Textile Bildung im Zeitalter der Digitalisierung

Vermittlungschancen zwischen Handarbeit und Technisierung

In die Bettdecke einrollen – Gedanken verknüpfen – einen losen Faden aus der Naht ziehen. Das Textile steht unter Spannung zwischen Omnipräsenz (Allgegenwärtigkeit) und Exteriorisierung (Auslagerung). Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes, der Marginalisierung des Textilen und des niedrigen Stellenwertes des Textilen in Erziehung, Bildung und Unterricht, fragt Sybille Wiescholek: Welche Chancen des Textilen finden sich in alltäglichen Lebenszusammenhängen für den Menschen? Wie kann insbesondere der Erhalt und die Aufwertung des Textilen für Kinder und Jugendliche in aktuellen Bildungskontexten, wie Inklusion und Digitalisierung, thematisiert werden?

39,99 € *

2019-06-24, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4687-0

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Sybille Wiescholek

Sybille Wiescholek, Universität Paderborn, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Textil in Erziehung, Bildung und Unterricht befindet sich seit der Entstehung der Mädchenerziehung durch Handarbeiten in einem Dilemma aus traditionellen Vorstellungen und visionären didaktischen Konzepten, mit denen die Legitimation textiler Inhalte und Tätigkeiten in Schule gesichert werden soll. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Inklusions- und Digitalisierungsprozesse in Bildung bieten sich neue Chancen für das Fach, Marginalisierungen aufzubrechen und neue Wege zu gehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Aus anthropologischer Sicht zeigt es auf, warum es Textil bis heute oder heute immer noch so schwer in Bildungskontexten hat. Dem Textilen ist eine Polarität eigen – es ist dem Menschen zum einen ganz nah und zum anderen gerade technisch ungemein fortschrittlich und fern. Aus dieser Polarität entspringen die Legitimationsprobleme des Faches, sie birgt aber auch kreatives Potenzial, das genutzt werden sollte – Textiles kann individuell fördern und herausfordern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gerade als ›Schmetterling‹, wie Textil im Diskurs oft bezeichnet wird, haben wir die einzigartige Möglichkeit, an den Debatten um Inklusion und Digitalisierung individuell und kreativ gestaltend teilzunehmen – das textile Medium vermittelt zwischen praktischer Arbeit mit der Hand, Kognition, Kreativität, einem textilen kulturellen Gedächtnis und Technisierungsprozessen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Lehrpersonen des Faches Textil an Schulen in Deutschland, die dem Legitimationsdruck auf das Fach am stärksten ausgesetzt sind, die aber auch am aktivsten und praktischsten an der Weiterentwicklung von Textil in Erziehung, Bildung und Unterricht mitarbeiten können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Zwischen dem Pullover, den wir selbstverständlich tragen, und Smart Textiles, die sich unsichtbar im Gewebe verbergen, steckt textiles Bildungspotential.

Autor_in(nen)
Sybille Wiescholek
Buchtitel
Textile Bildung im Zeitalter der Digitalisierung Vermittlungschancen zwischen Handarbeit und Technisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 53 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4687-0
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
AB JNA JFCK AKT
BISAC-Code
ART009000 EDU036000 DES008000
THEMA-Code
AB JNA JBCC3
Erscheinungsdatum
2019-06-24
Auflage
1
Themen
Bildung, Mode, Kunst, Kulturgeschichte
Adressaten
Textildidaktik, Textilwissenschaft, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Bildungswissenschaft, Kunstdidaktik, Kulturanthropologie
Schlagworte
Textil, Bildung, Inklusion, Digitalisierung, Handarbeit, Kreativität, Mode, Kulturgeschichte, Kunstpädagogik, Bildungsforschung, Pädagogik

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung