Dis/ability History Goes Public – Praktiken und Perspektiven der Wissensvermittlung

Dis/ability History Goes Public erprobt, wie ein innovatives, fächerübergreifendes Wissenschaftsfeld vermittelt werden kann. Der Band bündelt erstmals Experimente, Initiativen und Vorschläge, die zeigen, wie man Dis/ability History und Dis/ability Studies in verschiedenen Öffentlichkeiten zugänglich und für die konkrete Gestaltung gesellschaftlicher Teilhabe nutzbar machen kann. Die Beiträge aus diversen fachwissenschaftlichen und didaktischen Disziplinen bieten praxisorientierte Gebrauchsanleitungen für alle, die Forschung, Wissenschaftskommunikation und praktizierte Partizipation verbinden möchten.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  4. Dank

    Seiten 9 - 10
  5. EINFÜHRUNG

    Dis/ability History – forschend lernen, lehren und vermitteln

    Seiten 13 - 26
  6. Disability History Goes Public: Public Disability History als shared authority

    Seiten 27 - 48
  7. (NICHT)BEHINDERUNG – GESCHLECHT – MACHT. KATEGORIEN, DISKURSE UND ALLTAGSPRAKTIKEN IM FOKUS DER HOCHSCHULLEHRE

    Eine Aufgabe für die Lehre: Analyse der machtvollen Konstruktion von Nicht_behinderung

    Seiten 51 - 76
  8. Biopolitik in der Hochschullehre?

    Seiten 77 - 114
  9. Intersektionalität für Anfänger*innen – erklärt am Beispiel Behinderung und Geschlecht

    Seiten 115 - 152
  10. Dis/ability und Gender im westdeutschen Behindertensport

    Seiten 153 - 180
  11. PERSPEKTIVEN FÜR UNTERRICHT UND LEHRE – MEDIEN DER WISSENSVERMITTLUNG IM (LEHRAMTS)STUDIUM

    Quellen für alle und von allen?

    Seiten 183 - 210
  12. Agency von Objekten der Psychiatriegeschichte – Was Dinge für das Lehramtsstudium leisten können

    Seiten 211 - 236
  13. Dis/Ability – Hollywood – Science-Fiction: Mit X-Men die Macht des Mediums Film vermitteln

    Seiten 237 - 264
  14. Dis/ability History (nicht nur) der Vormoderne in der Lehre

    Seiten 265 - 280
  15. Pelzige Bischöfe und Kopfärmler auf Kriechbänkchen – Im Medium der margins die Materialität mittelalterlicher Handschriften und Dis/ability History studieren

    Seiten 281 - 320
  16. EXPERIMENTE – LEHR- UND LERNPROJEKTE JENSEITS DER FACHGRENZEN – ZUGÄNGE ZUM ÖFFENTLICHEN RAUM

    Kulturelle Teilhabe und Heterogenität: Kunstgeschichte trifft Rehabilitationswissenschaften in der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi

    Seiten 323 - 344
  17. Dis/ability History und didaktische Perspektiven – ein Lehrprojekt an der Universität Bremen

    Seiten 345 - 368
  18. Das (A)ndere (W)ahrnehmen – Ästhetische Forschung als Lern- und Lehrprinzip im Feld der Disability History

    Seiten 369 - 398
  19. Akten und Aktionen. Ein interdisziplinäres Forschungs- und Inszenierungsprojekt der Geschichtswissenschaft und der Performance Studies zur Psychiatriegeschichte

    Seiten 399 - 428
  20. Blinde und sehbeeinträchtigte Menschen im Museum: Zugänglichkeit, Vermittlung und Identitätsbildung

    Seiten 429 - 454
  21. Shaping dis/ability? Frühneuzeitliche Prothesen als Forschungsund Vermittlungsgegenstände der Artifact History

    Seiten 455 - 486
  22. Autorinnen und Autoren

    Seiten 487 - 490
  23. Sachregister

    Seiten 491 - 504
Mehr
38,99 € *

3. September 2020, 504 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4804-5
Dateigröße: 7.86 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Cordula Nolte

Cordula Nolte, Universität Bremen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit einigen Jahren finden parallel zueinander Entwicklungen statt, die eigentlich zusammengehören: Zunehmend werden Maßnahmen ergriffen, um die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention von 2008 zu verwirklichen, der fächerübergreifende wissenschaftliche Ansatz Dis/ability History setzt sich durch, und Public History boomt. Es ist an der Zeit, diese Prozesse zu verbinden, das heißt inklusive, partizipative Wissenschaftskommunikation im Themenfeld Dis/ability zu erproben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die hier versammelten Experimente, Entwürfe und Berichte aus der fachwissenschaftlichen und didaktischen Praxis regen zur Ausgestaltung von Public Dis/ability History an. Sie erkunden exemplarisch, wie auf einem aktuellen, kontroversen und offenen Forschungsfeld Geschichtsvermittlung in der universitären Öffentlichkeit gelingt und davon ausgehend das historische Lernen in Schulen und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen im Sinne von Partizipation, Inklusion und Diversität organisiert werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Während die interdisziplinäre Forschungsperspektive Dis/ability History sich laufend weiter ausdifferenziert, erweitert, mit anderen Ansätzen verknüpft und kontrovers diskutiert wird, besteht Einhelligkeit zwischen Fachwissenschaftler*innen und Didaktiker*innen hinsichtlich ihres bildungs- und gesellschaftspolitischen Potenzials. Zugleich müssen vielfältige Desiderate beseitigt, das heißt Materialien und Grundlagen für die Vermittlungspraxis erarbeitet werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, denen daran gelegen ist, Wissenschaft für die gesellschaftspolitische Gestaltung unseres Gemeinwesens nutzbar zu machen. Dazu gehören Expert*innen und ›Laien‹ aus unterschiedlichen Kreisen innerhalb und außerhalb von academia, darunter auch insbesondere Studierende, die in ihren künftigen Berufen Wissen und Bewusstsein vermitteln werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band leitet dazu an, im Wissensfeld Dis/ability History Forschung, Vermittlung und Partizipation zu verbinden.

Autor_in(nen)
Cordula Nolte (Hg.)
Buchtitel
Dis/ability History Goes Public – Praktiken und Perspektiven der Wissensvermittlung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
504
Ausstattung
30 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-4804-5
DOI
10.14361/9783839448045
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFG HBTB
BISAC-Code
SOC029000 HIS054000
THEMA-Code
JBFM NHTB
Erscheinungsdatum
3. September 2020
Themen
Körper, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaft, Disability Studies, Sozialwissenschaft, Museologie sowie Studierende und Praktiker_innen im Feld
Schlagworte
Behinderung, Disability, Schule, Universität, Museum, Pädagogik, Teilhabe, Praxis, Inklusive Pädagogik, Intersektionalität, Biopolitik, Körper, Kulturgeschichte, Geschichtswissenschaft

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