Ästhetik der Metapher

Philosophische und kunstwissenschaftliche Grundlagen visueller Metaphorik

Metaphern beeinflussen unser Denken, unsere alltägliche und auch wissenschaftliche Sprache. Sie lassen Ähnlichkeiten erkennen und schaffen neues Wissen. Da unsere Kultur, unser Denken und Handeln aber zunehmend von Bildern geprägt ist, muss es dann nicht auch visuelle Metaphern geben? Und welche Bedeutung misst man ihnen bei?

Till Julian Huss arbeitet erstmals die historischen und systematischen Grundlagen einer Theorie der visuellen Metapher aus. Indem das Spannungsverhältnis zwischen Metapher und Begriff sowie Sprache und Bild in den Kontext einer allgemeinen Ästhetik der Metapher gestellt wird, nimmt die Metapher eine Schlüsselfunktion zwischen Sprache, Anschauung und Denken ein.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Einleitung

    Seiten 7 - 26
  4. 1 Poetische Logik und Sprachursprung (Vico)

    Seiten 29 - 40
  5. 2 Einheit der Sinne und vorsprachliche Analogie (Herder)

    Seiten 41 - 48
  6. 3 Exkurs: Sprachliche Grenze, Symbol und Metapher (Kant)

    Seiten 49 - 52
  7. 4 Metapherntrieb und Artisten-Metaphysik (Nietzsche)

    Seiten 53 - 66
  8. 5 Symbolische Prägnanz und radikale Metapher (Cassirer)

    Seiten 67 - 86
  9. 6 Metaphorologie und Unbegrifflichkeit (Blumenberg)

    Seiten 87 - 106
  10. 7 Resümee: Die Metapher zwischen Sprache, Anschauung und Denken

    Seiten 107 - 112
  11. 8 Ästhetische Vorgeschichte (Baumgarten)

    Seiten 115 - 124
  12. 9 Ähnlichkeit und Analogie (Richards, Black)

    Seiten 125 - 134
  13. 10 Kritik des Bildbegriffs (Asmuth, Furbank, Gehring)

    Seiten 135 - 158
  14. 11 Metapher als Metapher: Verstrickung, Entzug und Grenze (Derrida, de Man, Haverkamp)

    Seiten 159 - 176
  15. 12 Die kognitive Metapher

    Seiten 177 - 224
  16. 13 Kunstphilosophie der Metapher

    Seiten 225 - 256
  17. 14 Resümee: Die Metapher als Form der sinnlichen Erkenntnis

    Seiten 257 - 262
  18. 15 Metapher und Symbolgenese (Panofsky, Gombrich)

    Seiten 265 - 286
  19. 16 Kritik des Metaphernbegriffs (Boehm, Mitchell)

    Seiten 287 - 300
  20. 17 Bild und Metapher

    Seiten 301 - 352
  21. 18 Mediale Metaphern und visuelle Metaphern der Metapher (Alberti, Crary, Stoichita, Kruse)

    Seiten 353 - 372
  22. 19 Die visuelle kognitive Metapher (Arnheim, Rothenberg)

    Seiten 373 - 390
  23. 20 Wahrnehmung und Metapher

    Seiten 391 - 422
  24. 21 Resümee: Systematische Aspekte visueller Metaphorik

    Seiten 423 - 428
  25. Nachwort

    Seiten 429 - 434
  26. Literatur

    Seiten 435 - 456
  27. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 457 - 460
  28. Namensregister

    Seiten 461 - 466
Mehr
44,99 € *

2019-03-20, 466 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4749-9
Dateigröße: 15.59 MB

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Till Julian Huss

Till Julian Huss, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In unserer visuellen Kultur wird es immer leichter und alltäglicher, Bilder zu bearbeiten und zu kombinieren. Diese Tätigkeit ist mitunter von kreativen Bedeutungsübertragungen geprägt, ohne dass diese erkenntnistheoretische, kognitive und gestalterische Leistung theoretisch hinreichend ausgearbeitet und philosophisch begründet wurde.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch versucht auf neue Weise Theorien der sprachlichen und visuellen Metapher zusammen zu denken. Dies gelingt durch eine wechselseitige Kritik: einerseits des Bildbegriffs der Metapher und andererseits des Metaphernbegriffs des Bildes. Hierdurch werden bestehende Engführungen aufgelöst und neuer, differenzierter Zugang möglich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Metapher ist seit einigen Jahrzehnten wichtiges Analyseninstrument und Forschungsgegenstand zahlreicher Disziplinen. Trotz dieser Konjunktur wurden visuelle Metaphern noch nicht hinreichend systematisch bestimmt. Das Buch zeigt dabei auf, dass diese Systematisierung und eine philosophische Grundlegung auch den anhaltenden Forschungsdebatten zur sprachlichen Metapher neue Impulse geben kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sehr gerne würde ich mit Künstler*innen und Philosoph*innen gemeinsam über Metaphern sprechen. Im Austausch würden sicherlich wichtige Einsichten in die Kreativität und die Erkenntnisleistung der Metapher anschlussfähig gemacht werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Plädoyer für ein kreatives Denken in Metaphern, das nicht zwangsläufig sprachlich ist.

Autor_in(nen)
Till Julian Huss
Buchtitel
Ästhetik der Metapher Philosophische und kunstwissenschaftliche Grundlagen visueller Metaphorik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
466
Ausstattung
42 SW-Abbildungen, 2 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-4749-9
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD HPN
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 PHI001000
THEMA-Code
ABA JBCT QDTN
Erscheinungsdatum
2019-03-20
Themen
Bild, Ästhetik
Adressaten
Philosophie, Kunstgeschichte, Bildwissenschaft, Ästhetik, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Metapher, Ästhetik, Kognition, Bild, Kunst, Bildwissenschaft, Philosophie, Kunstwissenschaft

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