Judith Butler und die Theologie

Herausforderung und Rezeption

Judith Butler fasziniert und verstört, ihr Werk ist gleichermaßen prägend, irritierend und herausfordernd. Diese Spannung findet sich auch deutlich in der Theologie: Für die einen ist ihre Gendertheorie ebenso bedeutsam wie ihre Öffentlichkeitstheorie, ihre Einlassungen zur Verkörperung der Versammlung, ihr Subjektdenken und ihre Reflexionen über Anerkennung. Die anderen scheinen abgestoßen durch ihren Kritikbegriff und ihre Delegitimierung überkommener Ordnungen, die mitunter als massive Kirchenkritik aufgefasst wird.

Die Beiträge des interdisziplinären Bandes gehen grundsätzlicher den theologischen Rezeptionsmöglichkeiten und -grenzen der Butler'schen Philosophie im Spiegel der theologischen Einzeldisziplinen nach.

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8. Oktober 2020, 316 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4742-0
Dateigröße: 2.83 MB

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Bernhard Grümme

Bernhard Grümme, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Gunda Werner

Gunda Werner, Karl-Franzen Universität Graz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Judith Butler wird derzeit an vielen Stellen in der Theologie diskutiert, bislang aber noch nicht systematisch zusammengeführt. Das ist das Anliegen des Buches: aufzuzeigen, ob, wo und wie Butler rezipiert wird, in eine kritische Diskussion mit ihr zu kommen und Perspektiven für weitere theologiesche Debatten zu eröffnen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt die versteckten wie teilweise aktiv verborgenen Mechanismen von z.B. Deutungen der Gegenwart auf, die in Theologie und im Theologisieren vollzogen werden. Damit eröffnet es eine analytisch-kritische wie produktive Perspektive auf eine kontextuelle wie ideologiekritische Theologie, die um das Verhältnis von Wahrheit, Geschichtlichkeit und Normativität ringt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gegenwärtig dominieren in der deutschsprachigen Theologie hermeneutische, transzendentaltheoretische wie analytische Zugänge. Dieses Buch will alle drei irritieren und zur kritisch-produktiven Selbstreflexivität anregen, indem das Gespräch mit einem pointierten, poststrukturalistischen Ansatz gesucht wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Natürlich mit Judith Butler.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Erst die kontroverse Debatte verdeutlicht: in theologischer Praxis steckt mehr als man denkt!

Autor_in(nen)
Bernhard Grümme / Gunda Werner (Hg.)
Buchtitel
Judith Butler und die Theologie Herausforderung und Rezeption
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
316
ISBN
978-3-8394-4742-0
DOI
10.14361/9783839447420
Warengruppe
1541
BIC-Code
HRA JFSJ HPS
BISAC-Code
REL000000 SOC032000 PHI019000
THEMA-Code
QRA JBSF QDTS
Erscheinungsdatum
8. Oktober 2020
Themen
Geschlecht, Religion
Adressaten
Theologie, Religionswissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft, Gender Studies, Soziologie, Geschichte, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Judith Butler, Subjekt, Theologie, Gender, Anerkennung, Kirchenkritik, Öffentlichkeitstheorie, Subjekttheorie, Ethik, Religion, Geschlecht, Religionswisssenschaft, Gender Studies, Politische Philosophie, Religionswissenschaft

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