Western Promises: Pop-Musik und Markennamen

Markennamen sind das Erkennungszeichen für Pop Art und Popliteratur, finden sich jedoch fast nie in den Werken der Pop-Musik wieder. Die Rolling Stones nehmen 1964 zwar einen Werbeclip für Kellogg's auf, würden Rice Krispies aber nie in ihren Songs erwähnen – und auch in dem Gesamtwerk der Beatles lassen sich gerade mal zwei Erwähnungen von Marken finden. Das ist doch seltsam: Warum machen sich die Zeichen der Konsumkultur ausgerechnet in der Pop-Musik so rar? Ausgehend von dieser Frage entwickelt Moritz Baßler eine Diskursgeschichte des Pop von Elvis bis heute, mit intensiven Songanalysen und speziellen Kapiteln zu Automarken, Pepsi und deutschsprachiger Pop-Musik. Was wird eingelöst von den ›Western Promises‹, den Versprechen unserer Pop- und Markenkultur?

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2019-03-25, 264 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4644-3

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Moritz Baßler

Moritz Baßler, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil noch nie jemand so recht darüber nachgedacht hat, wie die großen Versprechen unserer westlichen Welt, Pop und Konsum, im Kern zusammenhängen. Was macht unser gelobtes Land aus? Anders gefragt: Was haben Elvis und Pepsi-Cola uns eigentlich versprochen – und haben sie es gehalten?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es erzählt anhand von konkreten Song-Analysen die Geschichte der Pop-Musik aus einer ganz neuen Perspektive. Was ist das Prinzip Elvis? War der coolste Song des Punk-Jahres 1977 womöglich von Barry Manilow? Warum wirken Automarken in deutscher Pop-Musik lustig, in den USA aber nicht? Und es stellt eine neue, positivere, semiotisch und ästhetisch fundierte Sicht auf Konsum und Warenform zur Debatte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es trägt neue Argumente in die Diskussion darüber, was Pop war, ist und sein könnte. Und es trägt zum aktuellen Ringen um eine zeitgemäße Ästhetik bei, die vor jenen populären und Konsum-Gegenständen, denen tatsächlich die allermeisten unserer ästhetischen Urteile gelten, nicht halt macht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Diedrich Diederichsen, Hanna Engelmeier, Maurice Ernst, Nadja Geer, Eva Geulen, Tom Holert, Judith Holofernes, Sianne Ngai, Juliane Rebentisch, Simon Reynolds, Jörg Scheller, Pete Townshend, Jochen Venus, Eric Weisbard und allen, die sich davon angeregt fühlen, über das Verhältnis von Pop und Warenform noch einmal neu nachzudenken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ausgehend von dem Befund, dass im Soundtrack unseres Lebens, der Pop-Musik, so auffallend wenig Markennamen vorkommen, erzählt »Western Promises« die asymmetrische Geschichte von Pop und Konsum neu.

O-Ton: »Marken- und Popkultur sind nah zusammen« – Moritz Baßler im Interview bei Deutschlandfunk Corso am 17.04.2019.
http://bit.ly/2DrmnZB
Besprochen in:
Erfurter Hefte, 56 (2019)
Autor_in(nen)
Moritz Baßler
Buchtitel
Western Promises: Pop-Musik und Markennamen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
Ausstattung
kart., Klebebindung, 19 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8376-4644-3
DOI
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFFT JFCA
BISAC-Code
MUS020000 SOC026000 SOC022000
THEMA-Code
AVA AVLP JBFS JBCC1
Erscheinungsdatum
2019-03-25
Auflage
1
Themen
Popkultur, Musik, Medien, Wirtschaft
Adressaten
Pop-Forschung, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaften, Musikwissenschaft, Marketing, Ästhetik
Schlagworte
Pop-Musik, Markennamen, Konsumästhetik, Autos, Pepsi, Markenkultur, Popkultur, Musik, Medien, Popmusik, Konsum, Medienästhetik, Kulturwissenschaft

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