Strategie und Kultur

Neue Perspektiven für den öffentlichen Kultursektor

Der Begriff »Strategie« findet vielerorts Anwendung – auch im Alltag von Kultureinrichtungen. Doch was bedeutet Strategie wirklich? Björn Johannsen bietet eine neue Perspektive auf das Themenfeld, indem er aktuelle Tendenzen im Kulturmanagement hinterfragt, sich kritisch mit tradierten Theorien auseinandersetzt und dabei auch philosophische Überlegungen einbringt. Er formuliert die These, dass Strategie eine Fähigkeit ist, löst sie somit aus ihrem wirtschaftlichen Bezug und stellt sie hier besonders dem öffentlich getragenen Kultursektor mit seinen spezifischen Vorzeichen zur Verfügung. Es werden jedoch auch grundsätzliche Anregungen gegeben, wie die Fähigkeit »Strategie« praktisch geschult werden kann. Interviews mit Gerd Uecker, Andreas Hoffmann und Konstanze Ullmer ergänzen die Ausführungen.

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2019-08-07, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4755-6

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Björn Johannsen

Björn Johannsen, Kulturberatung Fishberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wie oft findet der Begriff ›Strategie‹ Verwendung ohne dass wirklich fassbar ist, was mit diesem gemeint ist? Es war Ziel, Klarheit in diesem unklaren Begriff zu erlangen und eine Theorie zu entwickeln, die die Strategie von dem Primat der Ökonomie befreit. Gleichzeitig war die Beschreibung der Besonderheiten des öffentlichen Kultursektors bedeutend, um die Strategietheorie für diesen nutzbar zu machen und das Kulturmanagement somit auf eine sich von der aktuellen Praxis emanzipierende Stufe zu heben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine unkonventionelle These: Strategie ist eine Fähigkeit. Und zwar die Fähigkeit, in komplexen – nicht komplizierten – Situationen auf eine besondere Weise über Lösungen nachzudenken und dabei das potenziell Seiende vorab zu sehen. Von diesem Punkt aus ändert sich der Umgang mit dem Wortschatz der Strategie. Er reduziert sich auf die Begriffe ›Strategie‹, ›strategischer Plan‹ und ›strategieren‹. Sie bilden das Fundament der entwickelten Strategietheorie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das aktuelle Kulturmanagement setzt zu sehr auf ein Drumherum: Unterhaltung, Erlebnisse, der Imperativ des Besonderen. All das führt dazu, den eigentlichen Inhalt von Kunst und Kultur aus dem Blick zu verlieren. Doch Kunst und Kultur bedürfen durchaus eines konzentrierten Rezipierens. Die provokante Formulierung, das Kulturmanagement säge an seinem eigenen Ast, verfolgt es weiterhin den eingeschlagenen Weg, birgt sicher Gesprächsstoff für aktuelle Debatten. Und auch die Definition der Strategie als Fähigkeit wird neue Impulse geben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Frage muss anders lauten: Mit wem würden Sie die einzelnen Themen des Buches diskutieren? Die Antworten heißen in diesem Fall: Die gesellschaftlichen Aspekte mit dem Soziologen Hartmut Rosa; über das Besondere von Kunst und Kultur mit Denkern wie Benjamin, Wittgenstein oder Sloterdijk; die Kritikpunkte am Kulturmanagement mit aktuellen und zukünftigen Kulturmanagern. Und auch die Strategietheorie würde ich gerne mit ihnen besprechen, um zu erfahren, inwiefern diese in ihre Arbeit einfließen kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Fähigkeit ›Strategie‹ soll in diesem Buch besonders einem dienen: Dem Inhalt von Kunst und Kultur.

Autor_in(nen)
Björn Johannsen
Buchtitel
Strategie und Kultur Neue Perspektiven für den öffentlichen Kultursektor
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
336
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 16 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4755-6
DOI
Warengruppe
1786
BIC-Code
KJM
BISAC-Code
BUS041000
THEMA-Code
KJM
Erscheinungsdatum
2019-08-07
Auflage
1
Themen
Kulturmanagement
Adressaten
Kulturmanagement, Kunstmanagement, Philosophie, Museologie, Betriebswirtschaftslehre, Soziologie
Schlagworte
Strategie, Kultur, Kunst, Gesellschaft, Philosophie, Kultursektor, Kulturmanagement

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