Dis/ability History Goes Public – Praktiken und Perspektiven der Wissensvermittlung

Dis/ability History Goes Public erprobt, wie ein innovatives, fächerübergreifendes Wissenschaftsfeld vermittelt werden kann. Der Band bündelt erstmals Experimente, Initiativen und Vorschläge, die zeigen, wie man Dis/ability History und Dis/ability Studies in verschiedenen Öffentlichkeiten zugänglich und für die konkrete Gestaltung gesellschaftlicher Teilhabe nutzbar machen kann. Die Beiträge aus diversen fachwissenschaftlichen und didaktischen Disziplinen bieten praxisorientierte Gebrauchsanleitungen für alle, die Forschung, Wissenschaftskommunikation und praktizierte Partizipation verbinden möchten.

39,00 € *

2020-07-24, 504 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4804-1

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Cordula Nolte

Cordula Nolte, Universität Bremen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit einigen Jahren finden parallel zueinander Entwicklungen statt, die eigentlich zusammengehören: Zunehmend werden Maßnahmen ergriffen, um die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention von 2008 zu verwirklichen, der fächerübergreifende wissenschaftliche Ansatz Dis/ability History setzt sich durch, und Public History boomt. Es ist an der Zeit, diese Prozesse zu verbinden, das heißt inklusive, partizipative Wissenschaftskommunikation im Themenfeld Dis/ability zu erproben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die hier versammelten Experimente, Entwürfe und Berichte aus der fachwissenschaftlichen und didaktischen Praxis regen zur Ausgestaltung von Public Dis/ability History an. Sie erkunden exemplarisch, wie auf einem aktuellen, kontroversen und offenen Forschungsfeld Geschichtsvermittlung in der universitären Öffentlichkeit gelingt und davon ausgehend das historische Lernen in Schulen und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen im Sinne von Partizipation, Inklusion und Diversität organisiert werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Während die interdisziplinäre Forschungsperspektive Dis/ability History sich laufend weiter ausdifferenziert, erweitert, mit anderen Ansätzen verknüpft und kontrovers diskutiert wird, besteht Einhelligkeit zwischen Fachwissenschaftler*innen und Didaktiker*innen hinsichtlich ihres bildungs- und gesellschaftspolitischen Potenzials. Zugleich müssen vielfältige Desiderate beseitigt, das heißt Materialien und Grundlagen für die Vermittlungspraxis erarbeitet werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, denen daran gelegen ist, Wissenschaft für die gesellschaftspolitische Gestaltung unseres Gemeinwesens nutzbar zu machen. Dazu gehören Expert*innen und ›Laien‹ aus unterschiedlichen Kreisen innerhalb und außerhalb von academia, darunter auch insbesondere Studierende, die in ihren künftigen Berufen Wissen und Bewusstsein vermitteln werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band leitet dazu an, im Wissensfeld Dis/ability History Forschung, Vermittlung und Partizipation zu verbinden.

Autor_in(nen)
Cordula Nolte (Hg.)
Buchtitel
Dis/ability History Goes Public – Praktiken und Perspektiven der Wissensvermittlung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
504
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 30 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4804-1
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFG HBTB
BISAC-Code
SOC029000 HIS054000
THEMA-Code
JBFM NHTB
Erscheinungsdatum
2020-07-24
Auflage
1
Themen
Körper, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaft, Disability Studies, Sozialwissenschaft, Museologie sowie Studierende und Praktiker_innen im Feld
Schlagworte
Behinderung, Disability, Schule, Universität, Museum, Pädagogik, Teilhabe, Praxis, Inklusive Pädagogik, Intersektionalität, Biopolitik, Körper, Kulturgeschichte, Geschichtswissenschaft

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