Alltagskulturen in den Slums von Nairobi

Eine geographiedidaktische Studie zum kritisch-reflexiven Umgang mit Raumbildern

Mittels der Methode »reflexive Fotografie« stellt Andreas Eberth Alltagskulturen von Jugendlichen dar, die in den Slums von Nairobi geboren wurden, dort aufgewachsen sind und noch immer dort leben. Darauf basierend entwickelt er ein Konzept für den Geographieunterricht, das durch die Schulung einer kritisch-reflexiven Bildkompetenz dazu beiträgt, die Perspektiven auf das Leben im kenianischen Slum zu differenzieren. Mit diesem exemplarischen Raumbeispiel werden Ansätze aufgezeigt, wie es gelingen kann, im Schulunterricht ein differenzierteres »Afrika«-Bild zu vermitteln und Vorurteile abzubauen.

44,99 € *

2019-09-23, 356 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4774-7

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Andreas Eberth

Andreas Eberth, Leibniz Universität Hannover, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass wir nach wie vor sehr einseitig über ›Afrika‹ im Schulunterricht sprechen. Der Kontinent wird nicht in seiner Vielfalt und Dynamik begriffen, stattdessen werden einseitige Perspektiven gewählt. Dadurch werden negative Assoziationen betont und Stereotype manifestiert. Das Buch setzt dort an und will andere Zugänge zu afrikabezogenen Themen aufzeigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Statt über ›Afrika‹ als vermeintlich homogenem Ganzen zu sprechen, wird mit den Slums von Nairobi exemplarisch ein konkretes kleinteiliges Raumbeispiel herausgegriffen. Dabei wird vor Ort lebenden Jugendlichen gleichsam eine Stimme gegeben, da sie partizipativ in die Phase der empirischen Erhebung integriert werden. Mittels der Methode ›reflexive Fotografie‹ wird es so möglich, dass die Jugendlichen ihre Perspektive mittels der Medien Bild und Text darstellen können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Ansatz regt an, neu über das Verhältnis von fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschung zu diskutieren. Zudem zeigt er Möglichkeiten auf, Perspektiven von Jugendlichen, die in den Slums von Nairobi leben, unmittelbar in Geographieunterricht zu integrieren. Durch eine Orientierung an den geographischen Konzepten space und place und mittels einer kritisch-reflexiven Analyse von Bildern kann Geographieunterricht so durch neue Perspektiven bereichert werden. Damit wird ein Beitrag zu kritisch-reflexiven Diskussion über Raumwahrnehmungen und Raumkonstruktionen geleistet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch würde ich gerne mit Jugendlichen, die in Nairobis Slums leben und mit Lehrkräften an Schulen diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Durch die Integration visueller methodischer Ansätze werden neue Möglichkeiten zur Thematisierung afrikabezogener Aspekte am exemplarischen Beispiel von Alltagskulturen Jugendlicher in den Slums von Nairobi aufgezeigt.

Autor_in(nen)
Andreas Eberth
Buchtitel
Alltagskulturen in den Slums von Nairobi Eine geographiedidaktische Studie zum kritisch-reflexiven Umgang mit Raumbildern
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
356
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 13 SW-Abbildungen, 31 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-4774-7
DOI
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JFSG
BISAC-Code
SOC015000 SOC026030
THEMA-Code
RGC JBSD
Erscheinungsdatum
2019-09-23
Auflage
1
Themen
Raum, Bildung, Stadt
Adressaten
Geographie, Soziologie, Politikwissenschaft, Fachdidaktik, Pädagogik sowie Praktiker_innen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit
Schlagworte
Kenia, Nairobi, Slum, Geographiedidaktik, Reflexive Fotografie, Alltagskulturen, Jugendliche, Bildung, Raum, Stadt, Kulturgeographie, Sozialgeographie, Urban Studies, Geographie

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