Vom Binge Watching zum Binge Thinking

Untersuchungen im Wechselspiel zwischen Wissenschaften und Popkultur

Ob Westeros oder Hogwarts, ob Postapokalypse oder Zeitreisen – die fiktionalen Welten der Popkultur lassen ihre Rezipierenden für kurze Zeit den Alltag vergessen. Aber gerade diejenigen popkulturellen Phänomene, die nachhaltig faszinieren, gehen in ihren Weltentwürfen über die intuitive Erfassbarkeit hinaus und erlauben methodisch-reflektierte Analysen. Der Sammelband nimmt die Beziehung zwischen Popkultur und Wissenschaften als eine wechselseitige in den Blick: Es werden einerseits mit Hilfe von sprachphilosophischen oder handlungstheoretischen Ansätzen fiktive Welten – etwa vom Herrn der Ringe oder von The Walking Dead – untersucht. Andererseits illustrieren die popkulturellen Welten wie beispielsweise von Game of Thrones oder der Harry-Potter-Reihe wissenschafts- und gendertheoretische Ansätze.

34,99 € *

2019-02-26, 248 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4693-1

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Martin Böhnert

Martin Böhnert, Universität Kassel, Deutschland

Paul Reszke

Paul Reszke, Universität Kassel, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Begeisterung für popkulturelle Erzählungen in TV-Serien, Filmen, Videospielen oder Comics erreicht heute eine große Zahl von diversen Rezipierenden. Auf diesem Wege kann man beispielsweise philosophische Konzepte einem Laienpublikum zugänglich machen. Da Geistes- und Kulturwissenschaften ihrem Selbstverständnis nach auch zeitgenössische Phänomene einem analytischen Blick unterziehen, sollte das weite Feld der Popkultur nicht ignoriert werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wenn wissenschaftliche Konzepte einem größeren Publikum anhand von popkulturellen Erzählungen vermittelt werden, sind sie oftmals stark reduziert oder vereinfacht. Dies erweckt den Anschein, dass deren reflektorische Tiefe nicht weit reicht. Wir möchten hingegen dafür werben, das in der Popkultur angelegte Potenzial maximal ernst zu nehmen und sie als Möglichkeit zu nutzen, den wissenschaftlichen Diskurs zu bereichern, indem wir diese analog zu Gedankenexperimenten perspektivieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gedankenexperimente werden in vielen Disziplinen benutzt, um Probleme in einem hypothetischen Szenario zu diskutieren. Dabei lassen sich diese Erzählminiaturen insofern kritisieren, als sie die komplexen Beziehungen unserer wirklichen Welt zugunsten einer besseren Handhabbarkeit auf Ja-Nein-Fragen reduzieren. Popkulturelle Erzählwelten als Gedankenexperimente bieten die Chance, einer solchen Reduktion entgegenzuwirken, und haben den Vorteil, dass sie vielen Menschen bereits bekannt sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stan Lee, Ludwig Wittgenstein, J. R. R. Tolkien, Laura Mulvey, Sofia Coppola, Bruno Latour, den Coen Brothers, Hannah Arendt, Amy Poehler und Tina Fey, Ludwik Fleck, Wes Anderson, Karin Knorr Cetina und George R. R. Martin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wenn Wissenschaft der Unterhaltung und Unterhaltung der Wissenschaft dient.

Autor_in(nen)
Martin Böhnert / Paul Reszke (Hg.)
Buchtitel
Vom Binge Watching zum Binge Thinking Untersuchungen im Wechselspiel zwischen Wissenschaften und Popkultur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
248
Ausstattung
kart., Klebebindung, 10 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4693-1
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFCA JFD APFA DSB
BISAC-Code
SOC022000 PER004030 LIT000000
THEMA-Code
JBCC1 JBCT ATF DSB
Erscheinungsdatum
2019-02-26
Auflage
1
Themen
Literatur, Film, Popkultur
Adressaten
Philosophie, Linguistik, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Gender Studies, Game Studies
Schlagworte
Popkultur, Gedankenexperimente, Medien, Philosophie, Linguistik, Film, Literatur, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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