Die un-sichtbare Stadt

Urbane Perspektiven, alternative Räume und Randfiguren in Literatur und Film

Die un-sichtbare Stadt entsteht in Literatur und Film aus all jenen urbanen Räumen und Atmosphären, die auf den ersten Blick verborgen bleiben. Es sind die ›terrains vagues‹ in den Nischen der Stadt, die Lebensräume der Marginalisierten, die in illegalen Zeltcamps, besetzten Häusern, verlassenen Ruinen und in den banlieues leben. In diesen alternativen Räumen werden die Lebensgeschichten der zugleich sichtbaren und übersehenen oder versteckten Bewohner*innen – Sans-papiers, Sans domicile fixe, jugendliche rôdeurs und zoneurs, Ganoven und ihrer Verfolger – erzählt.

Die Beiträge des Bandes bringen mittels kultur- und literaturwissenschaftlicher, stadt- und migrationssoziologischer Analysen diese urbanen Räume und ihre jeweiligen Narrationen zum Vorschein.

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30. Juni 2020, 352 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4658-0

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Katia Harbrecht

Katia Harbrecht, Universität Bremen, Deutschland

Karen Struve

Karen Struve, Universität Bremen, Deutschland

Elena Tüting

Elena Tüting, Universität Bremen, Deutschland

Gisela Febel

Gisela Febel, Universität Bremen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Stadt ist zugleich Katalysator und Spiegelbild gesellschaftlicher Prozesse. Deshalb ist sie in Literatur und Film häufig Schauplatz aktueller Gesellschaftsanalysen. Während in diesem Zusammenhang meist die privilegierten oder bürgerlichen Stadtbewohner*innen betrachtet werden, widmen wir uns in dem Sammelband den unsichtbaren urbanen Akteur*innen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Räume und Atmosphären der unsichtbaren Stadt werden in den Beiträgen mit unterschiedlichen raumtheoretischen Konzepten literaturwissenschaftlich beschrieben und analysiert. Unter den Bedingungen der Unsichtbarkeit und Marginalisierung werden urbane Topoi durch subversive Aneignungsstrategien transformiert oder erhalten aus einer randständigen Perspektive eine neue Bedeutungsdimension.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Untersuchung der Stadt in Zusammenhang mit Flucht, Migration, sozialem Wandel und divergierenden Lebensperspektiven spielt in der Soziologie, der Kulturwissenschaft und der (Human-)Geographie eine zentrale Rolle und wird zunehmend mit Narrativen und persönlichen Erzählungen in Verbindung gebracht. Die Literaturwissenschaften können für die Analyse der Blickwinkel und Selbstentwürfe aus der Marginalisierung an etablierte raumtheoretische Prämissen anschließen, diese dann aber für den Sammelband bspw. um literatur- und migrationssoziologische Perspektiven erweitern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, über die wir in diesem Band sprechen: Menschen, die sich in der Stadt fremd fühlen oder eine Heimat finden, die sich verstecken müssen oder keinen Rückzugsraum haben, die versuchen die Stadt zu lesen oder die sich in ihr verlieren, die ihre Geschichte erzählen, aber denen keiner zuhört. Und mit den Autor*innen und Wissenschaftler*innen, deren Texte die Beiträge inspiriert haben (Richard Sennett, Alain Badiou, Ananya Roy) und all jenen, die es mit Interesse gelesen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein wissenschaftlicher Blick in die Vielfalt urbaner Lebensweisen und ihren literarischen und filmischen Repräsentationen.

»14 sehr reflektierte Texte.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 28.07.2020
Buchtitel
Die un-sichtbare Stadt Urbane Perspektiven, alternative Räume und Randfiguren in Literatur und Film
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
352
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 13 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4658-0
DOI
10.14361/9783839446584
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFD APFA JFSG
BISAC-Code
LIT000000 PER004030 SOC026030
THEMA-Code
DSB JBCT ATF JBSD
Erscheinungsdatum
30. Juni 2020
Auflage
1
Themen
Film, Stadt, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Frankoromanistik, Hispanistik, Anglistik, Germanistik, Stadtsoziologie, Filmwissenschaft
Schlagworte
Migration, Geflüchtete, Sans Papiers, Obdachlosigkeit, Literatur, Film, Urbanität, Raum, Stadt, Unsichtbarkeit, Marginalisierung, Allgemeine Literaturwissenschaft, Urban Studies, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft

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