Die Sozialität der Bildung

Eine Studie zum Verhältnis von Anerkennungs- und Institutionentheorie

Entgegen Semantiken individueller Selbstbildung hinterfragt Miguel Zulaica y Mugica das Verhältnis von Bildung und Sozialität. In kritischer Bezugnahme zur hegelianischen Bildungstheorie und entlang von aktuellen sozialphilosophischen Ansätzen wird Bildung als institutionalisiertes Deutungsmuster diskutiert, das in historisch sedimentierte Anerkennungsregimes instanziiert ist. Es wird argumentiert, dass Selbstreflexivität als Moment von Bildung trotz ihrer Ambivalenz die Bedingung für Praktiken des sachlichen Streits darstellt. Vor diesem Hintergrund können Praktiken der Individualisierung, der hegemonialen Durchsetzung und Politiken des Rechthabens problematisiert werden.

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2019-01-08, 284 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4674-0

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Miguel Zulaica y Mugica

Miguel Zulaica y Mugica, Technische Universität Dortmund, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Quer zu gängigen Thematisierungen von Bildung als individueller Transformationsprozess wird mit der Studie die Sozialität der Bildung, die institutionelle und historische Verflechtung des Selbst- und Weltverhältnisses beleuchtet. Im Blickpunkt steht das soziale Bedingungsgefüge individueller Reflexivität, das in einer multiperspektivischen Diskussion entlang von Begriffen wie Identität, Freiheit und Wissen abgesteckt und eine partikulare Verständigungsorientierung denkbar erscheinen lässt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In der Studie wird Bildung als eine kritisch praktische Reflexivität verstanden, mit der zwei kritische Perspektiven eröffnet werden sollen. Institutionen sollen nach Formen der in ihr sedimentierten Reflexivität in Bezug auf Möglichkeiten gemeinsamer Problembearbeitung befragt werden können. Gleichzeitig wird diese Perspektive mit einer dekonstruktiven Analytik verknüpft, die Zugehörigkeits- und Anerkennungsordnungen sichtbar machen soll.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Statt den Widerspruch zwischen ideologiekritischen und machtkritischen Ansätzen weiter auszuführen, werden diese mit einer kritischen bildungstheoretischen Perspektive in einen produktiven Zusammenhang gebracht. Anerkennungstheoretisch plädiert der Beitrag für eine Verlagerung von interaktionistischen Modellen hin zur Betrachtung von Anerkennung als institutionellem Geschehen, womit eine bildungstheoretische Forschungsperspektive nahegelegt wird, die dem historischen Kontext mehr Gewicht verleiht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Leser_innen im Bereich der allgemeinen Erziehungswissenschaft, der Bildungs- und Erziehungsphilosophie und der Sozialphilosophie.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Studie beleuchtet die Denkfigur einer Bildung zum sachlichen Streit und gemeinsamen Widerstreit.

Autor_in(nen)
Miguel Zulaica y Mugica
Buchtitel
Die Sozialität der Bildung Eine Studie zum Verhältnis von Anerkennungs- und Institutionentheorie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-4674-0
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA JHBA HPS
BISAC-Code
EDU040000 SOC026000 PHI034000
THEMA-Code
JNA JHBA QDTS
Erscheinungsdatum
2019-01-08
Auflage
1
Themen
Sozialität, Bildung
Adressaten
Allgemeine Erziehungswissenschaft, Bildungsphilosophie, Bildungsforschung, Philosophie
Schlagworte
Bildungstheorie, Hegel, Honneth, Freiheit, Politische Bildung, Anerkennung, Bildung, Sozialität, Soziologische Theorie, Sozialphilosophie, Pädagogik

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