Das Maß und die Nützlichkeit

Zum Verhältnis von Theater und Erziehung im 18. Jahrhundert

Der Pädagogisierung des Theaters im Rahmen der aufklärerischen Theaterreform korrespondiert eine Theatralisierung der Pädagogik im Philanthropismus. Ausgehend von dieser Beobachtung zeigt Alexander Weinstock auf, wie die Theaterreform als ein Ausdifferenzierungsprozess verläuft, der alle beteiligten Akteur_innen zu Erziehungsinstanzen macht, die nicht nur mit dem Theater erziehen, sondern immer auch selbst von ihm erzogen werden. Vor diesem Hintergrund kann wiederum erstmals ersichtlich gemacht werden, wie tief greifend das reformierte Theater die sich professionalisierende und institutionalisierende Pädagogik im 18. Jahrhundert prägt – in ihrer Theoriebildung, Praxis und Methodik, deren Präsentation und Diskussion.

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2019-07-19, 394 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4782-2

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Alexander Weinstock

Alexander Weinstock, Universität zu Köln, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Theaterreform und die Reformpädagogik, deren Verschränkungen sich das Buch widmet, sind zwei nicht nur die Aufklärung prägende, sondern über das 18. Jahrhundert hinaus wirkmächtige Großprojekte. Geht aus den Bestrebungen der Reform ein literaturbasiertes Bildungstheater hervor, wie es zeitgenössisch noch im Stadttheaterbetrieb nachhallt, hebt mit der Reformpädagogik die Ausdifferenzierung einer professionalisierten und institutionalisierten Theorie und Praxis der Erziehung an.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Aufgezeigt wird einerseits, wie die pädagogische Dynamik, die der Theaterreform zugrunde liegt, diese Reform als Ausdifferenzierungsprozess in Gang setzt und strukturiert. Daran anschließend kann andererseits ausführlich untersucht werden, wie dieses Theaterverständnis die sich mit dem Philanthropismus konsolidierende Pädagogik maßgeblich prägt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Theaterreform der Aufklärung ist ein grundsätzlich viel beachtetes Feld der literatur- und theaterwissenschaftlichen Forschung, das gleichwohl noch weit davon entfernt ist, erschöpfend untersucht worden zu sein. Zur philanthropistischen Reformpädagogik sind aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Sicht immer wieder wichtige Beiträge erschienen, die ausführliche Auseinandersetzung mit der theatralen Dimension dieser Erziehung ist jedoch bisher weitgehend ein Desiderat geblieben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kollegen aus der Literatur-, Theater- und Erziehungswissenschaft, die etwa schon zu einem der beiden Schwerpunkte des Buches gearbeitet haben. Außerdem sehr gerne mit Leuten, die in dem Theaterbetrieb arbeiten, dessen Voraussetzungen das Buch in ihrem Entstehen untersucht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Theater ist Pädagogik und Pädagogik ist Theater – mindestens im 18. Jahrhundert.

Autor_in(nen)
Alexander Weinstock
Buchtitel
Das Maß und die Nützlichkeit Zum Verhältnis von Theater und Erziehung im 18. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
394
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4782-2
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JNA
BISAC-Code
PER011020 EDU016000
THEMA-Code
ATD JNB
Erscheinungsdatum
2019-07-19
Auflage
1
Themen
Theater, Bildung, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Theater, Pädagogik, Literatur, Aufklärung, 18. Jahrhundert, Philanthropismus, Theaterreform, Bildung, Theatergeschichte, Bildungsgeschichte, Theaterpädagogik, Allgemeine Literaturwissenschaft

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