Masse & Apokalypse

Zur narrativen Entfaltung einer autoritären Konstruktion im Zombie-Genre

Sowohl in den Romanen, Comics, TV-Serien und Spielfilmen des Zombie-Genres als auch im Feld autoritärer Theoriediskurse – etwa in der Massenpsychologie Gustave Le Bons und Sigmund Freuds sowie in der Politischen Theorie und Theologie Carl Schmitts – ist eine Kopplung von Masse und Apokalypse erkennbar, die als revolutionstheoretisches Konstrukt verstanden werden kann. Yannic Han Biao Federer zeigt: Ob die entschleiernde Dynamik kollektivierter Körper dabei als Hoffnung dient, wie dies bei George A. Romero und Carl Schmitt der Fall ist, oder als Bedrohung, wie im massenpsychologisch orientierten frühen Zombie-Genre – immer steht sie im Dienst einer autoritären Perspektive auf die funktionale Differenzierung von Gesellschaft.

35,00 € *

2020-03-31, 202 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4823-2

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Yannic Han Biao Federer

Yannic Han Biao Federer, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die bisherige Forschung zu den Romanen, Comics, Filmen, TV-Serien und Computerspielen des Zombie-Genres rekurriert beständig auf den Begriff der Zombie-Apokalypse, ohne diesem ein stabiles theoretisches Fundament zu unterlegen. Diesem Desiderat folgt das Forschungsinteresse meiner Arbeit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit Hilfe einer eingehenden und kritischen Lektüre der Schriften, die der umstrittene Staatsrechtler Carl Schmitt zwischen den 1920er und 50ern Jahren veröffentlicht hat, sowie der massenpsychologischen Grundlegungen Gustave Le Bons und Sigmund Freuds untersuche ich, inwiefern dem Begriff der Zombie-Apokalypse eine theoretische Auspolsterung verschafft werden kann, die den Rückgriff auf denselben rechtfertigen kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Relevanz ist eine, die sich nicht allein auf die engen Grenzen einer disziplinär zugerichteten Forschungsdebatte eingrenzen lässt. Vielmehr geht es um die Funktionsweise apokalyptischer Politik und ihrer kreisenden, selbstbezüglichen Dynamiken, die ihr immer diejenige Energie verschafft, die sie zur Verschärfung, Entzweiung und bellizistischen Nutzbarmachung gebraucht. Ein Szenario also, dem, leider, einige gesamtgesellschaftliche Aktualität zukommt. Der Forschungsdebatte aber kommt dennoch nicht allein eine terminologische Schärfung in Bezug auf die Forschung am einzelnen oder massierten Untoten zugute, sie profitiert auch von der zwar interdisziplinär angelegten, aber doch exakten Theorielektüre, über die eine Refokussierung auf ihre einschlägigen Potenziale möglich wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Natürlich mit George A. Romero.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Da würde ich gerne auf den Klappentext verweisen. An dem habe ich

Besprochen in:
www.hhprinzler.de, 19.06.2020, Hans Helmut Prinzler
Autor_in(nen)
Yannic Han Biao Federer
Buchtitel
Masse & Apokalypse Zur narrativen Entfaltung einer autoritären Konstruktion im Zombie-Genre
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
202
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4823-2
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFCA DSB
BISAC-Code
SOC022000 LIT000000
THEMA-Code
JBCC1 DSB
Erscheinungsdatum
2020-03-31
Auflage
1
Themen
Popkultur, Fernsehen, Literatur, Körper, Film
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft, Kulturtheorie, Politologie, Theologie
Schlagworte
Zombie, Apokalypse, Masse, Carl Schmitt, Massenpsychologie, Gustave Le Bon, Sigmund Freud, George Romero, Kollektivität, Literatur, Popkultur, Körper, Cultural Studies, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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