen Diagnose, dass die Gegenwartsgesellschaft pauschal und allumfassend als ›postheroisch‹ anzusehen sei.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bislang keine, da dem Spitzensport in der bisherigen Heroismusdebatte keine größere Bedeutung beigemessen wurde. Es ist abzusehen, dass sich dies nun ändern wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die bereit sind, sich von soziologischer Theorie inspirieren zu lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Lektüre eröffnet eine neue Lesart des Spitzensports und seiner Akteure.

»Wer [...] an einer profunden und abgewogenen Analyse des Heroischen im Spitzensport interessiert ist, wird durch die Lektüre des Buches von Karl-Heinrich Bette sicherlich bereichert werden.«
Ralf Meutgens, Deutschlandfunk, 27.07.2019
O-Ton: »Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen im Verhältnis von Heroismus und Postheroismus« – Karl-Heinrich Bette im Interview bei L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung am 11.06.2019.
http://bit.ly/2Zk8SUm
Besprochen in:
http://www.scienzz.de, 25.06.2019, Josef Tutsch
Autor_in(nen)
Karl-Heinrich Bette
Buchtitel
Sporthelden Spitzensport in postheroischen Zeiten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
212
ISBN
978-3-7328-4633-7
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC JHBA JHBS
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000 SPO066000
THEMA-Code
JBCC JHBA JHBS
Erscheinungsdatum
2019-01-07
Themen
Gesellschaft, Körper
Adressaten
Soziologie, Sportwissenschaft, Heldenforschung, Kultursoziologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Sporthelden, Helden, Heroismus, Postheroische Gesellschaft, Spitzensport, Gesellschaft, Körper, Kultursoziologie, Soziologische Theorie, Sportwissenschaft, Sport, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung