Alleinerziehende Mutterschaft

Eine Technologie heteronormativer Familienordnung in Deutschland und Polen

Alleinerziehend sind nach wie vor hauptsächlich die Mütter, die – zumindest im Kontext des Rechts – als auf die Geldzahlungen der Kindesväter Wartende konstruiert werden. Wie genau denkt das Recht also diese Form der Mutterschaft und welches Familienbild liegt hier zugrunde? Um diesen Fragen nachzugehen, betrachtet Anna Kastens transdisziplinäre Studie die Mitwirkung der alleinerziehenden Mütter bei der Feststellung der Vaterschaft im Unterhaltsvorschussgesetz in Deutschland und im Gesetz über Familienleistungen in Polen. Alleinerziehende Mutterschaft erweist sich hierbei als Technologie einer heteronormativen Familienordnung.

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7. November 2019, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4760-0

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Anna Kasten

Anna Kasten, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil das Thema der Mutterschaft ein Transaktionsfeld der Verhandlung der Geschlechterverhältnisse darstellt und dessen Analyse Impulse für queer_feministische Rechtskritik liefert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

An dieser Stelle möchte ich drei Punkte hervorheben: heterosexuelle Elternschaft als gouvernementaler Verwaltungsakt, die Mechanismen der Heteronormativität zur finanziellen Sicherstellung des Lebensunterhalts für alleinerziehende Mütter in Deutschland und Polen und zu allerletzt queer_feministische Soziale Arbeit als Arbeit an der Sichtbarkeitsfalle.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bei dem Thema geht es um eine Diskussion der Rolle des Rechts bei der Anerkennung unterschiedlicher familiärer Lebensformen als wünschenswert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an interdisziplinären Fragen zum Thema der juristischen Konstruktion des Lebensunterhalts alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder jenseits des heterosexuellen Imperativs interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Feministische sozialarbeiterische Kritik beginnt mit der Infragestellung des so und nicht anders gewordenen Rechts auf finanzielle staatliche Unterstützung.

»Die Studie von Anna Kasten ist für Fachkräfte der Sozialen Arbeit und deren Bezugswissenschaften von enormer Relevanz, denn sie zeigt auf, wie tiefgreifend die heteronormativen Denkweisen in die Rechtssysteme in Deutschland und Polen eingeflochten sind.«
Alessa Wenzlaff, Soziologische Revue, 21.07.2020
Autor_in(nen)
Anna Kasten
Buchtitel
Alleinerziehende Mutterschaft Eine Technologie heteronormativer Familienordnung in Deutschland und Polen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart., Klebebindung, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-4760-0
DOI
10.14361/9783839447604
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JHBK JFSK
BISAC-Code
SOC032000 SOC026010 SOC012000
THEMA-Code
JBSF JHBK JBSJ
Erscheinungsdatum
7. November 2019
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Recht, Familie
Adressaten
Soziologie, Familiensoziologie, Rechtssoziologie, Soziale Arbeit, Gender Studies
Schlagworte
Alleinerziehende Mutterschaft, Heteronormativität, Macht, Recht, Diskurs, Deutschland, Polen, Familienrecht, Familienordnung, Familienbild, Geschlecht, Familie, Gender Studies, Familiensoziologie, Queer Theory, Rechtssoziologie, Kulturwissenschaft

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