Antifeminismen

›Krisen‹-Diskurse mit gesellschaftsspaltendem Potential?

Hinter dem aktuellen Antifeminismus steht eine kleine, aber intensiv vernetzte Gruppe von Akteur*innen, die strategisch um Deutungshoheit kämpft. Ihr Einfluss jenseits des rechten und christlich-fundamentalistischen Spektrums ist jedoch gering – und Gegenmobilisierungen durchaus erfolgreich. Die Beiträge dieses Bandes legen erstmals vergleichende Analysen zum Antifeminismus in Deutschland vor. Untersucht werden dabei Mediendiskurse, Antifeminismus in der Wissenschaft, Mobilisierungen gegen die Reform sexueller Bildung an Schulen, rechte Kritiken an der »Ehe für alle«, Vorstellungen von Mutterschaft sowie Effekte der Projektion von Sexismus auf zugewanderte Muslime in Integrationskursen für Geflüchtete.

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5. November 2021, 434 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4844-1
Dateigröße: 2.99 MB

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Annette Henninger

Annette Henninger, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

Ursula Birsl

Ursula Birsl, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Antifeminismus propagiert die ›Natürlichkeit‹ von Geschlecht und eine organische Vorstellung von Gesellschaft mit der herkunftsdeutschen, heterosexuellen Familie als kleinste Einheit. In populistischer Manier werden ›Feministinnen‹ oder ›muslimische Zugewanderte‹ für gesellschaftliche Probleme verantwortlich gemacht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es interpretiert Antifeminismus als Angriff auf die Demokratie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Angriffe gegen ›Gender‹ sind fester Bestandteil rechter Strategien. Dies sollte stärker berücksichtigt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Alice Weidel.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Antifeminismus betreibt Sündenbock-Politik und basiert auf autoritären Vorstellungen von Gesellschaft, die nicht mit demokratischen Prinzipien vereinbar sind.

»Der Band bietet einen informativen Überblick über aktuelle Debatten zum Antifeminismus/Antigenderismus und liefert interessante empirische Befunde sowie anspruchsvolle gesellschafts- und subjekttheoretische Deutungen zum Thema. [D]ie Lektüre ist daher für theoretisch Interessierte wie praktisch Engagierte ein Gewinn.«
Max Preglau, AEP Informationen, 4 (2021)
»Ein interessanter Beitrag zum Forschungsstand. Für die Gender Studies sind insbesondere die empirischen Studien zu Antigender-Diskursen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern von Relevanz. Damit empfiehlt sich der Band für all jene, die sich über neue empirische Ergebnisse aus einer herrschaftskritischen Perspektive informieren wollen.«
Daniel Lehnert, Soziopolis, 13.04.2021
»Der Band bietet eine Fülle von spannenden Erkenntnissen und hilfreichen Informationen für den Kampf gegen Antifeminismen, wo immer ihnen begegnet wird.«
www.frauensolidaritaet.org/www.centrum3.at, 2 (2021)
O-Ton: »Wie der Begriff ›Gender‹ zum Reizwort geworden ist« – Annette Henninger im Interview beim Deutschlandfunk am 11.01.2021.
http://bit.ly/3qrYAz1
Besprochen in:
IDA-NRW, 4 (2020)
https://www.coaching-blogger.de, 25.08.2021
Autor_in(nen)
Annette Henninger / Ursula Birsl (Hg.)
Buchtitel
Antifeminismen ›Krisen‹-Diskurse mit gesellschaftsspaltendem Potential?
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
434
Ausstattung
3 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-4844-1
DOI
10.14361/9783839448441
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFFM JPHV
BISAC-Code
SOC032000 SOC050000 POL007000
THEMA-Code
JBSF JBFQ JPHV
Erscheinungsdatum
5. November 2021
Themen
Gesellschaft, Geschlecht, Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Kulturwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft, Psychologie sowie Praktiker*innen aus der politischen Bildungsarbeit
Schlagworte
Antifeminismus, Genderismus, Deutschland, Neue Rechte, Fundamentalismus, Mediendiskurs, Bildungspolitik, Mutterschaft, Sexismus, Integration, Geschlecht, Gesellschaft, Gender Studies, Soziale Ungleichheit, Demokratie, Zivilgesellschaft, Soziologie

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