Postmigrantisch gelesen

Transnationalität, Gender, Care

»Postmigrantisch« steht für gesellschaftliche Zustände, die durch die Erfahrung der Migration strukturiert sind. Migration wird dabei als soziale Praxis verstanden, die politisch, medial und sozial kontrovers verhandelt und reguliert wird – und gleichzeitig Gesellschaften nachhaltig prägt.

In diesem Band geht es um eine Gegenwartsanalyse, die aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen als Ganzes in den Blick nimmt. In den Beiträgen stehen nicht ›die Migrant*innen‹ im Mittelpunkt, sondern die Verwobenheiten von verschiedenen Akteur*innen, Geschichten und Kontexten. Postmigrantische Perspektiven werden hierbei mit transnationalen, postkolonialen und diversitätsbewussten Ansätzen zusammengebracht und mithilfe einer dezidiert feministischen, gendersoziologischen, intersektionalen Perspektive erweitert. Das Potenzial einer postmigrantischen Perspektive wird im Kontext von Gender, Transnationalität, Care und anderen Forschungsfeldern (neu) erprobt.

39,99 € *

7. Dezember 2020, 328 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4728-4
Dateigröße: 4.65 MB

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Katrin Huxel

Katrin Huxel, Universität Osnabrück, Deutschland

Juliane Karakayali

Juliane Karakayali, Evangelische Hochschule Berlin, Deutschland

Ewa Palenga-Möllenbeck

Ewa Palenga-Möllenbeck, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

Marianne Schmidbaur

Marianne Schmidbaur, Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland

Kyoko Shinozaki

Kyoko Shinozaki, Paris Lodron Universität Salzburg, Österreich

Tina Spies

Tina Spies, EH Darmstadt, Deutschland

Linda Supik

Linda Supik, Universität Münster, Deutschland

Elisabeth Tuider

Elisabeth Tuider, Universität Kassel, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Band bringt erstmals zwei sozialtheoretische Diskurse zusammen, in denen es um Herrschaftsstrukturen, Rassismen, Geschlechterverhältnisse und Subjektpositionierungen sowie um widerständige Praktiken angesichts gouvernementaler Vereinnahmungen geht: Einerseits den Diskurs über Transnationalität, der eine Überwindung des Denkens in nationalstaatlichen ›Containern‹ anstrebt, andererseits die Debatte um die postmigrantische Gesellschaft, die bereits so stark von Migrationserfahrungen geprägt ist, dass die Unterscheidung von Migrant*in und Nicht-Migrant*in an Sinn verliert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir stellen zum ersten Mal die Frage, ob eine postmigrantische Perspektive die transnationale Perspektive produktiv erweitern und deren herrschaftskritisches Potenzial stärken kann. Die in dem Buch zusammengebrachten Autor*innen betrachten das Thema aus einer interdisziplinären und intersektionalen Perspektive. So können sie Leerstellen beider Felder identifizieren, vor allem wenn es um die Differenzlinien Race und Gender geht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die beiden Ansätze scheinen auf den ersten Blick schwer vereinbar. Sie stehen in einem Spannungsverhältnis; doch gerade daraus entsteht ein produktiver theoretischer Dialog, den die Beiträge des Bandes erarbeiten.

Der Band will insbesondere emanzipatorische, herrschaftskritische Stimmen stärken und zusammenbringen, die insbesondere in feministischen, postkolonialen und rassismuskritischen Strängen der Forschung zu Transnationalisierung, Migration und Gender vertreten sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch richtet sich an Forscher*innen, Lehrende, Studierende, Aktivist*innen und Praktiker*innen, die in der Migrations- und Geschlechterforschung zu Citizenship, Care und Intersektionalität arbeiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Beiträge im Band fragen, welche neuen Einsichten eine postmigrantische Perspektive auf Gender, Care, Migration und Transnationalität bietet.

Besprochen in:
IDA NRW, 1 (2021)
Buchtitel
Postmigrantisch gelesen Transnationalität, Gender, Care
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
328
Ausstattung
7 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-4728-4
DOI
10.14361/9783839447284
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFFN JHBL
BISAC-Code
SOC032000 SOC007000 SOC026000
THEMA-Code
JBSF JBFH JHBL
Erscheinungsdatum
7. Dezember 2020
Themen
Gesellschaft, Geschlecht, Migration
Adressaten
Soziologie, Soziale Arbeit, Migrationsforschung, Gender Studies, Transnational Studies, Cultural Studies, Postcolonial Studies
Schlagworte
Migration, Transnationalität, Gender, Care, Intersektionalität, Geschlecht, Gender Studies, Arbeits- und Industriesoziologie, Postkolonialismus, Kulturwissenschaft

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