Okkulte Kunst

Zahlreiche Ausstellungen und Buchveröffentlichungen der letzten Jahre zeigen deutlich: Das »Verborgene« und »Geheime« in der Kunst ist nicht nur Gegenstand kunsthistorischer Forschung, sondern spielt auch in der Kunstpraxis eine verstärkte Rolle. Motiviert wird eine solche Kunst von der Vorstellung, dass sie nur indirekt fassbar, sichtbar und sagbar ist. Diese »okkulte Note« (Eugen Mirsky) erhärtet die Auffassung einer devianten, inoffiziellen und verborgenen Seite des Kunstwerkes und seiner sozialen Dimensionen.

Die Beiträge des interdisziplinären Bandes nähern sich historisch wie systematisch dem Phänomen einer »okkulten Kunst« und knüpfen dabei neben der Rezeption des Okkultismus als Inspirationsquelle auch an die Vorstellung an, dass es »okkulte Kunst« als ästhetisches Konzept geben könnte.

34,99 € *

2019-02-20, 254 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4763-5
Dateigröße: 4.93 MB

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Alexander Graeff

Alexander Graeff, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mich interessieren die devianten und marginalen Strömungen der Geschichte und Kultur, Bewegungen gegen den Status Quo, Protest- und Subkulturen. Wenn man sich intensiver mit dem Abseitigen und Widerspenstigen befasst, erkennt man, dass es sich oft gar nicht so marginal zeigt, wie vermutet. In den meisten Fällen wurden nämlich besagte Bewegungen von einer dominanten Mehrheitskultur bloß marginalisiert. So verhält es sich auch mit dem Okkultismus und seinem Einfluss auf Kunst und Literatur.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dass es eine Verbindung zwischen Kunst und Okkultismus, Avantgarde und weltanschaulichen Gegenkulturen gegeben hat, ist mittlerweile hinreichend belegt. Das Buch setzt hier an und zeigt darüber hinaus, dass diese Verbindung aber nicht nur ein Phänomen der klassischen Moderne darstellt. Mit den verschiedenen Ansätzen kommen zudem systematische Perspektiven auf okkulte Denkfiguren, philosophiegeschichtliche Einordnungen, Einflüsse bis in aktuelle Debatten um ökologisches Bewusstsein einerseits oder um autoritäre Revolten andererseits hinzu.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch zeigt unter anderem, wie sich Pluralisierungsprozesse gegen traditionelle Weltsichten in allen Bereichen gesellschaftlichen Handelns vollziehen, in Kunst und Literatur, aber eben auch im Bereich der religiösen und weltanschaulichen Orientierung. Und diese Pluralisierungsprozesse zeigen sich nicht nur erst seit der Neuzeit. Pluralität kann als grundlegendes Phänomen menschlichen Kulturschaffens gedeutet werden.

4. Ihr Buch in einem Satz:

In der Öffentlichkeit, aber auch in den Wissenschaften, findet gerade eine Neubewertung von Okkultismus statt – im Zentrum der Debatte steht die ›Okkulte Kunst‹.

Autor_in(nen)
Alexander Graeff (Hg.)
Buchtitel
Okkulte Kunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
3 SW-Abbildungen, 5 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-4763-5
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC DSB JHB ABA
BISAC-Code
ART015000 LIT000000 SOC026000 ART009000
THEMA-Code
AGA DSB JHB ABA
Erscheinungsdatum
2019-02-20
Themen
Literatur, Klang, Kunst
Adressaten
Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Esoterikforschung, Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Ästhetik, Kulturphilosophie, Kunstpsychologie, Religionssoziologie, Kunstsoziologie
Schlagworte
Okkultismus, Kunst, Literatur, Ästhetik, Kunstpraxis, Kunstwerk, Verborgenheit, Klang, Kunstgeschichte, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kunstsoziologie, Kulturanthropologie, Kunstwissenschaft

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