Gewaltige Liebe

Praktiken und Handlungsorientierungen junger Frauen in gewaltgeprägten Paarbeziehungen

Wie erleben junge Frauen Gewalt in den ersten eigenen Paarbeziehungen? Welche Rolle spielen Gewalterfahrungen in der Herkunftsfamilie und wie prägen diese die eigenen Beziehungsvorstellungen? Im europäischen Kontext ist der Forschungsdiskurs zu Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen kaum entwickelt. Vor allem aber fehlt die Subjektperspektive: die Erfahrungen, die jugendliche und junge Frauen in ihren ersten Liebesbeziehungen machen. Eva Maria Lohner macht die gesellschaftliche Relevanz dieser Perspektive deutlich und zeigt, dass sich vor ihrem Hintergrund bedeutsame Anschlussstellen für sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung ableiten lassen.

Open Access

2019-10-18, 298 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4800-7
Dateigröße: 3.75 MB

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Eva Maria Lohner

Eva Maria Lohner, Universität Tübingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Bisherige Studien zu dem Thema waren insbesondere quantitativ ausgerichtet und haben sich vor allem mit dem Vorkommen sowie der konkreten Ausformung von Gewalthandlungen beschäftigt.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Studie einen qualitativen Ansatz, der die subjektiven Wahrnehmungen und beziehungsgestaltenden Praktiken betroffener Frauen zum Ausgangspunkt macht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Anknüpfend an aktuelle diskurs- und subjekttheoretische Auseinandersetzungen wird eine Perspektive auf Handlungsmacht sichtbar, die, ohne das konkrete Leiden der Frauen zu negieren, das den biografischen Prozessen und Äußerungsformen inhärente Widerstandspotenzial in den Blick nimmt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Jugendliche und junge Erwachsene wurden in der bisherigen Forschung zu Paarbeziehungen kaum als eigenständige Gruppe in den Blick genommen. Auch wurde die Spezifik von Gewaltbeziehungen jungendlicher und junger Frauen trotz der inzwischen breit entwickelten Diskussionen um häusliche Gewalt bislang wenig konkret untersucht. Die Thematisierung der Subjektperspektive schließt diese Lücke im aktuellen Forschungsdiskurs.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Menschen, die zur Qualifizierung einer sozialpädagogischen Praxis beitragen, um gemeinsam das transformatorische Potenzial in Biografien als wichtigem Anschlusspunkt für eine professionelle Unterstützung und Begleitung in den Blick zu nehmen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Studie beleuchtet aus Subjektperspektive die beziehungsgestaltenden Praktiken junger Frauen im Umgang mit Gewalt während der ersten Paarbeziehung(en).

Autor_in(nen)
Eva Maria Lohner
Buchtitel
Gewaltige Liebe Praktiken und Handlungsorientierungen junger Frauen in gewaltgeprägten Paarbeziehungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
298
Ausstattung
4 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-4800-7
DOI
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JFFE
BISAC-Code
SOC025000 SOC051000
THEMA-Code
JKSN JBFK
Erscheinungsdatum
2019-10-18
Themen
Gesellschaft, Geschlecht, Gewalt, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Pädagogik sowie Praktiker_innen im Bereich der Sozialen Arbeit
Schlagworte
Gewalt, Junge Frauen, Teenager, Liebesbeziehung, Paarbeziehung, Gewalterfahrung, Soziale Ungleichheit, Geschlecht, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Jugend, Pädagogik

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