Digitalität und Privatheit

Kulturelle, politisch-rechtliche und soziale Perspektiven

Datenschutz bleibt ein umkämpftes Thema im Kontext der voranschreitenden Digitalisierung. Die Beiträge des Bandes gehen der Frage nach, welche Formen Privatheit in einer digitalen Gesellschaft annehmen kann und welche Chancen und Risiken dabei entstehen. Dabei ergeben sich medienkulturelle Fragestellungen nach den Normierungsmustern hinter digitalen Anwendungen sowie die Notwendigkeit, digitale Nutzungsszenarien zu analysieren, einzuordnen und zu bewerten.

Der interdisziplinäre Band versammelt kultur-, sozial-, medien-, rechts- und politikwissenschaftliche Perspektiven.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Verzeichnis der verwendeten Gesetze

    Seiten 9 - 10
  4. ›Smarte Diktatur‹ oder ›egalitäre Netzgemeinschaft‹?

    Seiten 11 - 26
  5. Sektion 1: Politisch-rechtliche Diskurse

    Einleitung

    Seiten 29 - 36
  6. Legitimation von Datenverarbeitung via AGB?

    Seiten 37 - 62
  7. Schutz der (digitalen) Privatsphäre als Staatsaufgabe?

    Seiten 63 - 84
  8. Technologisierung der Lebenskunst - Subjektivierung und Digitalitāt

    Seiten 85 - 110
  9. Persōnlichkeitsschutz im digitalen Umfeld in Zeiten der Mehrebenenregulierung

    Seiten 111 - 128
  10. Sektion 2: Zwischen Öffentlichkeit, Privatheit und Privatisierung - soziale Kollektive im Netz

    Einleitung

    Seiten 131 - 138
  11. Reflexionen zu einem social turn in den privacy studies

    Seiten 139 - 166
  12. Unsocial Bots - Eine Gefahr für die Autonomie des Gesellschaftssystems

    Seiten 167 - 196
  13. Die Kommentarspalten des Online-Magazins COMPACT als privatisierte Echokammer

    Seiten 197 - 224
  14. Connecting the Dots

    Seiten 225 - 252
  15. Sektion 3: Mediale Formen und Verhandlungen von Privatheit in Zeiten der Digitalisierung

    Einleitung

    Seiten 255 - 262
  16. Reader Analytics: Vom privaten zum öffentlichen Lesen?

    Seiten 263 - 282
  17. Aushandlung und Inszenierung des Privaten in room tour-Videos

    Seiten 283 - 302
  18. »Ich erfinde nichts, ist alles, was ich sagen kann«

    Seiten 303 - 328
  19. 'GRWM': Modes of Aesthetic Observance, Surveillance, and Subversion on YouTube

    Seiten 329 - 352
  20. »The Glass Room« - Privatheit in digitalen Kunstprojekten

    Seiten 353 - 370
  21. »Transparente Individuen im intransparenten System«

    Seiten 371 - 396
  22. Anhang

    Autor/en/innen und Herausgeber/in

    Seiten 399 - 406
Mehr
39,99 € *

2019-08-08, 406 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4661-0

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Christian Aldenhoff

Christian Aldenhoff, Universität Passau, Deutschland

Lukas Edeler

Lukas Edeler, Universität Passau, Deutschland

Martin Hennig

Martin Hennig, Universität Passau, Deutschland

Jakob Kelsch

Jakob Kelsch, Universität Passau, Deutschland

Lea Raabe

Lea Raabe, Universität Passau, Deutschland

Felix Sobala

Felix Sobala, Universität Passau, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zahlreiche Grenzverschiebungen von Öffentlichkeit und Privatheit in der digitalisierten Lebenswelt, wie beispielsweise der kürzlich bekanntgewordene Skandal um Amazon Echo, zeigen wie omnipräsent dieses Thema aktuell ist. Dieser Band kann gerade durch seine Interdisziplinarität und die vielfältigen Blickwinkel Problemdimensionen dieser Entwicklungen beleuchten und gleichzeitig danach fragen, welche Formen Privatheit in einer digitalen Gesellschaft annehmen kann und welche Funktionen ihr dabei zukommen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Stärke des Bandes liegt in seiner Interdisziplinarität. Er greift Forschungs- und Diskursstränge unterschiedlicher Disziplinen und Fachkulturen auf und bietet verschiedene, zum Teil kontrastive, Perspektiven auf komplexe Fragestellungen. Gleichzeitig verbindet der Band theoretische Ansätze, Reflexionen und Einordnungen aktueller Entwicklungen sowie konkrete empirische Analysen medialer Phänomene. Den Lesenden wird so ein umfassendes Bild von »Digitalität und Privatheit« vermittelt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ist aktuell in aller Munde: In der Medienkulturwissenschaft werden neuere mediale Phänomene – wie in unserem Band beispielsweise room tour-Videos auf YouTube oder digitale Kunstprojekte zum Thema Privatheit - auf ihre kulturellen Implikationen reflektiert, die Sozialwissenschaft diskutiert Auswirkungen sozialer Medien auf unser Zusammenleben und den öffentlichen Diskurs, ebenso wie die Politikwissenschaft, die unter anderem Phänomene wie Fake News und Hate Speech untersucht. Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich insbesondere mit Datenschutzverletzungen und dem besonderen Schutzbedürfnis von Nutzer_innen im Internet. Diese Perspektiven werden in unserem Band gebündelt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Schön wäre ein Austausch mit einem nicht-wissenschaftlichen Publikum. Eine breit geführte öffentliche Debatte über den Wert, die Funktionen und Bedeutungsverschiebungen von Privatheit in digitalen Kontexten wäre zentral, um unsere Zukunft als Gesellschaft aktiv zu gestalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dieses Buch beleuchtet Formen, Transformationen und Funktionen von Privatheit in einer digitalen Gesellschaft.

Buchtitel
Digitalität und Privatheit Kulturelle, politisch-rechtliche und soziale Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
406
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 7 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4661-0
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFC
BISAC-Code
SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT1 JBCC
Erscheinungsdatum
2019-08-08
Auflage
1
Themen
Kultur, Medien, Politik, Internet
Adressaten
Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Pädagogik, Philosophie, Jura, Politik- und Sozialwissenschaften
Schlagworte
Digitalisierung, Privatheit, Kultur, Medien, Recht, Datenschutz, Internet, Digitale Medien, Cultural Studies, Medienästhetik, Mediensoziologie, Medienwissenschaft

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